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Nur vermeintlich einfache Gegner

Ravensburg / Lesedauer: 3 min

Towerstars-Trainer Gergely Majoross warnt davor, die kommenden Partien auf die leichte Schulter zu nehmen.
Veröffentlicht:30.11.2023, 17:05

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Drei Siege in Folge haben die Towerstars zuletzt eingefahren, darunter einen umjubelten Auswärtserfolg beim Tabellenführer Kassel Huskies (3:2). Kein Wunder also, dass das Selbstvertrauen gerade hoch ist. Nun reisen die Oberschwaben zu den Dresdner Eislöwen (Freitag, 19.30 Uhr), Vorletzter der DEL2, und empfangen am Sonntag um 18.30 Uhr das Tabellenschlusslicht, die Bietigheim Steelers.

Einfache Gegner, so sollte man mit einem Blick auf die Tabelle meinen, doch Towerstars-Trainer Gergely Majoross warnt davor, die Spiele auf die leichte Schulter zu nehmen: „Beide Mannschaften haben eine gute Offensive. Und Bietigheim hat sechs seiner letzten sieben Spiele gewonnen. Wir werden keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen, dafür ist diese Liga zu ausgeglichen.“

Ob das junge Torwart-Talent Nico Pertuch am Wochenende erneut im Kasten stehen wird, wollte der Ungar nicht verraten, nur dass er sehr zufrieden mit der Entwicklung des 18-Jährigen ist: „Wir sind sehr glücklich mit seiner Entwicklung. Er arbeitet hart an sich und ist auch mental sehr stark. Wenn wir vorne Fehler gemacht haben, war er immer zur Stelle.“

Ilya Sharipov wirkt für Nico Pertuch als Mentor

Dabei hilft ihm auch sein zehn Jahre älterer Goalie-Kollege Ilya Sharipov, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. „Ilya ist ein Vollprofi“, meint dazu Majoross, „wir haben mit ihm gesprochen und er versteht die Situation. Wir sind in der glücklichen Lage, gleich zwei ausgezeichnete Torhüter zu haben.“ Auch Pertuch selbst weiß Sharipovs selbstloses Engagement zu würdigen. Nach dem Sieg in Landshut sagte er: „Es würde bei mir derzeit nicht so gut laufen, wenn mich Ilya nicht so gut unterstützen würde. Wir verstehen uns gut, reden im Training viel miteinander und ich profitiere viel von seiner Erfahrung.“

Am Freitag in Dresden wird wieder das gesamte Team gefordert sein. Mitte Oktober gelang in einem von Kampf geprägten Hinspiel ein knapper 2:1-Sieg. Gegen den starken Angriff der Sachsen will Majoross mit einem sicherem Aufbauspiel agieren: „In den letzten Partien waren wir wirklich gut mit dem Puck, und das ist der Schlüssel zu einer soliden Defensive. Wir dürfen keine leichten Fehler machen, und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt.“

Dresden tritt nicht nur mit einem neuen Trainer an - Corey Nelson wurde vor zwei Wochen durch Co-Trainer Petteri Kilpivaara ersetzt. In Mitch Wahl haben die Eislöwen in dieser Woche auch einen Mittelstürmer mit DEL-Erfahrung verpflichtet. Der 33-Jährige erhielt einen Zweijahresvertrag.

Bietigheim kommt am Sonntag in die CHG-Arena. Nach sechs Siegen in Folge, darunter dem gegen Ligaprimus Kassel, verloren sie am Wochenende zu Hause gegen Landshut mit 2:4. Das Team ist auf jeden Fall stärker als es die Tabellensituation annehmen lässt, was natürlich auch Coach Majoross weiß: „Das macht in dieser Liga kaum einen Unterschied. Wir müssen das Spiel taktisch klug angehen und dürfen uns keine dummen Fehler erlauben.“

Spieler haben sich an Sicherheitsvorkehrung gewöhnt

Natürlich werden die Towerstars in beiden Begegnungen wieder den Halsschutz tragen, der nach dem tödlichen Unfall von Adam Johnson erst ab dem kommenden Jahr Pflicht wird. Die Ravensburger tragen ihn schon seit einigen Wochen - auch im Training -, und scheinen sich daran gewöhnt zu haben: „Auch wenn solche Unfälle eher selten sind, gibt uns der Halsschutz einfach Sicherheit, denn wenn sie doch mal passieren, gehen sie oft tragisch aus. Das Schöne ist, man merkt sie auf dem Eis gar nicht, hat keinerlei Einschränkungen in der Beweglichkeit“, meint dazu Stürmer Lukas Mühlbauer. Und auch sein Trainer hat dazu eine Meinung: „Solange meine Spieler glücklich sind, bin ich es auch.“

Beide Partien werden live im kostenpflichtigen Stream bei SpradeTV gezeigt.