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Die Südbahn soll bis Ende 2015 elektrifiziert sein

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Stuttgart 21 ist laut Deutscher Bahn Voraussetzung für Fahrzeitverkürzung
Veröffentlicht:04.09.2011, 19:20

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Das Bahnprojekt Stuttgart 21 wird sich beschleunigend auf die vorgesehene Modernisierung angrenzender Strecken auswirken – unter anderem auf die Elektrifizierung der Südbahn (Ulm – Ravensburg – Friedrichshafen). Dies ist die Einschätzung der Deutschen Bahn anlässlich eines Besuchs von Bahnchef Rüdiger Grube bei der Schwäbischen Zeitung. S21 erhöhe die Attraktivität der Verbindung zwischen Ulm und Stuttgart enorm, sagt die Pressestelle der Deutschen Bahn. Die gewünschte Fahrzeitverkürzung setze aber die Infrastruktur von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm voraus.

Land übernimmt Planungskosten

Das Land Baden-Württemberg zeige durch die Übernahme der Planungskosten für die Südbahn großes Engagement. Zum Zeitplan sagte ein Bahn-Sprecher der SZ : Bis voraussichtlich Ende 2012 soll die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Elektrifizierung der Südbahn abgeschlossen sein. Noch 2011 werden zwei von fünf Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

„Zieltermin für die Inbetriebnahme ist Ende 2015“, so die Deutsche Bahn weiter. Bedingung sei eine Bau- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund bis März 2012. Das Land Baden-Württemberg strebe eine eine Co-Finanzierung mit dem Bund an, bisher sei das Projekt jedoch noch in keinem Finanzierungsrahmenplan abgebildet.

Auf die Frage der SZ, was die Elektrifizierung der Südbahn für die Fahrpläne bedeutet, antwortet die Bahn: „Die Geschwindigkeit würde auf bis zu 160 Kilometer pro Stunde angehoben. Außerdem beschleunigen elektrisch angetriebene Züge schneller als Dieselfahrzeuge. Die Kombination beider Effekte erhöht die Kapazität deutlich. Für den Personen- und Güterverkehr nach Österreich und in die Schweiz gibt es dann eine leistungsfähige Alternative zu den bisherigen Strecken.“ Die Fahrtzeit Ulm – Friedrichshafen verkürze sich „von heute 72 auf bis zu 60 Minuten. Damit ergeben sich für die Bahnknoten Ulm und Friedrichshafen neue Anschlussmöglichkeiten“.

Auf die Bodensee-Oberschwaben-Bahn habe eine elektrifizierte Südbahn zunächst keine Auswirkungen: „Grundsätzlich kann auch unter einer Oberleitung dieselelektrisch gefahren werden. Wie dies fahrplantechnisch aussehen könnte, muss der Nahverkehrsträger bei der Ausschreibung vorgeben.“