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Landesweite Energiedialoge in Ravensburg gestartet

Bad Waldsee, Ravensburg / Lesedauer: 2 min

E-Handwerk spricht mit Energiewende-Partnern
Veröffentlicht:25.05.2022, 18:33
Aktualisiert:25.05.2022, 18:34

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Die Auftaktveranstaltung zu den landesweiten Energiedialogen hat in Ravensburg stattgefunden. Akteure aus verschiedenen Ausbaugewerken, Politik und Energieversorgung sprachen über die Herausforderungen der Energiewende. Armin Jöchle , Obermeister der Elektro-Innung Ravensburg, begrüßte unter anderem den Landtagsabgeordneten Raimund Haser aus dem Wahlkreis Wangen-lllertal.

Die Nutzung von Sonnen- und Windenergie sowie der Umbau zur Elektromobilität erfahren aufgrund der geopolitischen Lage derzeit nochmals eine Beschleunigung. Das Klimaschutzgesetz in Baden-Württemberg mit der eingeführten Photovoltaikanlagenpflicht und das Osterpaket der Bundesregierung stellen die Akteure aus Handwerk, Kommunen und Energieversorger vor zusätzliche Herausforderungen.

Ziel der Energiedialoge ist es daher, die konkreten Anforderungen der Energiewende aus Sicht der regionalen Partner zu beleuchten sowie Erfolgsbedingungen und Hindernisse zu identifizieren. Zudem sollen praktische Lösungsansätze und Konzepte entwickelt werden, um die Wertschöpfung in der Region zu halten und damit auch die Finanzkraft der Kommunen und Landkreise zu stärken.

„Wir sind sehr stolz darauf, so viele Akteure der Energiewende zusammenzubringen. Nur gemeinsam und regional vernetzt können wir im Handwerk die Herausforderungen der Energiewende stemmen“, betonte Fachverband-Präsident Thomas Bürkle in Ravensburg. Die eigentliche Herausforderung der Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden sei, dass rund 95 Prozent der gemeinsamen Aktivitäten in Bestandsbauten fließen müssten, waren sich die Experten einig.

Neben dem Elektrohandwerk beteiligten sich beim ersten Energiedialog in Ravensburg auch Vertreter des SHK- und Dachdeckerhandwerks. Man war sich einig, dass der Ausbau von Kooperationen zwischen den Gewerken einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen bei der Energiewende leisten kann.

Armin Jöchle lobte die gute Zusammenarbeit mit den Energieversorgern vor Ort bei der Elektromobilität, sah aber Abstimmungsbedarf bezüglich der energetischen Ausrichtung von Neubaugebieten. Raimund Haser sah eine große Bedeutung bei der Planungssicherheit und bei der Entbürokratisierung von Genehmigungsverfahren. Den Handwerksbetrieben müsse man die praktische Umsetzung leichter ermöglichen, statt sie mit mehr umweltpolitischen Zielvorgaben zu verschrecken.