Dorfleben

Die kulturelle Seite des Dorflebens

Michelwinnaden / Lesedauer: 2 min

Franz Daiber und Claudia Hüttich haben unter dem Motto: „Michelwinnaden macht Kunst“ Werke ausgestellt
Veröffentlicht:30.03.2015, 13:44
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Am Wochenende hat der Arbeitskreis „Kunst und Kultur Michelwinnaden“ in der Burg eine Ausstellung präsentiert. Diese wurde am Freitagabend mit einer Vernissage eröffnet und war zudem am Samstag und Sonntag im großen Burgsaal zu sehen. Rund 200 Besucher nutzten die Gelegenheit, um die Werke zu betrachten.

Ortsvorsteher Frieder Skowronski hielt bei der Vernissage eine Laudatio, ehe eine Eröffnungsrede von Claudia Hüttich folgte. Sie betonte, dass sich das Dorfleben bei der Ausstellung von seiner kulturellen Seite präsentiere. Und so bekamen die Besucher Bilder, Holzcollagen, Ikebana-Werke und einige Skulpturen im festlichen Burgsaal zu sehen. Hüttich lobte in ihrer Rede die Werke von Franz Daiber und wies auf die Bedeutung der alten japanischen Kunst des Blumenarrangierens – das Ikebana – hin. „Das Ikebana schafft eine Harmonie von linearem Aufbau, Rhythmik und Farbe“, wie in den Werken von Daiber zu sehen gewesen sei. Die Holzcollagen aus Olivenholz und Mooreiche sowie die Skulpturen aus Mooreiche hätten sich zu einem harmonischen Ganzen vereint.

Hüttich beschrieb in der Folge, was ihr Kunst aus persönlicher Sicht bedeutet. So sei künstlerische Tätigkeit für sie „auf der Suche zu sein und auszuprobieren“. Darum präsentierte sie verschiedene Techniken und Themen, wie beispielsweise grafische Beiträge, eine Holzcollage, eine Holschnitzerei, eine Tonskulptur, aber auch Werke aus dem Bereich Druck und Malerei. Sie machte das Anliegen der Ausstellung deutlich und verwies darauf, dass die neue Arbeitsgruppe „Kunst und Kultur Michelwinnaden“ ihre Initialzündung gestartet habe. „Die Arbeitsgruppe hat vor, von nun an, regelmäßig Ausstellungen hier in der Burg zu organisieren und freut sich schon auf die rege, kreative Beteiligung ihrer Dorfbewohner“, erklärte Hüttich. Mindesten einmal pro Jahr seien weitere Ausstellungen vorgesehen. Dabei wolle die Arbeitsgemeinschaft auch Kunstschaffenden außerhalb der Ortschaft die Gelegenheit bieten, in der Burg auszustellen. „Ziel ist es, den Ort kulturell nach außen zu tragen“, so die Kulturschaffende.

Die Bilanz dieser ersten Ausstellung fällt bei Hüttich also positiv aus, wie sie auf SZ-Nachfrage mitteilt: „Das Besucherinteresse war groß und die Gäste haben sich auch Zeit für die einzelnen Werke genommen. Und wir haben viel positive Resonanz erfahren.“ Die anstrengende Vorbereitung habe sich damit bezahlt gemacht.

Interessierte, die mehr über den Arbeitskreis „Kunst und Kultur Michelwinnaden“ erfahren möchten, können sich per E-Mail melden:

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