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Restaurant-Test

Im Freibad müssen es nicht immer Pommes sein

Ravensburg / Lesedauer: 3 min

Für viele gehören sie zu den Sommerferien wie Badeanzug oder Wasserrutsche: die Pommes im Freibad oder am Strand. Aber es gibt auch Alternativen, um den Hunger zu stillen.
Veröffentlicht:12.08.2023, 05:00
Aktualisiert:12.08.2023, 14:58

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Das Thermometer misst wieder sommerliche Temperaturen. Jetzt fühlt es sich also wieder nach Ferienzeit an. Welt– und Urlaubsreisende sowie Daheimgebliebene sehen sich also gleichermaßen mit dem Problem der Verköstigung in Frei– oder Strandbädern konfrontiert.

Was essen, während einem die Sonne auf den Pelz brennt? Gibt es eine Alternative zu den ewigen Pommes am Kiosk? Was kann ich tun, wenn die mitgebrachten Wurstbrote trotz Kühltasche schon nach kurzer Zeit schmierig werden, und sich die Käsescheiben wellen?

In Italien kommt traditionell der Gelati–, Kokosnuss oder Melonen–Mann am Strand vorbei, der sein überschaubares Sortiment lautstark anpreist. Fliegende Händler mit Fressalien im Angebot sind bei uns praktisch unbekannt. Und so muss man sich selber was Schmackhaftes überlegen, um für die Phasen zwischen dem Hindämmern im Liegestuhl und der Abkühlung im Wasser kulinarisch gerüstet zu sein.

Bitte keine empfindlichen Lebensmittel

Kühltaschen sind grundsätzlich eine gute Idee, wobei diese je nach Modell und Größe bei Temperaturen jenseits der 30 Grad schnell an ihre Grenzen kommen. Frische Meeresfrüchte sind also nicht unbedingt die richtige Wahl für den Strandtag. Es gilt die Faustregel, empfindliche Lebensmittel generell wegzulassen. Denn unproblematische Alternativen gibt es reichlich.

Wirklich gut vorzubereiten und auch dann nicht verkehrt, wenn sie ein bisschen warm werden sollten, sind kalte Sommersuppen. Die lassen sich gut in Schraubgläser verpacken und später löffeln. Ein Weckle dazu — und schon wird das Badehandtuch zur Tischdecke. Rezepte gibt es freilich so viele wie Sandstrandsand am Meer. Praktisch und fix geht eine kalte Joghurt–Gurkensuppe.

Einfach pro Person eine Salatgurke waschen und in grobe Stück schneiden und in den Mixer geben. Eine kleine Knoblauchzehe kann auch nicht schaden. Kräuter nach Wunsch dazugeben — Petersilie, Schnittlauch, Koriander oder Minze passen gut. Einen halben Teelöffel Salz sowie Pfeffer dazugeben. Dann den Saft einer halben Zitrone dazu pressen. Zum Schluss 250 Gramm Naturjoghurt. Die Masse mixen und mit Wasser so lange verdünnen, bis eine flüssig–cremige Konsistenz entsteht.

Rohkost und kalte Süppchen belasten den Magen nicht

Gut vorzubereiten sind auch Rohkostsalate, die dann nur noch mit Dressing und einer Dose Thunfisch gemischt werden müssen. Bei einer solch leichten Mahlzeit muss sich übrigens auch niemand Gedanken um die Frage machen, ob man mit vollem Magen ins Wasser gehen darf oder nicht. Überhaupt handelt es sich um einen Mythos. Analysen des Amerikanischen Roten Kreuzes kommen zu dem eindeutigen Schluss, dass ein voller Magen beim Schwimmen kein lebensbedrohliches Potenzial hat.

Potenzial für Unannehmlichkeiten allerdings schon, denn: Ein richtig voller Magen neigt im Wasser dazu, durch den Auftrieb den Inhalt sozusagen im Rückwärtsgang wieder Richtung Speiseröhre zu drücken. Das ist zwar unangenehm und kann vielleicht zu Schnappatmung führen, gefährlich ist es aber nicht.

Aber egal, ob Sie der Freibadpommes–Typ sind, oder unter der Sonne lieber asketisch an Karotten knabbern: Wir wünschen noch schöne Ferien!