Heimsieg

Max Schmidle warnt vor Dresdens erster Reihe

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

Max Schmidle warnt vor Dresdens erster Reihe
Veröffentlicht:30.09.2010, 17:45
Aktualisiert:26.10.2019, 00:00

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Zwei Heimsiege, zwei Auswärtsniederlagen - so lautet die Bilanz der Ravensburg Towerstars in der neuen Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga. Heute (20 Uhr) soll gegen die finanziell gebeutelten Eislöwen aus Dresden der nächste Heimsieg folgen, am Sonntag (18 Uhr) geht’s zu den Hannover Indians, die sich vor der Saison runderneuert haben.

Von unserem Redakteur  Alexander Tutschner

„Wir haben drei solide Spiele abgeliefert und ein schlechtes“, resümiert Towerstars-Coach Peter Draisaitl die bisherige Saison. Das Schlechte war das in Freiburg (2:6-Niederlage), „wobei auch da nicht alles schlecht war“, so der Trainer. Dennoch habe man sich das Spiel noch einmal genau angesehen und „einiges angesprochen“, auch Szenen aus dem 2:0-Heimsieg gegen Bremerhaven. So habe man zu viel Platz gelassen zwischen Forecheckern und Verteidigern und im Mitteldrittel zu viele Scheiben verloren. Zum einen habe man dabei im Aufbauspiel zu oft „die falsche Entscheidung getroffen“ zum anderen seien die Reihen zu lange auf dem Eis, die Spieler hätten deshalb in den entscheidenden Momenten schon müde Beine gehabt. „Wir müssen uns hier taktisch besser verhalten“, sagt der Trainer. Nach 40 Sekunden Eiszeit müsse man sich schon mal auf den Wechsel vorbereiten und nicht noch immer einen weiteren Angriff fahren.

Vor allem in den Auswärtsspielen haben die Towerstars bisher zu viele Chancen liegen gelassen. Der Trainer sieht es aber zunächst positiv: „Wir haben uns in allen Spielen genügend Chancen herausgespielt“, das stimmt ihn zuversichtlich, dass, wenn das Spiel der Mannschaft insgesamt besser wird, auch die Stürmer noch besser zur Geltung kommen. Auch bei der Reihenzusammenstellung sieht Draisaitl deshalb noch keinen Änderungsbedarf, „auch wenn der eine oder andere noch nach seiner Komfortzone sucht“, so Draisaitl. Ganz ausschließen will er es freilich nicht, dass er künftig mit einem Wechsel einen Impuls geben wird, aber momentan stehen die Zeichen auf „festhalten an den Reihen“. Schließlich sucht der Trainer in dieser Saison vor allem eines: Konstanz.

Heute Abend gegen Dresden wollen die Towerstars den nächsten Heimsieg einfahren. Dresden hat in Ravensburg noch nie einen Dreier erobert, die Towerstars waren bisher zu Hause eine Macht in dieser Saison. „Dresden hatte einen schwierigen Sommer“, weiß auch Draisaitl, die Sachsen hatten ihr Team spät zusammen. Von finanziellen Problemen war immer wieder zu lesen. „Trotzdem spielen sie jetzt auf Augenhöhe mit den anderen Teams“, sagt der Towerstars-Trainer. Die personell eng besetzten Eislöwen werden vermutlich nur drei Reihen aufbieten, was laut Draisaitl kein Schaden sein muss: „So lange man drei gute Blöcke aufbieten kann, ist alles ok“. Mit fünf Punkten steht Dresden auf Platz acht der Tabelle, zuletzt hat man zweimal verloren.

Wiedersehen für Schmidle

Auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club darf sich derweil Stürmer Max Schmidle freuen. Der Kaufbeurer Junge hatte in der abgelaufenen Saison eine wichtige Rolle bei den Eislöwen gespielt und war im Sommer an die Schussen gewechselt. In Ravensburg hat er sich mittlerweile gut eingelebt, auf dem Eis hatte er einen guten Start. „In vier Spielen drei Tore, da kann ich zufrieden sein“, sagt Schmidle, der hofft, dass es auch so weitergeht: „Jetzt müssen wir sehen, dass wir unsere Leistungen konstant so abrufen“.

Von Dresden ist er mittlerweile auch gedanklich weit weg, nach dem personellen Umbruch an der Elbe, kennt er nicht mehr viele Spieler. Aber: „Die erste Reihe mit Sami Kaartinen, Jan Zurek und Patrick Jarrett ist sehr stark, die haben in jedem Spiel Tore geschossen“, warnt Schmidle. Auf der anderen Seite seien die Eislöwen über die drei Reihen hinweg nicht so stark besetzt wie Ravensburg, „der Rest des Teams ist nicht so gut“. Deshalb ist für Schmidle klar: „Wir wollen den nächsten Heimsieg einfahren“.

Und am Sonntag soll endlich der erste Auswärtssieg her. Dann treten die Towerstars bei de Hannover Indians an, die nach einer schlechten Saison an vielen Schrauben gedreht haben und die in der aktuellen Saison laut Towerstars-Manager Alex Jäger mit 2,5 Millionen einen deutlich höheren Etat aufbieten als Ravensburg. Nach zwei Auswärtsniederlagen und einem Heimsieg stehen die Indians derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz.