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Google-Maps-Auto fährt wieder durch Ravensburg

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Damit war Google schon zum dritten Mal in Ravensburg unterwegs. Und dafür werden die neuen Fotos verwendet.
Veröffentlicht:17.10.2018, 12:47
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Ein Auto von Google Maps Street View ist am Mittwoch wieder durch Ravensburg gefahren, auf dem Dach prangte die berühmte 360-Grad-Kamera. Um kurz nach 10 Uhr war sie beispielsweise in der Ulmer Straße Richtung Stadtmitte unterwegs und bog dann vor dem Edeka-Center rechts in die Möttelinstraße ein. Damit war Google schon zum dritten Mal in Ravensburg unterwegs.

Bei der ersten Fahrt im Jahr 2010 wurden tatsächlich noch Streetview-Aufnahmen angefertigt, mithilfe derer sich Nutzer im Netz Rundum-Aufnahmen, beispielsweise von Straßen, Plätzen und Gebäuden, anzeigen lassen können. So bekommen sie einen noch besseren Eindruck eines Ortes. Bei der zweiten Fahrt vergangenen Dezember dienten die neuerlichen Fotos durch Ravensburg lediglich internen Zwecken, nämlich der Verbesserung des bestehenden Kartenmaterials. Das war auch dieses Mal der Fall, wie eine Unternehmenssprecherin von Google Deutschland auf Nachfrage bestätigte.

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Google Deutschland führt dazu im eigenen sozialen Netzwerk aus: „Wir möchten sicherstellen, dass ihr immer den besten Weg an euer Ziel findet. Um dies zu schaffen, müssen wir sichergehen, die richtigen Straßennamen und -schilder, Streckenführungen und Informationen über Geschäfte und andere Orte, die für euch von Interesse sind, zu verwenden.“ Es gebe derzeit keine Pläne, das Bildmaterial zu veröffentlichen.

Auf der Google-Seite können Interessierte einsehen, in welchem Zeitraum das Unternehmen welche Orte oder Landkreise anfährt. Im großzügig angegebenen Zeitraum April bis November ist auch Ravensburg mit angegeben.

Fotografierte Personen haben umfangreiche Rechte

„Wenn ich als Person identifizierbar bin, kann ich mich aus datenschutzrechtlichen Gründen unkenntlich machen lassen“, erklärt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Google stelle dafür ein Standardformular bereit, das auch bei der Verbraucherzentrale einsehbar sei. „Auch, wenn ich mein Haus mitsamt Klingelschild oder Kfz-Kennzeichen entdecke, habe ich Anspruch darauf, dass alles, was Rückschlüsse auf meine Person zulässt, entfernt wird.“ Betroffene hätten Anspruch auf eine Komplettverpixelung, also nicht nur eine Schwärzung des Gesichts. „Es dürfen keinerlei Rückschlüsse auf die Person erkennbar sein“, so Buttler.

Google sei verpflichtet, einer Kommune vorher mitzuteilen, „wann Aufnahmen stattfinden und welche Linien- und Routenführung vorgesehen ist“. Wenn eine Kommune schwerwiegende Verstöße oder Mängel in den Aufnahmen entdeckt, habe sie anschließend als Datenaufsichtsbehörde das Recht, weitere Aufnahmen zu untersagen. Zudem könnten sie ein Zwangsgeld erheben. Als Beispiel nennt der Experte eine Aufnahme im Rotlichtbezirk, auf der die Personen in kompromittierenden Situationen klar zu erkennen seien.