Leckerei

Sieben außergewöhnliche Leckereien auf dem Ravensburger Christkindlesmarkt

Ravensburg / Lesedauer: 5 min

Sieben außergewöhnliche Leckereien auf dem Ravensburger Christkindlesmarkt
Veröffentlicht:05.12.2022, 12:00
Aktualisiert:06.12.2022, 08:17

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Grillwurst, Glühwein und Waffeln gehören zu den Klassikern auf dem Weihnachtsmarkt – auch in Ravensburg . Dabei hat der Markt auf und um den Marienplatz noch viel mehr zu bieten, was sich zu probieren lohnt. Hier sind sieben Leckereien für alle, die Abwechslung suchen.

1. Waffellollys

Die können schon die Kleinsten selber halten: Am Stand der Ravensburger Pfadfindergruppe Royal Ranger gibt es Waffeln am Spieß und das schon seit gut zehn Jahren. „Die sind unserer Renner“, sagt Bernhard Miller, einer der Teamleiter. Die längliche Form der Waffeln ist nur mit einem speziellen Waffeleisen machbar.

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Stefanie Flotz von den Ravensburger Pfadfindern Royal Rangers backt Waffeln am Stil. (Foto: Lea Dillmann/Schwäbische.de)

Das hatte einer der älteren Ranger vor Jahren auf einer Messe entdeckt. Inzwischen ist schon das dritte Eisen im Einsatz. Bevor der heiße Deckel heruntergeklappt wird, werden noch die Holzspieße in den Teig gelegt. Sind die Waffeln fertig gebacken, kommt wie gewohnt Puderzucker darauf. Preis: 2 Euro

2. Tobelsuppe

Die Tobelsuppe ist eine Gulaschsuppe „mit besonders zartem Fleisch“, sagt Carsten Schleyer vom Sportverein Schmalegg . Dazu gibt es einen der bekannten Schmalegger Dinkelwecken. „Der ist genauso wichtig wie die Suppe“, sagt er.

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Der Sportverein Schmalegg ist auf dem Weihnachtsmarkt mittlerweile bekannt für seine „Tobelsuppe“, eine Gulaschsuppe mit „besonders zartem Fleisch“. (Foto: Lea Dillmann/Schwäbische.de)

Der Sage nach stammt das zarte Fleisch der Suppe vom „Schmaltobeldinger“, einem Fabelwesen aus Hornochse, Schweinehund, Sauigel, Angsthase und Schofseggl. Doch von dem gebe es nicht mehr so viele.

Deshalb verwendet der Metzger in der Ravensburger Weststadt nur noch das Fleisch von heimischen Rindern. Die Suppe ist benannt nach dem Schmalegger und Ringgenburger Tobel, einem engen Tal bei Schmalegg und beliebtem Ausflugsziel. Preis: 5 Euro

3. Chili Mandeln

Zunächst schmecken sie wie klassische gebrannte Mandeln. Doch nach und nach kommt immer mehr die Chilinote durch. Bei Familie Dressel aus Schmalegg gibt es neben süßen Mandeln auch eine scharfe Variante.

„Die werden ganz normal gebrannt und zum Schluss kommt noch Chilipulver darüber“, erklärt Cynthia Dressel. Sie hat an ihrem Stand auf dem Reischmann-Weihnachtsmarkt in der Bachstraße auch noch weitere außergewöhnliche Sorten zu bieten, wie Kokos oder Amaretto Mandeln. Preis: 3,50 Euro für 100 Gramm

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Am ihrem Stand wird „die ganze Zeit, jeden Tag gebrannt“, um für Nachschub zu sorgen, sagt Cynthia Dressel aus Schmalegg. (Foto: Lea Dillmann/Schwäbische.de)

4. Feuerwurst

Diese Art von Grillwurst ist längst nichts mehr Außergewöhnliches. Die vom Tennisclub Ravensburg sei aber besonders gut. „Zu uns kommen sogar Leute aus Vorarlberg und der Schweiz“, sagt Cornelia Frank vom Tennisclub.

Das Zaziki ist selbstgemacht. Die Würste kommen von einer Metzgerei aus Waldburg. „Die gibt es nur zu Weihnachten, nur für uns.“ Beides wird zusammen mit Kraut in einem Wecken ausgegeben. Preis: 4,50 Euro

5. Poffertjes

Eigentlich ist Andreas Ogger für seine Käspätzle bekannt, die er auf Festen und Märkten in der Region verkauft. Neuerdings hat er aber auch einen kleinen Wagen, an dem seine Mitarbeiter Poffertjes machen, eine Spezialität aus Holland. Dort seien Poffertjes so beliebt wie Waffeln in Deutschland, sagt Ogger. Er kennt die Süßigkeit schon lange, denn seine Tante lebt seit gut 35 Jahren in Holland.

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Kennt man sonst nur aus Holland und Norddeutschland: Auf dem Reischmann-Weihnachtsmarkt gibt es in diesem Jahr Poffertjes. (Foto: Lea Dillmann/Schwäbische.de)

In den Teig kommen unter anderem Buchweizenmehl und Hefe. Das unterscheidet den Teig auch vom klassischen Pfannkuchenteig. Simon Spille, der für Ogger in diesen Tagen die Poffertjes zubereitet, ergänzt: „In den Teig kommt nur wenig Zucker. Was es am Ende süß macht, ist das Topping.“ Zur Wahl stehen zum Beispiel Puderzucker, Apfelmus und eine Erdbeer-Limetten-Soße. Preis: 3 bis 6,50 Euro

6. Feuerzangenbowle

Der große kupferne Kessel vor dem Lederhaus ist nicht zu übersehen. Den hat Rolf Vogt aus Oberzell extra anfertigen lassen, um darin seine Feuerzangenbowle immer schön heiß zu halten. Gut 200 Liter passen da rein. Seit zwölf Jahren gibt es die Feuerzangenbowle auf dem Christkindlesmarkt. Sie schmeckt wie Glühwein, nur deutlich süßer und hat dank eines Schusses Rum mehr Alkoholgehalt. Preis: 3,50 Euro plus pro Becher 2 Euro Pfand.

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Rolf Vogt schenkt seit gut zwölf Jahren Feuerzangenbowle auf dem Ravensburger Weihnachtsmarkt aus. (Foto: Siegfried Heiss/Schwäbische.de)

7. Pita

Pita ist ein dickes, weiches Fladenbrot aus Hefeteig und wird unter anderem in Griechenland viel gegessen, klassisch mit Oliven, Peperoni und Feta. Das gibt es in diesem Jahr auch auf dem Christkindlesmarkt. Der 30-jährige Kurosh Safari hat an seinem Stand gleich vier Variationen mit jeweils einem anderen Aufstrich zu bieten, darunter zum Beispiel den Klassiker mit einem Lauch-Aufstrich „für die, die Fetakäse lieben“ und eine vegane Variante mit Auberginen-Aufstrich und Weinblättern.

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Zum ersten Mal dabei: Kurosh Safari verkauft auf dem Ravensburger Weihnachtsmarkt gefüllt Pita-Brote. (Foto: Lea Dillmann/Schwäbische.de)

„Wir sind eigentlich auf Wochenmärkten unterwegs“, sagt Safari, der zusammen mit seinem Bruder den gleichnamigen Feinkostbetrieb führt. Viele Kunden hätte gefragt, ob sie neben Aufstrichen und Feinkost auch etwas Warmes verkaufen. Daraufhin entstand die Idee, genau das mal auszuprobieren und warum nicht gleich auf dem Weihnachtsmarkt? Preis: 6,50 Euro