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Fasnets-Spektakel

Beste Stimmung beim großen Fasnets-Finale in Ravensburg 

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Trotz bewölktem Himmel ließen sich die Ravensburger nicht vom Besuch des Rosenmontagsumzugs abhalten. Regen gab es keinen, nass wurden sie dennoch.
Veröffentlicht:12.02.2024, 16:44

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Mit drei ohrenbetäubenden „Kanonenschüssen“ aus dem Wehrturm Mehlsack ist am Rosenmontag der Narrensprung in Ravensburg gestartet. Über 50 Narrenzünfte und Musikkapellen aus vielen Teilen Oberschwabens zogen ab 10 Uhr vom Obertor durch die Altstadt.


Darunter die Affenfamilie Ankenreute oder die Bärenzunft Bermatingen. Aber auch die Wasserspucker Illmensee sorgten mit Wasser, das aus ihren Mündern schoss, für eine feucht-fröhliche Stimmung. Gastgeber war die Schwarze Veri Zunft, die am Nachmittag auch eine erste Bilanz zum Höhepunkts der Ravensburger Fasnet bekannt gab.

Zur Sicherheit und um den Umzug nicht zu behindern, waren am Straßenrand zwischen den Narren und den Zuschauern Absperrungen aufgestellt. Nach Angaben der Ravensburger Polizei verlief der Narrensprung ruhig und ohne Zwischenfälle, trotz mehrerer Tausend Zuschauer. Michael Mohn, Pressesprecher der Schwarzen Veri Zunft, schätzt die Zuschauerzahl auf 20.000 bis 25.000, die sich teilweise in Vierer- und Fünferreihen hinter den Absperrungen verteilten. „Trotz fehlender Sonne war es wirklich eine sehr gelungene Veranstaltung“, so Mohn am Montagnachmittag. Laut Mohn nahmen rund 4500 Hästräger am Umzug teil.

Leuchtende Kinderaugen

In hohem Bogen flogen dabei immer wieder Süßigkeiten, Nüsse und Konfetti in Richtung der Zuschauer und brachten damit gerade die Augen der Kinder zum Leuchten. Auch die siebenjährige Marie, die mit ihrer Mutter aus Leutkirch nach Ravensburg zum Umzug gekommen war, sprang voller Enthusiasmus an der Absperrung umher. Sie rief den Narren die passenden Narrensprüche zu: „Narri – Narro!“ oder „Vo mir aus – lass d’r Bock naus!“ und erntete dafür noch mehr Süßes. Schaurig-schöne Hexen und andere Narren jagten den Zuschauer und auch der kleinen Marie immer wieder einen Schrecken ein.


Neben den besonderen Kostümen und Masken der Hästräger fielen auch am Rande des Umzugs einige Outfits ins Auge. So war eine Frau als Mitglied der Hard-Rock-Band „Kiss“ verkleidet, und ein Frauentrio trieb sein Unwesen als Maleficent, der dunklen Fee aus Dornröschen.

Neben den besonderen Kostümen der Narren gab es auch unter den Zuschauern auffallende Outfits.
Neben den besonderen Kostümen der Narren gab es auch unter den Zuschauern auffallende Outfits. (Foto: Maximilian Ost)

Trotz tödlichen Unfalls mit dabei

Auch der Fanfarenzug Weißenau lief trotz des tödlichen Unfalls eines Mitgliedes am Wochenende beim Rosenmontagsumzug mit. Ein 25-jähriger Ravensburger, der im Fanfarenzug und vielen weiteren Organisationen aktiv war, war am Samstag in den frühen Morgenstunden in der Brühlstraße aus noch ungeklärten Gründen auf der Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Die Musiker trugen zum Zeichen ihrer Trauer schwarze Armbinden.

Trotz des tödlichen Unfalls eines ihrer Mitglieder ist der Fanfarenzug Weißenau beim Narrensprung in Ravensburg dabei gewesen. Im Gedenken an den jungen Mann trugen die Musiker eine schwarze Binde am Arm.
Trotz des tödlichen Unfalls eines ihrer Mitglieder ist der Fanfarenzug Weißenau beim Narrensprung in Ravensburg dabei gewesen. Im Gedenken an den jungen Mann trugen die Musiker eine schwarze Binde am Arm. (Foto: Michael Müller)

„Wir sind uns sicher, er hätte es so gewollt. Auch seine Familie hat uns gebeten, das durchzuziehen“, hatte der Vorstand des Vereins schon am Sonntag zu einer möglichen Umzugsteilnahme am Rosenmontag mitgeteilt. Am Wochenende hatte der Fanfarenzug nach der für alle Mitglieder schockierenden Nachricht zunächst seine Fasnetstermine abgesagt.

Am Fasnetsdienstag wird in Ravensburg die Fasnetzeit mit dem Fasnetverbrennen beendet. Die Veranstaltung findet 19 Uhr auf dem Gespinstmarkt statt.