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Nach Blitzschlag

Mobilfunknetz im nördlichen Schussental noch bis Januar gestört

Berg / Lesedauer: 3 min

Der Wintereinbruch verzögert die Aufstellung eines neuen Sendemasts in Berg. Aber zumindest für Autofahrer und Schüler gibt es eine gute Nachricht.
Veröffentlicht:10.12.2023, 15:00

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Die Störungen im Mobilfunknetz und beim Radioempfang im nördlichen Schussental dauern länger an als gedacht. Eigentlich sollte ab Mitte Dezember ein Ersatz-Sendemast dafür sorgen, dass alles wieder reibungslos funktioniert. Der Bau dieses Mastes verzögert sich jetzt aber wegen des Wintereinbruchs. Die Netzprobleme werden somit bis Januar andauern.

Im August hatte ein Blitz in einen Sendemast am Waldrand bei Berg-Großtobel eingeschlagen. Der Mast brannte aus und ist seither nicht mehr funktionstüchtig. Der Mast gehört dem Südwestrundfunk (SWR), er wurde zudem von mehreren Mobilfunkanbietern genutzt. Deshalb sind seit dem Brand sowohl das Mobilfunknetz als auch der Empfang von SWR-Radioprogrammen im nördlichen Schussental gestört. Mobilfunkanbieter und SWR haben zwar kleinere Übergangsmasten installiert, diese können aber nicht das gesamte betroffene Gebiet abdecken.

Wintereinbruch verzögert Bauarbeiten

Der Mobilfunkanbieter Vodafone plant den Bau eines Ersatzmasts, den auch andere Anbieter mitnutzen können. Ursprünglich war geplant, dass dieser Ersatzmast Mitte Dezember in Betrieb geht. Wie Vodafone auf SZ-Anfrage mitteilt, verzögern sich die Bauarbeiten aber. Der plötzliche Wintereinbruch habe den Zeitplan durcheinandergewirbelt, teilt ein Vodafone-Sprecher mit. Auch die Hanglage am Standort des Mastes sei problematisch. Daher lasse sich das Projekt nicht bis Mitte Dezember umsetzen. „Wir rechnen jetzt mit der Inbetriebnahme des Ersatzstandortes im Januar 2024 - sofern der Wettergott mitspielt“, so der Sprecher.

Alter Mast wird mit Kran abgebaut

Bevor der Ersatzmast aufgebaut werden kann, muss zuerst der alte Mast abgebaut werden. Dazu wird auch ein Kran im Einsatz sein. Am 15. oder 16. Dezember soll der Abbau des Mastes abgeschlossen sein, wie ein Sprecher der SWR auf SZ-Anfrage mitteilt. Dann kann die Planung für den Ersatzmast von Vodafone beginnen.

Langfristig will der SWR an dem Standort wieder einen eigenen Sendemast bauen. Für dieses Projekt gebe es aber noch keinen Zeitplan, wie der Sprecher sagt. Die Planung sei vom Zustand des Fundaments abhängig, und dieser könne erst beurteilt werden, wenn der alte Mast abgebaut sei.

Schulbus fällt wegen Straßensperrung aus

Doch nicht nur Mobilfunknutzer und Radiohörer sind von dem kaputten Mast betroffen. Weil die Straße, die am Mast vorbeiführt, gesperrt ist, müssen Autofahrer Umwege in Kauf nehmen. Zudem können die Busse der Linie 12 derzeit nicht über Kleintobel fahren, wie Matthias Kienle, Hauptamtsleiter von Berg, im Gespräch mit der SZ erklärt. Das hat Auswirkungen auf den Schülertransport. Für die Grundschüler habe man ein Lösung gefunden, diese Fahrten übernehme übergangsweise ein Taxiunternehmen, sagt Kienle. Für die älteren Kinder gebe aber derzeit kein Schulbus-Angebot.

Ab 18. Dezember soll die Straße wieder frei sein

Die Gemeindeverwaltung sei daher sehr froh, dass die Straße wohl ab dem 18. Dezember wieder freigegeben werden kann, sagt der Hauptamtsleiter. Man habe außerdem die verbindliche Zusage erhalten, dass der Neubau des Mastes im Jahr 2024 für die Schulferien terminiert werde, so dass zumindest der Schulbusverkehr nicht noch einmal in Mitleidenschaft gezogen werde.