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Schussenstraße

Fridays-for-Future-Aktivisten wollen Schussenstraße blockieren

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Welche Rolle dabei sogenannte Gehzeuge spielen.
Veröffentlicht:25.02.2021, 17:24

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Ravensburger Fridays-for-Future-Aktivisten planen am Freitag, 26. Februar, um 14 Uhr eine Kundgebung und wollen die Schussenstraße mit sogenannten Gehzeugen blockieren. Die Kundgebung der Aktivist findet beim Park an der Schussenstraße (dem Ort des ersten Baumhausklimacamps) statt.

„Die neue Legislaturperiode im Landtag wird die letzte sein, die die Klimakrise noch abmildern kann“, erklärt Julia Klein (18) von „Fridays for Future“ Ravensburg den Anlass der Kundgebung und fügt hinzu: „Deswegen erwarten wir von allen demokratischen Parteien, mit aller Kraft sozial gerechte Maßnahmen zur Beschränkung der Erdaufheizung auf 1,5 Grad zu verfolgen.“ Aus diesem Grund veranstalte „Fridays for Future“ Ravensburg nun eine letzte große Kundgebung vor den Landtagswahlen.

Infostände und Reden

Neben Infoständen und Reden setzen die Veranstalter laut Pressemitteilung auch erstmals sogenannte Gehzeuge ein, mit denen sie den Verkehr auf der vierspurigen Schussenstraße blockieren werden.

„Gehzeuge sind Holzgestelle zum Umschnallen in SUV-Größe“, so Klein. Sie sollen den Platzbedarf veranschaulichen, den Autos für sich beanspruchen. „Unsere Stadtoberen planen mit immer noch mehr Verkehr und wollen allen ernstes in Zeiten der Klimakrise sogar einen neuen Tunnel bauen“, so Klein mit Blick auf den Molldietetunnel. „Das Land Baden-Württemberg darf sich einen solchen Verstoß einer einzelnen Kommune, die es dem Land schwer macht, seine Klimaziele zu erfüllen, nicht gefallen lassen.“

Die Aktivisten fordern Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet und eine Umwidmung von zwei der vier Spuren der Schussenstraße, so Klein. „Wir bräuchten keinen Tunnel, wenn die Stadt den ÖPNV radikal ausbauen und radikal vergünstigen würde sowie ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz schaffen würde.“ Die Verkehrsblockade auf der Schussenstraße soll auf diese notwendige Mobilitätswende aufmerksam machen.