Weihnachtskultur

Ein Streifzug durch die Weihnachtskultur

Reute / Lesedauer: 2 min

Musikverein Reute gibt besinnliches Konzert mit Gemeinschaftsjugendkapelle
Veröffentlicht:26.12.2018, 15:25
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

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Mit weltweit bekannten adventlichen und weihnachtlichen Melodien hat der Musikverein Reute am vierten Adventsonntag in der Pfarrkirche St. Nikolaus vorweihnachtliche Freude bereitet. Die Gemeinschaftsjugendkapelle war das erste Mal beim Kirchenkonzert dabei.

Dass erstmals die Gemeinschaftsjugendkapelle, bestehend aus dem Nachwuchs der Musikvereine Mittelbiberach, Reute und aktuell jetzt auch aus Rißegg-Rindenmoos, beim Adventskonzert mitmache, „ist dem Dirigenten Simon Wältl zu verdanken“, sagte Christian Buck bei seiner Begrüßung. Mit dem von Jugendkapelle und Musikkapelle gemeinsam gespielten Weihnachtslied „Stille Nacht“ am Ende des Konzerts, „soll die Bedeutung des vor 200 Jahren erstmals aufgeführten Liedes unterstrichen werden“.

Die 24 Jugendlichen unter der souveränen Leitung von Simon Wältl setzten mit dem Songtext des Kanadiers Bryan Adams „Christmas Time“ gleich zu Beginn ein Zeichen ihrer Leistungsstärke. Es folgten der gefällige Pop-Titel „Do they now it’s Christmas“ (arrangiert von Frank Bernaerts) und John Lennons Pop-Ballade „Happy Christmas”.

Danach wechselten die Akteure im Altarraum. Mit unaufgeregtem Dirigat hatte die 26-jährige Dirigentin Nina Buck das Blasorchester jederzeit im Griff, was man schon beim ersten Stück „Möge die Straße uns zusammenführen“, von Kurt Gäble , beobachten konnte. Der Arrangeur Gäble verbindet in dem Stück seinen tiefen christlichen Glauben mit seiner Liebe zur Musik.

In dem Werk „Alpenländische Weihnacht“ hat der österreichische Komponist Thomas Doss bekannte alpenländische Weihnachtslieder wie der Andachtsjodler, Aber heidschi, bumbeidschi und Stille Nacht zusammengefasst. Mit der gefühlvollen Ballade „My Dream“ (Peter Leitner) machte danach Solist Marius Tausan auf dem Flügelhorn auf sich aufmerksam. Shenandoah heißt der Fluss und ein Tal im US-Staat Virginia, war dem Konzertflyer zu entnehmen. Und: Mit seinem Arrangement wolle der Komponist Frank Ticheli seine Inspiritation über die unberührte Natur ausdrücken. Nach dem Konzertwerk „Leningrad“, arrangiert von Jacob de Haan (Pseudonym Ron Sebregts), beendete die Gemeinschaftsjugendkapelle gemeinsam mit dem Blasorchester Reute mit „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ stilvoll ein kurzweiliges und in allen Bereichen hörenswertes Adventskonzert. Die begeisterten Zuhörer im gut gefüllten Gotteshaus quittierten die Leistungen der beiden Ensembles mit kräftigem und lang andauerndem Applaus.

Der Musikverein Reute hat Angaben zu den einzelnen Titeln und deren Komponisten im Programmheft gut erklärt. Eine Moderation war daher nicht notwendig und der Ablauf des Konzerts war flüssig und kurzweilig. Die stellvertretende Vorsitzende Kathrin Herzberg lud danach zu Punsch und Glühwein in die Maschinenhalle von Landwirt Anton Kuon ein.