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Mahnwache

Klimaschützer halten Mahnwache vor dem Ravensburger Amtsgericht

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Sie wollen damit ihre Solidarität mit Klimaaktivist Samuel Bosch ausdrücken, der am Donnerstag erneut vor Gericht steht. Beim ersten Prozess wurde er bereits freigesprochen.
Veröffentlicht:27.10.2021, 15:15

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Zu einer Mahnwache vor dem Ravensburger Amtsgericht in der Herrenstraße treffen sich Klimaschützer am Donnerstag 28. Oktober, von 8.15 bis 9 Uhr. An dem Vormittag findet ein weiterer Prozess gegen den jungen Aktivisten Samuel Bosch statt, der im August bereits wegen einer Baumbesetzung freigesprochen wurde.

Diesmal geht es laut seinem Verteidiger Klaus Schulz um mehrere vermeintliche Delikte, die ihm zur Last gelegt werden: unter anderem um Hausfriedensbruch im Zuge des Entfaltens eines Banners und des Eindringens in eine Kiesgrube sowie eine weitere Baumbesetzung und diverse Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Motto der Mahnwache: „Klimaschutz ist kein Verbrechen“

Aus Solidarität mit Bosch wollen seine Freunde und Unterstützer die Mahnwache unter dem Motto „Klimaschutz ist kein Verbrechen“ vor Prozessbeginn abhalten.

Mit ihrer Präsenz treten die Umweltschützer „gegen die generelle Kriminalisierung der Klimaproteste der vergangenen Monate ein“, schreiben sie in einer Pressemitteilung.

Anstatt die jungen Menschen „mit konstruierten Tatbeständen in eine kriminelle Ecke zu stellen, sollten die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung endlich überlegen, wie sie junge Menschen für konkrete Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeitgewinnen könnten!“, so Simone Meinhard.

„Unsere Proteste könnten wir sofort einstellen, wenn die große und kleine Politik in unserem Land endlich effektive Maßnahmen gegen den fortschreitenden Temperaturanstieg unternehmen würde“, ergänzt der 18-jährige Tim Meyer.

„So lange undurchsichtige Interessen der Politiker wissenschaftlich begründeten Notwendigkeiten im Klimaschutz verhindern, solange werden wir mit Aufsehen erregenden, aber friedlichen Aktionen auf die Bedrohung unserer Zukunft hinweisen.“