Trapezspektakel

Papageien und ein leuchtendes Trapezspektakel zum Jubiläum

Ravensburg / Lesedauer: 3 min

Ravensburger Weihnachtscircus bietet die größten Highlights – aber wohl nur im kleinen Zelt
Veröffentlicht:09.10.2022, 12:00

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Fast schon Kult: Seit 15 Jahren kommt Elmar Kretz mit seinem Weihnachtscircus in die Oberschwabenhalle. Zum Jubiläum hat er die größten Highlights des Programms und ganz neue Künstler eingeladen. Unter der Leitung des Direktors wächst eine Show heran, die „ganz neu und einzigartig“ ist, versprechen die Veranstalter. „Das behaupte ich jedes Jahr“, sagt Elmar Kretz und lacht. „Aber genau das ist eben mein Konzept.“

Konkret: Jedes Jahr entsteht unter der Kuppel des weißen Zirkuszelts mit den roten Sternen um die Masten, eine über zweistündige Show, die immer anders ist. „Von ganz klassischen Nummern bis zu ganz abgefahrenen Sachen“, sagt Kretz, der seit Jahren die Szene beobachtet, Zirkusfestivals besucht und weltweit Kontakte zu Künstlern hält. Auch dieses Jahr treten in seinem Programm bekannte Gesichter auf – worüber sich treue Zuschauer und Stammgäste besonders freuen. „Vor allem, weil die Nummer mit den Papageien noch einmal dabei ist.“ Sechs bunte Aras, sechs Minipapageien, ein Kakadu und ein ganzer Schwarm quirliger Sonnensittiche zeigen ihre Flatter- und Kletterkünste. Inklusive Freiflug über die Köpfe der Zuschauer hinweg.

Flying Wulbers zeigen neue Nummern

Noch mehr Gänsehaut gibt es bei den Flying Wulbers. Die Truppe löste in der Manege von Kretz wahre Begeisterungsstürme aus, heißt es in der Pressemitteilung. „Natürlich kommen sie nicht mit denselben Nummern“, so der Zirkusdirektor.

Dieses Jahr gibt es ein Update am Trapez – mit fluoreszierenden Anzügen.

Das leuchtende Flugspektakel sei ein Gänsehaut-Garant. Und hat sich damit für einen Platz in der Jubiläumsshow qualifiziert. Ganz neu in der Liste der Artisten ist ein Hoch-Einrad-Akrobat und ein Künstler auf einer Leiter. „Total abgefahren“, wird Kretz zitiert.

„Dog Comedy“ soll für Lacher sorgen

Auch zum Jubiläum kommt der Humor nicht zu kurz: Jeder Stammgast erinnert sich bis heute an das Lied „Nein, heute nicht“ – und den mürrischen Boxer dazu. „Dog Comedy“ nennt sich die Kunst, bei der sich die Zuschauer vor Lachen die Bäuche halten mussten. „Das ist unvergessen – und deshalb dieses Jahr noch einmal mit dabei.“ Zuversichtlich zählt Kretz all die gefragten Künstler auf – fast so, als hätte er keine Sorgen angesichts der steigenden Preise und Energiekosten. „Natürlich sind auch wir davon betroffen“, sagt Kretz.

Kleines Zelt, um Energiekosten zu senken

Aber wie schon bei der Corona-Pandemie, legt der Geschäftsführer des Unterhaltungsbetriebs auch in diesem Fall ein Konzept vor, das überzeugt und kalkulatorische Katastrophen abfedert. „Wir verfügen über zwei fast identische Zelte: ein riesiges und ein etwas kleineres. Wir überlegen heuer, das kleinere aufzubauen. Das hat 1100 Sitzplätze anstatt der gewohnten 1500 auf der Tribüne.“ So will Kretz Heiz- und damit Energiekosten sparen, die dank Thermozelt und klugen Lüftungskreisläufen nicht so gravierend ins Gewicht fallen wie bei anderen Produktionen.

Preise sollen gleich bleiben

Anders als bei anderen Shows werden beim Weihnachtscircus in Ravensburg die Preise gleichbleiben. „Wir machen Familienunterhaltung. Das muss erschwinglich sein“, sagt der Familienvater geradeheraus. Für viele sei der Zirkus ein fester Programmpunkt an Weihnachten. „In der Pandemie waren manch ältere Gäste vorsichtig. Die haben jetzt schon wieder Tickets gebucht und geschrieben, dass sie sich freuen.“ Insgesamt laufe der Vorverkauf überraschend gut. Die reduzierte Anzahl an Plätzen an den Haupttagen will Kretz mit zusätzlichen Shows an den hochfrequentierten Tagen ausgleichen. „Natürlich in voller Länge“, sagt der Pferdetrainer und fügt laut Pressemitteilung lächelnd hinzu: „Und wie immer: neu und einzigartig.“