Notaufnahme

Neue Notaufnahme nimmt Form an

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Neue Notaufnahme nimmt Form an
Veröffentlicht:29.08.2009, 11:26
Aktualisiert:26.10.2019, 09:00

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Die Montagefirma konnte die drei Stunden Verspätung fast aufholen: Um 16 Uhr, nicht um 15.30 Uhr, war alles verbaut.

Das 180-Millionen-Euro-Projekt des Landkreises Ravensburg und der Oberschwabenklinik (OSK) ist gestern in die nächste Phase eingetreten: Die ersten elf von insgesamt 42 Modulen der neuen Notaufnahme stehen. Die Aktion war ein Anziehungspunkt für zahlreiche Zuschauer. Denn: Nicht jeden Tag kann man einen mit Gewichten 200 Tonnen schweren Kran mit einem 62 Meter hohen Auslieger sehen, der 17 bis 35 Tonnen schwere Module auf ihren Platz hebt.

Die Modulbauweise „hat einfach Zeit gespart“, meint Hubert Meßmer vom Landkreis Ravensburg. Wichtig aus Sicht der Klinik sei, so Klaus Kalmbach von der OSK, dass so die bislang noch langen Wege bereits ein bisschen kürzer werden, wenn die Module in sechs bis acht Wochen innen komplett ausgebaut sein werden. Notwendige Funktionsbereiche und Geräte befinden sich dann nämlich direkt an der Notaufnahme. Der Weg durch große Teile des Gebäudes wie bisher wird Patienten dann erspart bleiben.

Die Nutzungszeit der im Bau befindlichen Notaufnahme ist auf acht Jahre veranschlagt. Dann soll – so der Plan – die endgültige Notaufnahme ihren Dienst aufnehmen. Das Gebäude in Modulbauweise wird dann für andere Aufgaben und Nutzungen zur Verfügung stehen. Stefan Egelhof von der Firma Adk Modulraum konnte bereits beruhigen: „Es sind natürlich auch Umbauten der Module möglich.“ Stahl und gipsgebundene Zementfaserplatten als Wände sorgen für die notwendige Stabilität der Bauteile.

Das „Jahrhundertprojekt des Landkreises“ (Meßmer) ist damit jetzt ins Rollen gekommen. Am Ende steht ein weitgehender Abriss und Neubau der heutigen Gebäude, die ein Stück Krankenhausgeschichte repräsentieren, aber als Produkt ihrer Zeit unzeitgemäß geworden sind.