Drogenhandel

Absurder Vorwurf: Gartencenter des Drogenhandels verdächtigt

Grünkraut / Lesedauer: 2 min

Grünkrauter Betrieb Fleischer bestellt Zwiebelsamen und erhält diese gemeinsam mit einen Gerichtsbeschluss
Veröffentlicht:28.08.2014, 17:49
Aktualisiert:24.10.2019, 10:00

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Eigentlich hatte Joachim Fleischer, Geschäftsführer des gleichnamigen Gartencenters in Grünkraut, für sein Geschäft Zwiebelsamen bei einem Großhandel in Krefeld bestellt. Etwas verspätet kam das Paket schließlich auch an - allerdings mit einer Überraschung.

„Der Mitarbeiter, der das Paket aus Krefeld geöffnet hatte, drückte mir einen Gerichtsbeschluss in die Hand, laut dem ich anscheinend mit Mariuhana handle. Ich fiel aus allen Wolken“, so Fleischer. Schließlich wisse er nicht einmal wie Marihuana rieche und auf einmal werde er verdächtigt, mit dem Rauschmittel zu handeln. Völlig absurd sei das. In dem Gerichtsschreiben steht, der Großhandel habe an das Grünkrauter Gartencenter drei Pakete verschickt, in denen sich angeblich Cannabis befindet.

Drogen sind Zwiebelsamen

Inzwischen hat sich das Ganze laut Fleischer aber aufgeklärt: Ein aufmerksamer Lieferant des Kurierdienstes habe aus den Paketen, die er bei dem Großhandel in Krefeld abgeholt hatte, Marihuanageruch wahrgenommen und diese unverzüglich der Polizei übergeben. Auf den Verdacht des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln hin sei die Lieferung, die nicht nur nach Grünkraut , sondern auch an eine Kleinmarkthalle in Frankfurt gehen sollte, von der Polizei beschlagnahmt worden. Es habe sich dann aber herausgestellt, dass sich in den Paketen kein Rauschgift, sondern die Samen für Winterstechzwiebeln befinden. Zu der Verwechslung kam es anscheinend, weil das Rauschgift und die Samen der Zwiebeln, die das Gemüsebeet im Winter am Leben halten sollen, einen ähnlichen Gerucht haben.

Der zu Unrecht beschuldigte Joachim Fleischer kann dies nicht bestätigen, dafür fehle ihm die Erfahrung mit Cannabis. Um aber zu verhindern, dass nun jeder Leiter eines Gartencenters unschuldig in Verdacht gerät mit Drogen zu handeln, fordert Fleischer dringend Aufklärung. „Was ein iPod ist, weiß jedes Kind, aber worum es sich bei Wintersteckzwiebeln handelt, weiß kaum einer.“