Centurion

Markus Kaufmann geht neue Wege

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Mountainbiker verlässt Rennstall Centurion Vaude
Veröffentlicht:30.10.2018, 18:57
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Nach 15 Jahren verlässt Markus Kaufmann zum Jahresende das Ravensburger Profiteam Centurion Vaude und will sich in einem neuen Mountainbike-Rennstall weiteren sportlichen Herausforderungen stellen. Das teilt die Teamleitung mit. Wohin genau es Kaufmann verschlagen wird, darüber schweigen sich der 37-Jährige wie auch sein bisheriger Arbeitgeber aus.

Mit dem Weggang von Markus Kaufmann verliert das Team einen Fahrer der ersten Stunde. Seit der Teamgründung im Jahre 2003 war er unter Leitung von Richard Dämpfle im Dienst des Rennstalls unterwegs. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen, neben zwei deutschen Meistertiteln (2012, 2016), vier Siege – drei davon in Folge – bei der prestigeträchtigen Tour Bike Transalp. „Sehr schade. Das tut im ersten Moment sehr weh“, bedauert Dämpfle die Entscheidung von Kaufmann, der aus Tuttlingen stammt und seit 2008 am Bodensee lebt. Bei den Vertragsverhandlungen habe man sich „finanziell an der Grenze“ bewegt und konnte ihn nicht mehr halten. Schon Jahre zuvor habe „ein anderes Team versucht, den Markus wegzukaufen“, berichtet Richard Dämpfle.

Der Teamchef von Centurion Vaude führt auch sportliche Gründe für den Wechsel des Aushängeschilds ins Feld. „Wir hatten gehofft, dass wir Markus noch bis zum Ende seiner Karriere bei uns halten können. Doch leider ist uns dies nicht gelungen. Wir können nachvollziehen, dass ein Sportler sich nach so langer Zeit in einem Team nach neuen Herausforderungen sehnt.“

Markus Kaufmann selbst bestätigt, dass er „noch weitere gute Ergebnisse herausfahren“ will, wie er der SZ sagt. Im Fokus hat er hier die MTB-Weltmeisterschaft der Marathon-Elite, die nächstes Jahr in der Schweiz ausgetragen wird. Dort will Kaufmann, der laut eigenem Bekunden noch drei weitere Jahre in der MTB-Szene kräftig mitmischen möchte, seine bisher beste WM-Platzierung (6.) toppen und möglichst aufs Podest kommen.

Markus Kaufmann, der mit seiner Familie in Friedrichshafen lebt, hebt rückblickend „das von Anfang an gepflegte familiäre Verhältnis“ mit Centurion Vaude hervor. Zugleich suchte er eine neue Herausforderung. Daher konnte er das Angebot seines neuen Rennstalls, der „sehr professionell“ geführt werde, letztlich nicht ausschlagen.

Trotz des Aderlasses verfügt Centurion Vaude mit dem amtierenden MTB-Vizeweltmeister Daniel Geismayr und dem mehrfachen Deutschen Champion Jochen Käß weiterhin über Topfahrer in den eigenen Reihen.