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Nach der Führung gibt Berg das Spiel aus der Hand

Berg / Lesedauer: 4 min

Der VfL Pfullingen gewinnt beim TSV in der Fußball–Verbandsliga mit 3:2 und feiert den vierten Sieg im vierten Saisonspiel. Berg zeigte keine gute zweite Halbzeit.
Veröffentlicht:10.09.2023, 13:45

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Der TSV Berg hat in der Fußball–Verbandsliga den weiter ungeschlagenenVfL Pfullingen nicht stoppen können. Dabei spielte die Mannschaft von Trainer Oliver Ofentausek den Großteil der ersten Halbzeit stark, war überlegen, vergaß im Strafraum aber, die Chancen besser auszuspielen und verloren gegen den Tabellenzweiten mit 2:3 (0:0).

Die Gäste hatten eine gute Anfangsphase. Torjäger Lukas Klemenz hatte nach vier Minuten das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am TSV–Torhüter André Port. Der Führungstreffer durch Sandro Caltabiano war kurz nach der Pause ein Hallo–wach–Ruf für Pfullingen. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und feierten den vierten Sieg in Folge.

Tief in der Nachspielzeit ist plötzlich der Ausgleich möglich

Die 255 Zuschauer in Berg waren erstaunt, dass der TSV nach langer Durststrecke und einem 1:3 plötzlich doch noch einen Punkt hätte holen können. Der eingewechselte Tim Kibler verkürzte in der 90. Minute nach einer feinen Einzelleistung auf 2:3. In der sechsten Minute der Nachspielzeit flankte der aufgerückte Torhüter Port in den Strafraum. Der Ball war zu hoch für die Feldspieler, aber genau richtig für den Gästetorhüter. Martin Welsch ließ ihn aber durch die Finger gleiten. Der Ball sprang an den Pfosten, kein Berger Stürmer setzte nach und der VfL klärte diese selbst verursachte brenzlige Situation. Es wäre ein Happy End für den TSV Berg gewesen, der in Hälfte zwei allerdings das Spiel aus der Hand gab.

„Unsere Körpersprache hat nach den Gegentoren nicht mehr gestimmt. Wir haben zu viele Fouls gemacht und auch die Abspielfehler haben sich gehäuft“, sagte Antreiber Dan Constantinescu. Warum die Gastgeber die Kontrolle über die Partie verloren, erläuterte der offensive VfL–Spieler Matthias Dinkel. „Berg hat eine gute Mannschaft und das hat man in Hälfte eins gesehen. Wir haben nach dem Wechsel schnell und schnörkellos nach vorne gespielt, kaum Fehler gemacht und da fielen die Tore zwangsläufig.“

Dünkel setzt viele Akzente

Nach starkem Beginn der Gäste setzte Berg zunächst die Akzente. Vlad Munteanu hatte nach 18 Minuten eine gute Chance, viele Aktionen des VfL liefen ins Leere. Berg dominierte, und kaum zwei Minuten nach Wiederbeginn nahm Sandro Caltabiano nach einer kurzen Ecke von Dan Constantinescu Maß und traf über den Torhüter hinweg zum 1:0. Der Treffer wirkte für den VfL eher stimulierend und für den TSV lähmend. Pfullingen besann sich auf seine Stärke. Dünkel sah im Strafraum den besser postierten Mitspieler Christian Locher — 1:1 (54.). Nach einem Foul von Massimo Caltabiano an Dünkel traf Timo Krauß vom Elfmeterpunkt zum 2:1. „Was der Mann mit Kerosin im Tank geleistet hat, war enorm. Der war bei jedem gefährlichen Angriff dabei“, lobte Ofentausek den auffälligen Dünkel.

Schließlich köpfte Locher den Ball nach einem Freistoß zum 3:1 in die Maschen. „Pfullingen hat mehr Biss gezeigt, war gieriger. Die Spieler haben sich auf dem Feld gepusht. Sie hatten mehr Feuer und Aggressivität“, meinte Ofentausek. „Wir haben nach der glücklichen Führung den Faden komplett verloren.“ VfL–Trainer Michael Konietzny lobte seine Mannschaft: „Nach gutem Beginn sind wir zu passiv gewesen, Berg hat uns dominiert. Nach Wiederbeginn haben wir unser schnelles Spiel erfolgreich durchgezogen. Die Mannschaft hat guten Fußball gespielt und nicht unverdient gewonnen.“

Verbandsliga, 4. Spieltag

TSV Berg — VfL Pfullingen 2:3 (0:0). — Tore: 1:0 Sandro Caltabiano (47.), 1:1, 1:2 Christian Locher (54.), 1:2 Timo Krauss (72., Foulelfmeter), 1:3 Locher (77.), 2:3 Tim Kibler (90.) — Zuschauer: 255 — Schiedsrichter: David Kaiser — TSV: Port — D. Constantinescu, Hill (81. Walter), Frick, Hoffmann (77. Kibler), Elshani, Müller, Munteanu, Gbadamassi (62. M. Caltabiano), S. Caltabiano (68. Karg), Merk (62. M. Fäßler).