Fernsehen

Es geht immer weiter: Nächste Oberschwäbin bei „Wer wird Millionär“

Bad Waldsee / Lesedauer: 4 min

Ulrike Gapp aus Bad Waldsee ist die fünfte Kandidatin aus der Region in zwei Wochen. In kürzester Zeit zockte sie sich auf 16.000 Euro und plauschte nebenbei mit Jauch.
Veröffentlicht:17.01.2023, 17:38

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Dass sie es überhaupt auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch schafft, daran glaubte Ulrike Gapp fast schon nicht mehr. Doch dann kam die genau richtige Auswahlfrage. Die Kandidaten mussten aktive Königinnen ihren Königen zuordnen.

Eigentlich sei sie keine Adelsexpertin und lese auch keine Gala – dennoch tippte sie die richtige Zuordnung in sechseinhalb Sekunden. „Ich war mir zwar sicher, dass ich die Antwort richtig habe, aber im Augenwinkel habe ich gesehen, dass der Kandidat neben mir früher gedrückt hatte‟, erinnert sich die Oberschwäbin. Zu ihrer großen Überraschung leuchtete dann aber doch ihr Name auf.

Kommenden Montag geht es weiter

Ulrike Gapp aus Bad Waldsee ist die fünfte „Wer wird Millionär‟-Kandidatin aus Oberschwaben innerhalb von zwei Wochen. Nach der Sendung von Montagabend steht die Post-Mitarbeiterin bei 16.000 Euro und rätselt nächsten Montag weiter in Richtung Hauptgewinn.

Wie es ist, mit Günther Jauch über die Arbeit zu plaudern und was Gapps Tochter mit dem Auftritt zu tun hat, verriet die Waldseerin im SZ-Gespräch.

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Ulrike Gapp stürmte in kürzester Zeit zur 16.000-Euro Frage. Dann wurde es spannend. (Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Nachdem Gapp gegenüber von Jauch Platz genommen hat, ging ihr erster Griff in Richtung Wasserglas. „Das war gut, um sich an etwas festzuhalten. Ich war schon sehr aufgeregt. Aber mit Herrn Jauch war es dann sehr angenehm.

Auch, weil das Publikum im Dunkeln saß und man die Zuschauer nicht direkt gesehen hat. Das macht es leichter‟, berichtete die gebürtige Baindterin von der Situation im Sendestudio. Diese hat Gapp sympathisch gemeistert, das bilanzierten auch viele Waldseer am Tag danach in der Altstadt.

Die Fußballer meines Mannes haben die Sendung zufälligerweise im Vereinsheim gesehen.

Ulrike Gapp

Bei der 500-Euro-Frage zeigte sich dann die anfängliche Nervosität. Gapp rätselte eine Weile an der Frage herum, welches Wort eine korrekte Pluralform ist: „Naser‟, „Ohrer‟, „Pfoter‟ oder „Schwänzer‟? Den kleinen Hänger erklärt sie im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung‟ so: „Ich habe im Vorhinein mit der App geübt und da habe ich immer wieder mal zu schnell gedrückt. Daher wollte ich in der Sendung nicht zu vorschnell einloggen.‟ Mit etwas Hilfe von Jauch meisterte sie schließlich die 500 Euro.

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Die folgenden Fragen beantwortete Gapp schnell und selbstbewusst. In wenigen Minuten rätselte sie sich bis zur 16.000 Euro-Frage. Dann hatte Jauch aber erst einmal eine ganz andere Frage: Da sie in der Postfiliale arbeitet und ihr Mann als Zusteller, wisse man sicher viel über die Menschen der Stadt, fragte Jauch. „Beispielsweise, wer sich trennt‟, antwortete Gapp und erklärte: Die Nachsendeanträge verraten, wer umzieht.

Nach dem Plausch wurde es nochmal spannend. Für 16.000 Euro musste Gapp die Frage beantworten, wofür Ulrik Le Fevre bekannt war. Die Waldseerin griff zum Publikumsjoker – die waren jedoch unentschlossen. Die größte Zustimmung bekam die Antwort „Tor des Jahres‟ mit 49 Prozent. „Kein doller Wert‟, kommentierte Jauch. Gapp loggte die Antwort trotz des Risikos ein und hatte Erfolg. Am kommenden Montag geht es für sie dann weiter.

Bis zur nächsten Sendung muss sich die Waldseerin erst einmal an die neue Aufmerksamkeit an ihrer Person gewöhnen. Schmunzelnd erzählte sie, dass bei ihren Töchtern und bei ihrem Ehemann schon am Montagabend im Minutentakt Nachrichten eingingen. „Die Fußballer meines Mannes haben die Sendung zufälligerweise im Vereinsheim gesehen.‟ Bei ihr selbst blieb das Telefon dagegen anfänglich stumm. „Wahrscheinlich haben alle gedacht, das war live.‟

Was macht Gapp mit dem Geld?

Doch der Ruhe folgte schnell das Interesse – am Telefon und bei der Arbeit am Dienstagmorgen im Anglermarkt in Baienfurt. Mehrere Kunden fragten gezielt nach ihrem Fernsehauftritt, bei dem sie auch durch ihren immer wieder durchschimmernden schwäbischen Dialekt positiv auffiel. „Ich habe gedacht, ich muss mich zusammenreißen, damit ich nicht untertitelt werde‟, so Gapp lachend. Nächsten Montag sei deutlich mehr Schwäbisch von ihr zu hören.

Auch was sie mit dem Geld vorhat, werde sie erst kommende Woche verraten. Das Ergebnis der bereits aufgezeichneten Sendung ist verständlicherweise noch geheim. Nur so viel: „Meine Tochter hat damals gesagt, ich soll mich bewerben und ihr vom Gewinn ein Auto kaufen‟. Ob das Geld also dafür eingesetzt wird? „Nein‟, sagt Gapp mit einem Lächeln in der Stimme und ergänzt: „Inzwischen hat sie schon ein Auto.‟