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Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Freitag

Ravensburg / Lesedauer: 18 min

+++ Landesregierung verteidigt Impfstrategie mit Blick auf Lieferengpässe +++ Bund und Länder beraten Dienstag über Verschärfungen +++ Biontech darf in Marburg produzieren, liefert aber weniger +++
Veröffentlicht:15.01.2021, 06:40
Aktualisiert:15.01.2021, 22:21

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 36.400 (270.036 Gesamt - ca. 227.700 Genesene - 5.978 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 5.978
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 131,1
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland : ca. 314.900 (2.000.958 Gesamt - ca. 1.641.200 Genesene - 44.994Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 44.994
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 146,1

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Gesundheitsministerium sieht sich für Impf-Lieferengpässe gewappnet (17.54 Uhr)
  • Biontech darf in Marburg produzieren, liefert aber erst einmal weniger (16.12 Uhr)
  • Bund und Länder beraten schon Dienstag über Corona-Verschärfungen (14.45 Uhr)
  • Corona-Warn-App wird ausgebaut und läuft auf deutlich mehr Handys (14.20 Uhr)
  • Oberschwabenklinik optimistisch, Corona-Lage weiterhin zu beherrschen (14.15 Uhr)
  • Deutlich mehr Sterbefälle in Deutschland als in den vergangenen Jahren (12.53 Uhr)
  • Bundespräsident Steinmeier ruft zu mehr Homeoffice auf (12.06 Uhr)

Das war's für heute. Vielen Dank fürs Lesen. Morgen versorgen wir Sie wieder mit den wichtigsten Informationen zur Corona-Lage.

++ Fast 2000 neue Corona-Fälle im Südwesten — 72 weitere Tote

(18.53 Uhr) Binnen eines Tages ist die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg um weitere 1938 Fälle gestiegen . Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 271 961 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Fallzahlen bleiben demnach auf erhöhtem Niveau. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 72 auf insgesamt 6049. Als genesen gelten 226 102 ehemals Infizierte.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tages-Inzidenz) liegt bei 123,1. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert beträgt 1,05. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über dem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 — ab jenem Wert gilt eine Kommune als Risikogebiet.

++ US-Forscher: Bereits mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

(18.52 Uhr) Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus . Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Freitag 1,98 Millionen bestätigte Todesfälle.

++ Gesundheitsministerium sieht sich für Impf-Lieferengpässe gewappnet

(17.54 Uhr) Angesichts der Lieferschwierigkeiten des Corona-Impfstoffs sieht sich das baden-württembergische Gesundheitsministerium in seinem viel kritisierten Impfmanagement bestätigt . Das Land hält im Gegensatz zu anderen Ländern die Hälfte der Impfdosen zurück, um die zweite Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten der Hersteller garantieren zu können . Kritiker hatten sich deshalb beschwert, dass es zu langsam vorangehe im Südwesten. „Wir haben viel Prügel eingesteckt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Jetzt fühle man sich bestätigt. „Wir wollen die zweite Impfdosis vorhalten.“ Bislang seien rund 100.000 Menschen im Südwesten geimpft worden.

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs . Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt, außer den USA beliefert.

++ Zugang zur Uniklinik nur noch mit negativem Corona-Test

(17.47 Uhr) Besucher müssen außerdem eine FFP2-Maske tragen. Schon jetzt brauchen Gäste eine Ausnahmegenehmigung.

+++ Lesen Sie den vollständigen Artikel hier. +++ (Frei)

++ Biontech darf in Marburg produzieren, liefert aber erst einmal weniger

(16.12 Uhr) Das Mainzer Unternehmen Biontech darf in seinem neuen Werk in Marburg Corona-Impfstoff herstellen. Das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe die Produktion des Mittels in der Anlage in der mittelhessischen Stadt genehmigt, teilte die hessische Landesregierung am Freitag in Wiesbaden mit. Biontech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe .

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an.

Das US-Unternehmen Pfizer verringert derweil für drei bis vier Wochen die Lieferungen des Impfstoffs seines Kooperationspartners Biontech. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Freitagnachmittag in Berlin mit. Grund seien Umbaumaßnahmen im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, mit denen längerfristig die Produktionsmengen dort erhöht werden sollten, hieß es weiter.

++ Bund und Länder beraten schon Dienstag über Corona-Verschärfungen

(14.45 Uhr) Aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Bereits am kommenden Dienstag ist dazu eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Ursprünglich war die nächste Beratung erst für den 25. Januar vorgesehen. Auch angesichts einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante mehren sich nun aber Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen — ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis 31. Januar vorgesehen.

Seibert sagte, die Zahl der Neuinfektionen sei weiterhin viel zu hoch. Dazu komme das neue Risiko einer Virus-Mutation, die in Irland und Großbritannien zu einem extremen Anstieg der Fälle geführt habe. Nötig sei, noch mehr zu tun, um Kontakte zu reduzieren. Dazu gehöre eine stärkere Nutzung von Homeoffice . Auch im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) mit Bussen und Bahne n gehe es darum, Wege zu finden, wie Kontakte unter Fahrgästen ausgedünnt werden könnten. Dies heiße aber nicht, den ÖPNV einzustellen, betonte der Regierungssprecher.

++ Corona-Warn-App wird ausgebaut und läuft auf deutlich mehr Handys

(14.20 Uhr) Die Funktionen der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes werden in den kommenden Wochen signifikant erweitert . Außerdem soll die App ab Mitte Februar auch auf den älteren iPhone-Modellen 5s und 6 laufen können. Das kündigte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag an.

Zu den neuen Funktionen gehört ein Dashboard, auf dem aktuelle Informationen über das Infektionsgeschehen zur Verfügung gestellt werden sollen. Danach soll die App um eine Darstellung der Begegnungshistorie erweitert werden. Dabei geht es darum, die App-Nutzer genauer über den Zeitpunkt von Risikobegegnungen zu informieren. Diese Funktion werde im Einklang mit dem geltenden Datenschutz umgesetzt. Als dritte Neuerung wird die Schnittstelle von Apple für die älteren iPhone-Modelle 5s und 6 auch auf der Corona-Warn-App des Bundes umgesetzt. Durch diese Änderung alleine wachse der Pool von kompatiblen Smartphones in Deutschland um bis zu vier Millionen Endgeräte.

++ Chefarzt der Obeschwabenklinik sieht Corona-​Lage in nächster Zukunft beherrschbar

(14.15 Uhr) Im Gespräch mit Landrat Harald Sievers hat sich der Chefarzt der Anästhesie an der Oberschwabenklinik, Andreas Straub, zuversichtlich gezeigt: „ Die Versorgung von Corona-Patienten in allen Abteilungen der Oberschwabenklinik ist auch in nächster Zukunft beherrschbar .“

Der Fokus liegt auf der Behandlung von Corona-Patienten, sagt Straub. Zum einen seien durch Umschichtungen neue Kapazitäten geschaffen worden, zum anderen gebe es eine Dringlichkeitsliste. Behandelt würden zum Beispiel Akutfälle wie Knochenbrüche, Herzinfarkte oder Tumore. Andere Behandlungen würden verschoben. „In meinem Bereich haben wir auf der Intensivstation normalerweise 18 Betten – davon ist die Hälfte belegt. Und wir haben die Kapazität verdoppelt “, so Straub. „In anderen Bereichen sieht es ähnlich aus.“ Alles zur Lage in Ravensburg und den dortigen Impfstart lesen Sie hier.

++ In Aalen wird Strategie für Impfzentrum vorgestellt

Am 22. Januar startet in der Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen der Betrieb des Kreisimpfzentrums. Die Kreisärzteschaft, Politiker, das Deutsches Rotes Kreuz und die Malteser haben heute die Imfstrategie, die Organisation, den Ablauf und die Terminvergabe vorgestellt.

Neben einer Aufklärungsvideo müssen sich in den nächsten Wochen die über 80-Jährigen Menschen auf der Ostalb auf ein persönliches Aufklärungsgespräch mit einem Arzt gefasst machen. Dadurch wird sicher gegangen, dass chronisch Erkrankte keinem Risiko ausgestetzt sind. Alles zum Impfen in Aalen finden Sie hier.

++ Deutlich mehr Sterbefälle in Deutschland als in den vergangenen Jahren

(12.53 Uhr) Ende des vergangenen Jahres sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Sterbefallzahlen in der Woche vor Weihnachten um 24 Prozent über dem Mittel. In Sachsen haben sich die Zahlen sogar verdoppelt.

Die vorläufigen Zahlen der Sonderauswertung lagen am Freitag bis zur 51. Kalenderwoche vor, das war vom 14. bis 20. Dezember 2020. In dieser Woche starben mindestens 23 550 Menschen - 4568 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen 25 Prozent über dem Schnitt gelegen.

„Die Zahl der Todesfälle von Personen, die zuvor laborbestätigt an Covid-19 erkrankt waren, steigt seit Anfang Oktober von Woche zu Woche an“, berichteten die Statistiker am Freitag. In der 51. Kalenderwoche gab es insgesamt 4484 beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Covid-19-Todesfälle.

„Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen “, stellten die Wiesbadener Statistiker fest. „Die Differenz zum Durchschnitt der vier Vorjahre nimmt dort seit Oktober von Woche zu Woche deutlich zu.“ In der 41. Kalenderwoche Anfang Oktober hatte die Zahl der Sterbefälle noch unter dem Durchschnitt gelegen . In der 51. Kalenderwoche hat sich die Zahl - bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre für diese Woche - mehr als verdoppelt: um 109 Prozent beziehungsweise 1226 Todesfälle.

Auch in Brandenburg (plus 41 Prozent), Hessen (plus 32 Prozent) und Thüringen (plus 36 Prozent) lag die Zahl der Sterbefälle weit über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Das Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen meldet derzeit für die 51. Kalenderwoche eine außergewöhnlich hohe Übersterblichkeit für die Schweiz und Slowenien . Eine hohe Übersterblichkeit wird für Italien, die Niederlande, Österreich und Portugal gemeldet.

++ Bundespräsident Steinmeier ruft zu mehr Homeoffice auf

(12.06 Uhr) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Corona-Bedrohung zu mehr Arbeiten im Homeoffice aufgerufen. „Ermöglichen Sie das Arbeiten von zuhause aus“, appellierte er am Freitag in Berlin an die Arbeitgeber. Auch am Arbeitsplatz müssten die Kontakte reduziert werden. „ Weniger ist mehr, gerade in diesen Tagen.

Die Beschäftigten rief der Bundespräsident in seinem gemeinsamen Appell mit den Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften dazu auf, das Angebot von Homeoffice zu nutzen. „Gehen Sie nicht ins Büro, wenn Sie nicht zwingend müssen“, sagte Steinmeier. Von zuhause aus zu arbeiten, schütze auch die Kolleginnen und Kollegen.

++ Mehr Traueranzeigen in Zeitungen

(11.00 Uhr) Seit Ausbruch der Corona-Pandemie veröffentlichen deutsche Zeitungen zeitweise mehr Traueranzeigen als gewöhnlich. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat seine Anzeigenumfang-Statistiken bis einschließlich Oktober 2020 eingesehen und teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur das Ergebnis mit: „Danach gibt es in den „Corona-Monaten“ April, Mai, September und Oktober tatsächlich einen signifikanten Anstieg bei den Familienanzeigen gegenüber dem Vorjahr. Das ist ungewöhnlich und beruht vermutlich in der Tat auf einer gestiegenen Anzahl von Todesanzeigen.“ Den ganzen Text lesen Sie hier.

+++ 300 Millionen Euro vom Land sollen Firmen bei Innovationen helfen

(10.55 Uhr) 300 Millionen Euro Fördergeld vom Land sollen heimischen Unternehmen in der Coronakrise einen Schub geben und ihnen bei Investitionen in Zukunftstechnologien helfen. Seit Freitag können Firmen Anträge für das Programm „Invest BW“ stellen, das nach Angaben des Wirtschaftsministeriums aus zwei Linien besteht: Für die Erforschung und Entwicklung von Innovationen gibt es bis zu fünf Millionen Euro Zuschuss.

Maximal eine Million Euro können Unternehmen für Investitionen bekommen, zum Beispiel, wenn sie sich vergrößern oder einen neuen Standort aufbauen wollen.

++ Zustimmung zu Corona-Maßnahmen und Impfbereitschaft wächst

(10.33 Uhr) Die Zustimmung zu den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist einer Umfrage zufolge nach deren Verschärfung gewachsen. Im neuen ZDF-„Politbarometer“ sagten 51 Prozent der Befragten, die derzeit geltenden Maßnahmen seien gerade richtig , wie der Sender am Freitag mitteilte. Das sind 16 Prozentpunkte mehr als Anfang Dezember, als weniger einschneidende Beschränkungen galten.

In der neuen Erhebung gaben 28 Prozent an, sie fänden eine weitere Verschärfung richtig - Anfang Dezember hatten sich 49 Prozent dafür ausgesprochen. Zugleich stieg der Anteil derjenigen, die die Maßnahmen für übertrieben halten, von 13 auf 18 Prozent.

In den vergangenen Wochen hat zudem die Bereitschaft zugenommen, sich gegen das neuartige Coronavirus impfen zu lassen: Im „Politbarometer“ von Ende November hatten lediglich 51 Prozent der Teilnehmer gesagt, sie wollten sich impfen lassen. In der aktuellen Erhebung sind es 67 Prozent .

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++ Infektiologe fordert Öffnung der Grundschulen

(10.18 Uhr) Ein Kinderinfektiologe hält die Öffnung von Grundschulen für unbedenklich. „Aus meiner Sicht glaube ich, dass man die Grundschulen im Moment sicher aufmachen könnte“, sagte Johannes Hübner vom Haunerschen Kinderspital am Klinikum der Universität München dem Bayerischen Rundfunk. „ Je kleiner die Kinder sind, desto geringer das Risiko , dass sie das Virus übertragen.“

Die Kinder leiden unter dem Unterrichtsausfall und weisen Defizite auf , wie Hübner betonte. Deshalb „sollte man so bald wie möglich die Grundschulen wieder aufmachen und dann auch sobald wie möglich die weiterführenden Schulen.“

Der Koordinator der Studie Covid-Kids-Bavaria untersucht über mehrere Monate das Infektionsgeschehen an bayerischen Grundschulen.

Alle Schulen in Bayern sind bis mindestens 31. Januar geschlossen . Die Kinder müssen von zu Hause aus lernen, nur eine Notbetreuung findet statt.

++ Corona-Inzidenz in 25 Landkreisen und Städten in Bayern über 200

(07.45 Uhr) In 25 bayerischen Landkreisen und Städten liegen die Corona-Infektionszahlen laut Robert Koch-Institut (RKI) über der wichtigen Grenze von 200 pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Den höchsten Wert im Freistaat erreichte am Freitag demnach die Stadt Bayreuth mit 323,6. Dahinter folgten die Landkreise Rottal-Inn (310,3), Kulmbach (286,4) und Regen (270,0).

Ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen greifen strengere Maßnahmen gegen das Virus . So sind dann Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern rund um den Wohnort möglich.

Erst wenn der Wert mindestens sieben Tage in Folge unterschritten wird, können die Behörden diese Regel wieder außer Kraft setzen. Sie kann also auch noch in Städten und Landkreisen gelten, in denen die Zahl von 200 wieder unterschritten ist.

++ Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

(06.41 Uhr) — In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert . Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab.

Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000 958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 1113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden.

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig , weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 146,1 .

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 287,6 und Sachsen mit 274,1. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,7.

++ Bundeswehr prüft „Duldungspflicht“ für Corona-Impfung

(06.12 Uhr) Die Bundeswehr prüft eine Ausweitung der für Soldaten geltenden Impfpflicht auf den Schutz gegen das Coronavirus. Eine Entscheidung dazu werde vorbereitet, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Der „Spiegel“ hatte bereits im Dezember berichtet, dass der Generalarzt der Bundeswehr empfohlen habe, die Impfung gegen das Virus in den sogenannten Basisimpfschutz für alle Soldaten aufzunehmen .

Der Impfschutz hat sich aus Sicht des Militärs insbesondere bei den Immunisierungen der Kontingente für die Auslandseinsätze bewährt. „Durch die besonderen Bedingungen des engen Zusammenlebens in den Einsätzen und auch in Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland sind Soldatinnen und Soldaten per se einem relativ höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als andere Bevölkerungsgruppen“, sagte der Sprecher.

„Deshalb zielen Impfungen in der Bundeswehr immer gleichzeitig auf den Schutz der Gemeinschaft und des Individuums ab und die Duldungspflicht ist ein wichtiges Instrument, um die notwendigen Impfraten für eine Herdenimmunität zu erreichen.“

Das waren die letzten Meldungen am Donnerstag:

++ Betrüger geben sich als Impfteam aus

(21.20 Uhr) Kriminelle nutzen die derzeitige Corona-Impfkampagne aus, um Senioren um ihre Ersparnisse zu betrügen. Darauf haben am Donnerstag die Stadt Augsburg und das niederbayerische Polizeipräsidium hingewiesen.

Professionell organisierte Betrüger versuchten derzeit wegen angeblicher Impftermine Zugang zu Wohnungen von Rentnern zu erhalten , warnte die Augsburger Stadtverwaltung. Dabei fänden derzeit überhaupt keine Impfungen in Privathäusern statt. Die Impfteams seien nur in Pflegeheimen unterwegs . Darüber hinaus müssten die Bürger zum Impfzentrum kommen. Wer wegen vermeintlicher Impftermine zu Hause kontaktiert werde, solle die Polizei rufen.

Das Straubinger Polizeipräsidium berichtete, dass die Betrüger älteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie mit verschiedenen Tricks Geld abnehmen wollen . Dazu gehöre, dass für Impfungen eine Vorab-Gebühr zu zahlen sei. In anderen Fällen wird behauptet, Geld müsse wegen der Corona-Krise abgehoben und anderweitig verwahrt werden.

Oder falsche Polizisten behaupten, eine drohende Anzeige wegen der Corona-Bestimmungen könne nur durch die Zahlung einer größeren Summe abgewendet werden. Das Polizeipräsidium empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen aufzulegen.

++ Merkel für Corona-Krisengipfel mit Länder-Regierungschefs in der kommenden Woche

(20.45 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) drängt angesichts der angespannten Situation in der Corona-Pandemie auf einen raschen Krisengipfel mit den Regierungschefs der Länder . Sie sprach sich am Donnerstagabend bei einer CDU-Präsidiumssitzung für eine Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche aus, wie die Nachrichtenagentur AFP von Teilnehmern erfuhr. Sie plädierte zudem für Verschärfungen der Regeln. Das Virus lasse sich nur mit deutlich zusätzlicher Anstrengung aufhalten, sagte Merkel demnach.

Der nächste Krisengipfel von Bund und Ländern ist eigentlich erst für den 25. Januar geplant . In Deutschland gilt seit Mitte Dezember ein harter Lockdown mit weitgehenden Schließungen im Handel und bei Dienstleistungen, in Schulen und Kitas sowie Kontaktbeschränkungen. Anfang Januar wurden die Maßnahmen verschärft und bis zum Monatsende verlängert.

Zuvor hatte bereits die „Bild“-Zeitung über eine Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche berichtet, möglicherweise am Mittwoch . Im Gespräch seien weitere Verschärfungen der Maßnahmen, unter anderem die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs .

++ Landtagswahl in Thüringen wird verschoben

(19.49 Uhr) Als Reaktion auf dramatisch hohe Corona-Infektionszahlen wird die Wahl des Thüringer Landtags auf den 26. September verschoben.

Darauf haben sich Linke, SPD, Grüne und CDU verständigt, wie ihre Spitzenpolitiker am Donnerstagabend in Erfurt mitteilten. Das Parlament soll damit nicht wie bisher geplant Mitte Februar - und damit mitten in der Pandemie - aufgelöst werden, um vorgezogene Neuwahl am 25. April zu ermöglichen .

Am 26. September wird auch der Bundestag, der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das Abgeordnetenhaus in Berlin gewählt . Thüringens Linke-Fraktions- und Landesparteichefin Susanne Hennig-Wellsow sagte, dies sei angesichts der pandemischen Situation der frühestmögliche Zeitpunkt.

+++ Lesen Sie den vollständigen Artikel hier. +++ (Frei)

++ Landkreis Ravensburg reißt kritischen Inzidenzwert von 200

(19.39 Uhr) Die deutlich steigenden Infektionszahlen im Kreis bereiten Sorge. Erstmals steigt der 7-Tage-Inzidenzwert auch in den amtlichen Statistiken über 200. Welche Auswirkungen das hat.

+++ Den vollständigen Artikel lesen Sie hier. +++ (Plus)

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