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Bremerhaven-Serie als warnendes Beispiel

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

Die Ravensburg Towerstars können am Freitag ins Play-off-Halbfinale einziehen – Letzte Saison fast ein 3:0 verspielt
Veröffentlicht:20.03.2014, 17:40
Aktualisiert:24.10.2019, 15:00

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Wenn alles nach Plan läuft, dann stehen die Ravensburg Towerstars am späten Freitagabend im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2. In der Serie „best of seven“ gegen den EV Landshut führen die Towerstars mit 3:1, am Freitag um 20 Uhr steht in der Ravensburger Eissporthalle Spiel fünf an. „Der Gegner hat nichts mehr zu verlieren“, warnt der Towerstars-Stürmer Daniel Menge . „Wir dürfen nicht nachlassen.“

Menge stand in der vergangenen Saison zwar noch nicht in Diensten der Towerstars. Erinnerungen an die Viertelfinalserie gegen Bremerhaven hat aber auch der 31-Jährige. Damals führte Ravensburg mit 3:0, doch Bremerhaven kam zurück und glich aus. Im siebten Spiel machten die Towerstars dann doch noch alles klar. „Natürlich ist das bei uns ein Thema“, sagt Menge. „Wenn wir nicht konzentriert sind, ist das siebte Spiel schnell da, das wollen wir alle vermeiden.“ Zudem hätten sich die Towerstars – ein Sieg am Freitag vorausgesetzt – eine einwöchige Pause verschaffen.

Genau da lauert für Trainer Petri Kujala aber die Gefahr, „Darüber dürfen wir uns keine Gedanken machen. Wir brauchen zuerst den vierten Sieg.“ Keinesfalls dürfe man jetzt schon in die Versuchung kommen zu überlegen, was man denn am Wochenende machen könne. „Landshut liegt quasi am Boden und kann ganz ohne Druck spielen“, sagt Kujala. Für den Trainer spielen daher auch am Freitag die gewohnten Kleinigkeiten eine Rolle: Zweikämpfe gewinnen, Chancen ausnutzen und keine unnötigen Strafen kassieren. „Der einzige Unterschied ist“, so Kujala, „dass diese Kleinigkeiten jetzt immer wichtiger werden.“

Qualität im Kader

Wichtig beim 7:3-Erfolg der Towerstars in Landshut am Dienstag war der starke Auftritt der zweiten Reihe. Marko Friedrich schoss ein Tor, Daniel Menge sogar deren drei. „Das brauchen wir“, sagt Kujala. „Mit nur einer starken Reihe hast du keine Chance.“ Für den Trainer war es keine Überraschung, dass Friedrich, Menge und Konstantin Schmidt sowie die dritte Reihe (Christopher Oravec, Stefan Vogt, Andreas Farny) zuletzt für wichtige Tore verantwortlich waren. „Über Friedrich, Schmidt und Vogt wurde letzte Saison viel geredet“, sagt Kujala. „Sie hatten damals eine starke Phase, in dieser Saison sind sie aber viel stabiler geworden.“ Damit geben sie den Towerstars mehr Tiefe und Qualität im Kader und dem Trainer zahlreiche Optionen.

Die Landshuter wollen derweil zeigen, dass sie deutlich mehr draufhaben, als sie am Dienstag vor eigenem Publikum gezeigt haben. „So eine Leistung ist nicht zu akzeptieren“, sagte der EVL-Geschäftsführer Christian Donbeck laut „Landshuter Zeitung“. Vor dem Donnerstagstraining gab es daher in Landshut eine Art Krisensitzung. Die Ravensburger schauen jedoch nur auf sich. „Wenn wir konzentriert bleiben und so gut spielen wie am Dienstag“, sagt Ravensburgs Menge, „dann machen wir am Freitag den Sack zu.“

Kartenvorverkauf: Unabhängig vom Ausgang der Partie am Freitag haben die Ravensburg Towerstars in den Play-offs mindestens ein weiteres Heimspiel – entweder Spiel sieben im Viertelfinale gegen Landshut oder Spiel zwei im Halbfinale. Für diese Partie hat der Vorverkauf begonnen. Bis Samstag, 22. März, 14 Uhr haben Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht. Die Tickets gibt es im Internet ( www.reservix.de ), im Fanshop (Marktstraße 41) oder am Freitag vor der Partie sowie in der ersten Drittelpause an den Abendkassen.

Kooperation: Die Ravensburg Towerstars kooperieren auch in der kommenden Saison mit den Augsburger Panthern aus der Deutschen Eishockey-Liga. Das geben die Ravensburger am Donnerstag bekannt. „Nach den guten Erfahrungen im ersten Jahr der Partnerschaft stehen damit auch künftig die Ausbildung und Weiterentwicklung junger talentierter Spieler im Fokus beider Clubs“, heißt es in der Mitteilung. In dieser Saison haben vier Spieler von der Kooperation profitiert. Der Towerstars-Goalie Matthias Nemec bestritt zwei DEL-Spiele für Augsburg. Die Panther-Akteure Manuel Kindl, Andreas Farny und Maximilian Schäffler liefen für die Towerstars auf. „Unsere jungen Spieler können in Ravensburg Spielpraxis sammeln, die Talente der Towerstars bei uns DEL-Luft schnuppern“, sagt Augsburgs Trainer Larry Mitchell. In der Sommerpause entscheiden beide Vereine, wer eine Förderlizenz erhält.