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Corona-Newsblog: Bodenseekreis meldet vier Todesfälle in einer Woche im Zusammenhang mit Covid-19

Ravensburg / Lesedauer: 12 min

+++ Corona-Zahlen steigen weiter +++ 66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft +++ Lauterbach erwartet deutlich mehr Corona-Ausbrüche in Schulen +++
Veröffentlicht:25.10.2021, 06:00
Aktualisiert:13.11.2021, 16:13

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg : ca. 25.500 (614.089 Gesamt – ca. 577.700 Genesene - 10.891 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.891
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 142,4
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland : ca. 162.400 (4.472.730 Gesamt – ca. 4.215.200 Genesene - 95.117 Todesfälle )
  • Todesfälle : 95.117
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 110,1

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Bodenseekreis meldet vier Todesfälle in einer Woche im Zusammenhang mit Covid-19 (20.44 Uhr)
  • Corona-Zahlen steigen weiter - Regierung mahnt zur Vorsicht (18.39 Uhr)
  • Rekord-Inzidenz bei bayerischen Kindern und Jugendlichen (15.28 Uhr)
  • Lauterbach erwartet deutlich mehr Corona-Ausbrüche in Schulen (13.28 Uhr)
  • 66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft (11.49 Uhr)

++ Bodenseekreis meldet vier Todesfälle in einer Woche im Zusammenhang mit Covid-19

(20.44 Uhr) Vier Menschen sind in der abgelaufenen Woche im Bodenseekreis im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben . Das berichtet das Gesundheitsamt im Corona-Wochenrückblick. Die Zahl der Infektionsfälle steigt weiter stark an, dementsprechend auch die Sieben-Tage-Inzidenz.

Laut dem Gesundheitsamt des Bodenseekreises galten am Montag 567 Personen als akute Corona-Infektionsfälle . In der Vorwoche waren es 399. 20 Personen wurden demnach stationär in den Kliniken im Landkreis im Zusammenhang mit Covid-19 behandelt, eine Person mehr als in der Woche zuvor.

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++ Corona-Zahlen steigen weiter - Regierung mahnt zur Vorsicht

(18.39 Uhr) Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen wirbt die Bundesregierung erneut für mehr Impfungen und mahnt zur Vorsicht im Herbst und Winter. Die Pandemie sei «überhaupt noch nicht vorbei», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Man sei daher sehr gut beraten, bestehende Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Innenräumen durchzusetzen und Vorgaben zu Abstand und Masken ernst zu nehmen. Wer im Sommer glaubte, das sei jetzt nicht mehr so wichtig, werde vielleicht durch die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage und Wochen eines Besseren belehrt . Von möglichen zusätzlichen Schutzvorgaben war vorerst nicht die Rede.

Bei den Neuinfektionen und der Krankenhausbelastung gebe es eine «deutlich steigende Tendenz», sagte der Regierungssprecher. Die Zahl der gemeldeten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) nun bundesweit bei 110,1.

Am Vortag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz 106,3 betragen, vor einer Woche 74,4. Dabei gibt es große regionale Unterschiede - von jetzt 53,0 im Saarland bis 224,3 in Thüringen . Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg laut RKI auf 2,77. Einen einheitlichen Wert, ab wann die Lage kritisch ist, gibt es nicht. Der bisherige Höchstwert lag bei 15,5.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Rekord-Inzidenz bei bayerischen Kindern und Jugendlichen

(15.28 Uhr) Die Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Bayern sind so hoch wie nie zuvor . In der Altersgruppe sechs bis elf Jahre lag die Inzidenz vergangene Woche bayernweit bei 415, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist ein Anstieg um 157 binnen Wochenfrist und der höchste Wert für eine Altersgruppe, den das LGL seit Beginn der Pandemie ermittelt hat.

Für die Zwölf- bis 15-Jährigen meldet das LGL ebenfalls einen massiven Anstieg : Hier liegt die Inzidenz inzwischen bei 391. Bei den 16- bis 19-Jährigen sind es 324 Fälle pro Woche und 100 000 Einwohner. Der bisherige Inzidenz-Rekord für eine Altersgruppe stammte von Ende vergangenen Jahres und hatte in der Altersgruppe über 80 damals den Wert von 376 erreicht.

Über alle Altersgruppen gibt das LGL die aktuelle Inzidenz in Bayern mit 181,3 an. Das Robert Koch-Institut meldete am Montag die etwas niedrigere Zahl von 179,1 - allerdings mit einem leicht abweichenden Stichzeitpunkt. Demnach ist die Inzidenz in Bayern die dritthöchste in Deutschland hinter Thüringen und Sachsen. Allerdings sind die fünf Landkreise mit den höchsten Werten in Bayern, allen voran Mühldorf am Inn mit 522,8.

++ Lauterbach erwartet deutlich mehr Corona-Ausbrüche in Schulen

(13.28 Uhr) SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern. „ Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben , weil die Kinder nicht mehr lange lüften können“, sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten.“

Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: „ Dreimal in der Woche testen , das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen.“

Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. „So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden.“ Ihm täten die Kinder leid, die jetzt dem Long-Covid-Risiko ausgesetzt seien.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, meinte: „ Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr, die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen ist außerordentlich hoch.“

Sie kritisierte aber, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien. „Hier herrscht dringender Handlungsbedarf“, sagte sie.

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++ 66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

(11.49 Uhr) 66,2 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft . Das sind rund 55,07 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht.

Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz . Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,57 Millionen Menschen erhalten.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen . So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 70 , Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten, Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben und für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

++ Impfquote in Gefängnissen niedriger als in Gesamtbevölkerung

(09.55 Uhr) In Bayerns Gefängnissen ist die Quote der gegen das Coronavirus geimpften Insassen deutlich niedriger als die der Gesamtbevölkerung. Zum Stichtag 31. August - neuere Zahlen lagen dem Justizministerium noch nicht vor - waren knapp die Hälfte (49,7 Prozent) der Insassen zumindest einmal geimpft, wie eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion ergab.

Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt waren rund 58 Prozent aller Menschen in Bayern bereits vollständig geimpft.

Die Grünen-Abgeordnete Stephanie Schuhknecht kritisierte den niedrigen Wert: „In den Gefängnissen sind viele Menschen an einem Ort und es gibt eine etablierte medizinische Versorgung, also hätte man hier eigentlich viel schneller und effizienter impfen können . Zumal ein Corona-Ausbruch in einer Justizvollzugsanstalt besonders verheerend wäre und nur durch strenge Auflagen für die Gefangenen und die Bediensteten verhindert werden kann.“

Das Staatsministerium der Justiz wies darauf hin, dass die genannten Zahlen lediglich die zum Stichtag noch inhaftierten Gefangenen enthalten - nicht erfasst sind die geimpften Gefangenen, die zwischenzeitlich bereits entlassenen wurden.

Außerdem war den Anstaltsärztinnen und -ärzten bis Anfang Oktober gar nicht erlaubt, die Corona-Impfung zu verabreichen, weil sie in der Corona-Impfverordnung nicht als Leistungsbringer genannt waren. Die Insassen bekamen ihren Piks deshalb von mobilen Teams der Impfzentren . Dies wurde inzwischen geändert.

++ Nachfrage nach Corona-Schnelltests deutlich zurückgegangen

(07.10 Uhr) Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests ist in den Städten im Südwesten in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken .

So ging etwa in Stuttgart die Zahl der Corona-Schnelltests in der Woche ab dem 11. Oktober mit 1380 auf rund ein Fünftel im Vergleich zur Vorwoche (12.000) zurück, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte.

Einen deutlichen Rückgang der Testzahlen verzeichnete auch die Stadt Mannheim . Wurden in der Woche ab dem 4. Oktober noch rund 44 000 Schnelltests gemeldet, waren es nach Angaben der Stadt in der Woche darauf und damit nach dem Ende der Kostenübernahme nur noch rund 7200 Schnelltests.

In Ulm ging die Nachfrage nach Schnelltests im gleichen Zeitraum um rund zwei Drittel zurück, wie eine Sprecherin mitteilte.

Die Schnelltests würden in Ulm vor allem von Menschen genutzt, für die es noch keine Impfempfehlung gebe oder von Menschen, die mit einem in Deutschland nicht anerkannten Impfstoff geimpft seien , so die Sprecherin.

Landesweite Zahlen zur Nachfrage nach Corona-Schnelltests liegen dem Gesundheitsministerium nicht vor, wie eine Sprecherin mitteilte.

Aus Sicht des Epidemiologen Dietrich Rothenbacher von der Universität Ulm ist der Rückgang der Schnelltests kein Grund zur Sorge . Diese seien nur als Überbrückungsstrategie gedacht gewesen, bis es bessere Möglichkeiten der Pandemiekontrolle gebe und etwa das Impfen in ausreichendem Maße zur Verfügung stehe.

++ RKI registriert 6573 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 110,1

(06.12 Uhr) Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat den Wert von 110 erreicht . Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 110,1 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 106,3 gelegen , vor einer Woche bei 74,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6573 Corona-Neuinfektionen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 10 Todesfälle gewesen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

Am Wochenende werden keine Zahlen dazu bekannt gegeben. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5 .

Das waren die letzten Meldungen vom Wochenende:

++ Kaum Bewegung bei den Corona-Werten in Baden-Württemberg

(20.34 Uhr) Die für weitere Einschränkungen wichtigen Corona-Werte sind am Sonntag in Baden-Württemberg stabil geblieben. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ging nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) minimal zurück um einen Fall.

Sie blieb am Samstag aber mit 220 Covid-19-Erkrankten (Stand 16.00 Uhr) weiter unter der Marke von 250 , die für das Ausrufen der sogenannten Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte wichtig ist.

Allerdings warnt das Sozialministerium bereits seit längerem davor , dass dieser Wert im Laufe der kommenden Tage erreicht werden könnte. Wird die 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten die strengeren Maßnahmen landesweit in Kraft.

Dann würden wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen .

++ Inzidenz erstmals seit Mai wieder dreistellig

(17.03 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt erstmals seit Monaten wieder im dreistelligen Bereich. Die Forderung nach einem baldigen Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sorgt deshalb weiter für Diskussionen.

Während sich Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Wochenende hinter die entsprechende Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellte, warnte Städtetagspräsident Burkhard Jung vor einem „Flickenteppich“ bei der Bekämpfung der Pandemie.

Hans sagte der „Bild am Sonntag“, er begrüße den Vorstoß Spahns. „ Die Pandemie ist zwar nicht vorbei , aber sie hat durch die Impfungen ihren Schrecken verloren“, sagte er. „Dem müssen wir Rechnung tragen.“

Die Bundesländer müssten auch nach dem Ende der epidemischen Lage die Möglichkeit haben, Maßnahmen zu beschließen, sagte Hans weiter. „Aber man darf nicht alle Länder über einen Kamm scheren“, fügte er hinzu. „ Bundesländer mit einer hohen Impfquote müssen sich ihre Freiheiten zurückerobern können“, sagte der saarländische Ministerpräsident, in dessen Bundesland am Freitag sämtliche Maßnahmen im Freien aufgehoben werden sollen.

++ Maskenpflicht wird für geimpfte Gäste aufgehoben - unter einer Bedingung

(14.02 Uhr)Vom kommenden Donnerstag an können geimpfte und genesene Beschäftigte und Gäste zum Beispiel in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen auf den Maskenschutz verzichten, wenn dort die sogenannte 2G-Option gilt .

Die Corona-Verordnung werde entsprechend angepasst , teilte das Sozialministerium am Sonntag mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

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