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Buchen pflanzen im Altdorfer Wald

Wolfegg / Lesedauer: 2 min

Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald e.V.
Veröffentlicht:10.12.2021, 13:57

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Neuschnee und kühle Temperaturen konnten fünf Mitglieder des Altdorfer Wald Vereins und fünf Aktivisten aus dem Alti-Camp nicht davon abhalten, 600 Rotbuchen im Bereich Forstrevier Vogt zu pflanzen. Ohne Zögern hatte sich Revierförster Steinhauser zu dieser Pflanzaktion am 29. November bereit erklärt.

Zu Beginn machte der Förster Erläuterungen zur Entwicklungsgeschichte des Altdorfer Waldes. Unter fachmännischer Anleitung von Forstmitarbeitern setzten dann die Helfer die 600 Rotbuchensetzlinge in einem lichten Fichtenwald. Die Buchen wurden in Abständen von etwa einem Meter in Reihen als Unterwuchs gepflanzt. Sie können so bei guten Licht- und Klimaverhältnissen heranwachsen und als Mischwald den Anforderungen des Klimawandels Paroli bieten. Wildwachsende, einheimische Baumarten gesellen sich über die Jahre zum Mischwald hinzu. Nach drei Stunden Arbeit waren alle 600 Rotbuchen gepflanzt. Herr Steinhauser geht davon aus, dass 80 – 90 % der Setzlinge sich bei diesen günstigen Wachstumsbedingungen zu stattlichen Rotbuchen entwickeln werden. Er erklärte auch vom Vorhaben, den Vogter Revierbereich naturnah zu bewirtschaften und zukunftsstabil umzubauen. Hierzu gehören unter anderem der Umbau zu Mischwäldern, der häufige Ausweis von Baum-Habitatsgruppen und der Einsatz von Rückepferden. Baum-Habitate sind Baumgruppen, die im Verbund wachsen, nicht geerntet werden und hier auch nach dem Absterben als Totholz zur neuen Humusbildung liegen bleiben.

Auch zum Waldaufwuchs im Bereich der geplanten Kiesgrube Grund berichtete der Förster wissenswertes: Nach Käferbefall vor 25 Jahren wurden (Teil-)Kahlschläge gemacht und danach Bäume als zukunftsfähiger Mischwald angepflanzt. Anfangs wurde viel Arbeit und Herzblut investiert. 20 Jahre blieb der Jungwald dann hauptsächlich sich selbst überlassen, bevor jetzt bald erste Pflegemaßnahmen vorgenommen werden. Also von wegen minderwertiger Wald, der dem Kiesabbau geopfert werden soll – hochwertiger Zukunftswald würde durch eine Realisierung dieser Pläne vernichtet werden.

Die Helfer lauschten gespannt den Worten von Herrn Steinhauser, diskutierten mit ihm und waren von seiner fachlichen Kompetenz sehr angetan. Für alle Helfer war dies ein lehrreicher Informations- und Arbeitstag. Ganz herzlich bedanken wir uns bei Förster Steinhauser und seinen Mitarbeitern. Eine weitere Pflanzaktion folgt im Frühjahr kommenden Jahres.