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Corona-Newsblog: RKI gibt Impfempfehlungen für Menschen in Hochwassergebieten

Ravensburg / Lesedauer: 15 min

+++ Hälfte der Deutschen voll geimpft - Spahn mit mahnendem Appell auf Twitter +++ RKI registriert 2768 Neuinfektionen — Inzidenz bei 15,0 +++ Nena-Konzert abgesagt +++
Veröffentlicht:28.07.2021, 11:00
Aktualisiert:28.07.2021, 20:50

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg : ca.2.200 (504.603 Gesamt - ca. 492.000 Genesene - 10.385 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.385
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 12,2
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland : ca. 20.400 (3.761.169 Gesamt - ca. 3.649.100 Genesene - 91.586 Todesfälle )
  • Todesfälle : 91.586
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 15,0

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Zahl der Jugendlichen mit depressiven Symptomen im ersten Lockdown gestiegen (12.12 Uhr)
  • Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland vollständig geimpft (10.53 Uhr)
  • RKI gibt Impfempfehlungen für Menschen in Hochwassergebieten (18.35 Uhr)
  • EU-Kommission unterschreibt Vertrag für Corona-Medikament (13.38 Uhr)

Das war's für heute, morgen haben wir wieder News zur Corona-Pandemie für Sie.

++ Hohenlohekreis erreicht als erste Region Inzidenzwert von 35

(19.45 Uhr) Der Hohenlohekreis hat als erste Region des Landes den Schwellenwert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz erreicht. Die Region droht damit in die Inzidenzstufe 3 zu rutschen. Wird der Schwellenwert an fünf Tagen infolge überschritten, müssen in der Region härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie ergriffen werden. Das hätte Konsequenzen für private und öffentliche Veranstaltungen sowie für die Besucherzahl und die Nachweise zum Beispiel in Freizeitparks, Schwimmbädern, Galerien und Museen sowie für Restaurants, den Einzelhandel und Hotels.

Die politisch relevante Inzidenz-Marke von 35 ist somit das erste Mal seit Mitte Juni wieder erreicht worden. Die 35-er Stufe war Anfang Juni neu eingeführt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche an.

Der Hohenlohekreis hatte die stark steigenden Fallzahlen zuletzt mit zwei Virus-Ausbrüchen in einer Sisha-Bar und einem Club im Raum Öhringen erklärt. "Aufgrund oft unvollständiger, falsch hinterlegter oder teilweise nicht vorhandener Kontaktdaten ist eine umfassende Kontaktpersonennachverfolgung durch die Fallermittlung des Gesundheitsamtes nicht möglich", zeigte sich Landrat Matthias Neth (CDU) verstimmt.

++ RKI gibt Impfempfehlungen für Menschen in Hochwassergebieten

(18.35 Uhr) Betroffene und Helfer in den Gebieten der Flutkatastrophe sollten laut Robert Koch-Institut (RKI) prüfen, ob sie gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) und Hepatitis A geimpft sind . In den Regionen steige das Risiko für diese Erkrankungen, twitterte die Gesundheitsbehörde. Als Gründe wurden die Verletzungsgefahr bei den Aufräumarbeiten und der mögliche Kontakt mit Abwasser genannt. Auch wer noch keine Covid-19-Impfung erhalten habe, solle sich impfen lassen , appellierte das RKI. "Wichtig bei Notfallimpfungen: Sie können zeitgleich zu einer Covid-19-Impfung andere Impfungen erhalten", hieß es.

++ Ausweitung der Testpflicht in Frankreich wohl ab zweiter Augustwoche

(16.34 Uhr)  Frankreichs Regierung plant die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eine Genesung nun erst zum 9. August. Das gab Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris bekannt. Ursprünglich war die Verschärfung der Hygienevorschriften für den Besuch von Bars, Cafés und Restaurants sowie Fahrten mit Fernzügen und Reisebussen zum Monatsanfang vorgesehen gewesen. D er von Premierminister Jean Castex eingeschaltete Verfassungsrat will sich jedoch erst am 5. August zu den beschlossenen Regelungen äußern.

Die von Staatschef Emmanuel Macron angekündigten strengeren Corona-Regeln sind in Frankreich umstritten. Landesweit mehr als 160 000 Menschen gingen am vergangenen Wochenende inmitten der Urlaubssaison dagegen auf die Straße. Die Mobilisierung für erneute Proteste am kommenden Samstag läuft. Erst zu Beginn der Woche hatte das französische Parlament das Gesetz gebilligt , das die Ausweitung der Nachweispflicht sowie eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal festschreibt.

Frankreich kämpft derzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Die Zahl der Neuinfektione n pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche kletterte in einzelnen Gegenden auf mehr als 400 .

++ Keine Quarantäne mehr für geimpfte EU-Bürger in England ab 2. August

(16.08 Uhr) Vollständig geimpfte EU-Bürger müssen bald in England nach der Einreise nicht mehr in Quarantäne gehen. " Wir helfen Menschen, die in den USA oder europäischen Ländern leben, sich mit ihren Familien und Freunden im Vereinigten Königreich wiederzuvereinigen ", schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Mittwoch auf Twitter. Ab dem 2. August müssten Ankommende aus Ländern auf der sogenannten "gelben Liste" nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft seien. Vor der Einreise und an Tag 2 nach der Einreise sind weiterhin Tests fällig.

In England gilt bislang für ausländische Reisende aus Ländern von der gelben Liste - auf der auch Deutschland trotz niedriger Corona-Zahlen weiterhin steht - eine strikte Quarantänepflicht . Ankommende müssen sich für mindestens fünf Tage isolieren, auch wenn sie vollständig geimpft sind.

Premierminister Boris Johnson sei besorgt, sein Land könne seinen "Impfbonus" einbüßen und hinter Europa zurückfallen , hieß es vor der Ankündigung bereits in der "Times". In vielen EU-Ländern gelten bereits seit Monaten gelockerte Bestimmungen für geimpfte Reisende.

Da die Corona-Politik im Vereinigten Königreich Ländersache ist, werden die Regeln zunächst nur für England gelten . Schottland, Wales und Nordirland könnten jedoch folgen.

Für Ankommende aus Ländern auf der "roten Liste", der höchsten Risikokategorie, werden voraussichtlich keine Lockerungen gelten . Sie müssen sich weiterhin auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben.

++ Händler von Nahrungsergänzungsmitteln werben mit Corona-Schutz

(14.07 Uhr) Mehrere Online-Händler und Apotheken haben in Baden-Württemberg die Angst vor dem Coronavirus für ihre Werbung genutzt. Sie warben damit, dass Nahrungsergänzungsmittel vor dem Virus schützen . Das geht aus dem Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung 2020 hervor, der am Mittwoch in Stuttgart vorgestellt wurde.

Der Bericht listet 19 solcher Fälle auf . Die Händler verlinkten demnach unter anderem Informationen zum Coronavirus mit ihren Online-Shops oder nutzten Abbildungen, die zeigen, wie das Virus bekämpft wird.

++ Baerbock befürwortet geplante Testpflicht für Reiserückkehrer

(13.54 Uhr) Die Kanzlerkandidatin der Grünen äußert sich zu den steigenden Zahlen und dem Streitthema der Tests für Urlauber. Ihre Haltung dazu gründet auf Fehlern, die im vergangenen Sommer gemacht worden seien.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

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++ EU-Kommission unterschreibt Vertrag für Corona-Medikament

(13.38 Uhr) Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag mit der Pharmafirma GlaxoSmithKline unterschrieben, um ein Medikament gegen Corona zu beschaffen. Deutschland und 15 weitere EU-Länder beteiligen sich an der Ausschreibung für den Kauf des Mittels Sotrovimab für voraussichtlich 220 000 Behandlungen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Das Medikament wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA geprüft . Es kann den Angaben zufolge zur Behandlung bei leichten Symptomen verwendet werden.

Patienten die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigten, aber ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hätten, könnten von der Behandlung profitieren. Laufende Studien deuteten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung die Zahl der notwendigen Krankenhaus - oder gar Intensivstationsaufenthalte reduzieren könnte. Gemäß dem Vertrag können die EU-Staaten Sotrovimab erwerben, sobald es entweder in dem betreffenden Land eine Notfallgenehmigung oder eine bedingte Marktzulassung der EMA erhalten hat.

++ Zahl der Jugendlichen mit depressiven Symptomen im ersten Lockdown gestiegen

(12.12 Uhr) Die Zahl der Jugendlichen mit Anzeichen einer Depression ist laut einer Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im ersten Corona-Lockdown im vergangenen Jahr deutlich angestiegen.

In der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen habe sich der Anteil damals von zehn Prozent auf etwa 25 Prozent erhöht , teilte das Institut am Mittwoch in Wiesbaden unter Verweis auf eine von ihm verfasste Studie zur Corona-Belastung von Kindern und Eltern mit.

Laut Hochrechnungen sei die Gesamtzahl der bundesweit betroffenen Jugendlichen damals dementsprechend auf rund 477.000 gestiegen , berichtete das Institut weiter.

Für seine Untersuchung, die sich unter anderem auch mit den Auswirkungen von Schulschließungen auf Bildungsstand und Familien befasste, nutzte es wiederum Analysen aus dem sogenannten Familienpanel pairfam aus dem Frühsommer 2020.

Das Bundesinstitut wies zugleich darauf hin, dass die Werte auf Selbsteinschätzungen der Jugendlichen zu typischen depressiven Symptomen beruhten . Nicht alle Betroffenen seien an Depressionen erkrankt.

Gleichwohl deuteten die Ergebnisse an, dass die Folgen von Schulschließungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen „offensichtlich gravierender“ seien als bisher angenommen. Das Offenhalten von Schulen müsse „Priorität“ haben.

++ Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland vollständig geimpft

(10.53 Uhr) Bei den Corona-Impfungen hat jetzt mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland den kompletten Schutz. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Mittwoch 41,8 Millionen Menschen oder 50,2 Prozent der Gesamtbevölkerung .

Mindestens eine erste Dosis erhalten haben demnach inzwischen 50,9 Millionen Menschen oder 61,1 Prozent der Bevölkerung. Minister Jens Spahn (CDU) rief erneut dazu auf, Impfangebote zu nutzen. "Je mehr sich jetzt impfen lassen, desto sicherer werden Herbst und Winter! ", schrieb er bei Twitter.

++ Impfungen für Kinder ab 12 Jahren in Ulm

(09.40 Uhr) Wenn die Menschen nicht zum Impfen kommen, dann müssen die Ärzte eben zu den Menschen gehen . Getreu diesem Motto hat die Stadt Ulm heute begonnen, mit mobilen Impfteams Kinder ab 12 Jahren in ihren Schulen zu impfen. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video von Regio TV.

++ New Yorker Metropolitan Opera öffnet in kommender Spielzeit nur für Geimpfte

(06.42 Uhr) Die New Yorker Metropolitan Opera lässt in der kommenden Spielzeit nur geimpfte Zuschauer ein. Sowohl Publikum als auch die auftretenden Künstler müssen einen vollständigen Impfschutz vorweisen , wie das Haus am Dienstag inmitten der Debatte um die Impfpflicht in den USA mitteilte. „Die Met wird ein vollständig geimpftes Haus sein“, erklärte die Met in einer E-Mail an ihre Besucher.

Kinder unter zwölf Jahren - die derzeit nicht geimpft werden dürfen - dürfen das Haus nicht betreten , auch wenn die sie begleitenden Erwachsenen geimpft sind. Die Met beschäftigt mehr als 3000 Mitarbeiter und ist damit die größte Organisation für darstellende Künste in den Vereinigten Staaten. Sie ist seit Pandemie-Beginn im März 2020 geschlossen. Die Leitung hofft, Ende September wieder öffnen zu können.

Angesichts steigender Corona-Zahlen wegen der Delta-Variante und einer stockenden Impfkampagne ist in den USA eine Debatte um eine Impfpflicht aufgekommen. Die Stadt New York und der Bundesstaat Kalifornien kündigten an, dass sich die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes entweder impfen lassen oder wöchentliche Corona-Tests machen müssen . Das US-Ministerium für Veteranenangelegenheiten erließ als erste Bundesbehörde eine Impfpflicht für sein Gesundheitspersonal .

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++ Kleine Änderung bei Corona-Quarantäne bei Einreisen

(06.30 Uhr) Bei den Corona-Regeln für Einreisen nach Deutschland gilt ab Mittwoch eine kleinere Änderung bei Quarantäne-Vorgaben. Wer aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten kommt, kann die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne nun mit einem negativen Test vorzeitig beenden , wenn die Region noch während der Quarantänezeit herabgestuft wird — zu einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet mit hohen Infektionszahlen. Grundsätzlich ist vorzeitiges „ Freitesten “ für Einreisende aus Virusvariantengebieten sonst nicht möglich.

Welche Regionen die Bundesregierung als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete mit Vorgaben zu Tests und Quarantäne erklärt, veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) im Internet . Derzeit sind unter anderem Südafrika und Brasilien Virusvariantengebiete.

++ RKI registriert 2768 Corona-Neuinfektionen — Inzidenz bei 15,0

(06.01 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 15,0 — am Vortag betrug der Wert 14,5, beim jüngsten Tiefststand vom 6. Juli waren es 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2768 Corona-Neuinfektionen , wie aus den Zahlen weiter hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2203 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden .

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet . Vor einer Woche waren es 19 Tote gewesen.

Das waren die letzten Meldunen von Dienstag:

++ Zahl der Corona-Toten in Großbritannien auf Tageshoch seit März

(18.48 Uhr)  In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Dienstag meldeten die Behörden den Tod von 131 Menschen , das waren so viele wie seit dem 17. März nicht. Damals starben 141 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer Corona-Infektion. In den vergangenen sieben Tagen gab es landesweit 480 Corona-Tote, 40 Prozent mehr als in der Vorwoche.

"Dies liegt unter anderem an der hohen Fallzahl, die in den vergangenen Wochen registriert wurde", sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle. "Wir wissen, dass Todesfälle folgen, wenn es eine hohe Anzahl von Neuinfektionen gibt, und die Daten von heute zeigen, dass wir uns immer noch in der dritten Welle befinden. "

Allerdings gibt es Anlass für vorsichtigen Optimismus. Am Dienstag sank die Zahl der Neuinfektionen den siebten Tag in Folge. Knapp 230 000 Neuinfektionen in einer Woche bedeuten ein Minus von gut 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Experten sind allerdings unsicher, worauf der Rückgang zurückzuführen ist. Als mögliche Gründe gelten der Beginn der Schulferien, die hohe Zahl von Schülern in Selbstisolation in den Wochen vor den Ferien und das Ende der Fußball-Europameisterschaft, als viele Menschen gemeinsam in Pubs die Spiele schauten. Allerdings gibt es auch die Befürchtung, dass sich weniger Menschen auf das Coronavirus testen lassen , um ihre Sommerferien nicht zu riskieren, und dass es eine hohe Dunkelziffer Infizierter gibt.

++ Nach Äußerungen zu Corona-Regeln: Nena-Konzert in Wetzlar abgesagt

(17.16 Uhr) Nach den umstrittenen Äußerungen von Popsängerin Nena zu den Corona-Regeln bei einem Konzert nahe Berlin hat der Veranstalter eines Konzertes im hessischen Wetzlar den geplanten Auftritt der 61-Jährigen gestrichen. Das Nena-Konzert am 13. September beim Strandkorb Open Air werde abgesagt, hieß es auf der Homepage. Bei ihrem Auftritt am Sonntag im brandenburgischen Schönefeld bei Berlin hatte sich Nena über die dortigen Hygienevorschriften geäußert.

"Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen , weil ihr nicht in eure (...) Boxen geht", sagte Nena laut Zeitungsbericht und Videos. "Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Es darf jeder frei entscheiden, genauso w ie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht. "

Der Veranstalter des Strandkorb Open Airs in Wetzlar distanzierte sich nun von Nenas Aussagen und ihrem Auftreten. " Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat mit den Strandkörben s timmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein, das eigens für diese Reihe coronakonform konzipiert worden ist." Die Tickets für das Konzert am 13. September können zurückgegeben werden.

"Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen ", erläutert Dennis Bahl die Absage an die Künstlerin. Wichtig sei, den Besuchern ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

++ Starker Rückgang der Corona-Infektionen in den Niederlanden

(16.50 Uhr) Die Niederlande haben einen starken Rückgang bei Neuinfektionen registriert. In den vergangenen sieben Tagen wurden mehr als 37 000 neue Corona-Infektionen festgestellt, etwa 46 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach be i 215 Fällen pro 100 000 Einwohnern , in der Vorwoche bei fast 400. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert aktuell bei 14,5. Nach dem Wochenbericht des RIVM stiegen aber die Patientenzahlen in Krankenhäusern stark an.

Seit Dienstag gelten die Niederlande und Spanien als Hochinzidenzgebiete. Wer aus diesen Ländern zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist , muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Nachdem die Regierung in Den Haag fast alle Corona-Maßnahmen Ende Juni aufgehoben hatte, war die Zahl der Neuinfektionen Anfang Juli explosionsartig gestiegen , die Inzidenz erreichte einen Spitzenwert von mehr als 415. Die Regierung zog darauf die Notbremse und ließ Diskotheken und Bars schließen. Auch Festivals und Partys wurden wieder verboten. Diese Maßnahmen sollen vorerst bis zum 13. August gelten.

++ Kretschmann sagt Einschränkungen für Ungeimpfte voraus

(15.06 Uhr) Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat kurz vor einer Schalte mit den unionsgeführten Ländern zum Kampf gegen die Corona-Pandemie Einschränkungen für Nicht-Geimpfte in Aussicht gestellt. "Die, die sich nicht impfen lassen, müssen damit rechnen, dass der Zugang zu Veranstaltungen, Institutionen, erschwert ist ", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

Ungeimpfte müssten außerdem damit rechnen, dass sie sich an den Kosten für Tests beteiligen müssen , sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht wurde. Vollständig Geimpften werde man hingegen maximale Freiheiten geben, soweit das möglich sei. Allerdings werde man von der Einhaltung der AHA-Regeln nicht abrücken können.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Dienstag +++

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