Eröffnung

„Wir brennen auf die Eröffnung hin“

Baienfurt / Lesedauer: 2 min

Genossenschaft übernimmt am 1. März das Hallenbad Baienfurt – Feier ist am kommenden Sonntag
Veröffentlicht:28.02.2013, 12:20
Aktualisiert:25.10.2019, 02:00

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Das Hallenbad Baienfurt blickt auf eine turbulente Zeit zurück. Stand das Bad Anfang des vergangenen Jahres noch kurz vor der Schließung, erstrahlt es heute – nach neunmonatigen Sanierungsarbeiten in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro – in neuem, modernen Glanz. Und das ist einer intensiven Gemeinde-Bürger-Zusammenarbeit sowie einem baden-württembergischen Novum zu verdanken: Eine eigens gegründete Genossenschaft übernimmt am Freitag die Geschicke des Hallenbads.

„Das Bad war immer für alle Generationen attraktiv, sowohl für Jugendliche, als auch für Senioren. Der Zuspruch war da, also mussten wir handeln. Außerdem wäre die DLRG mit dem Bad gestorben“, erklärt Vorstand Erich Brauchle die Motivation der Genossenschafts-Gründung. Vor zwei Wochen wurde die spezielle Form offiziell ins Handelsregister eingetragen. „Das freut uns natürlich sehr, damit hat sich die ganze Arbeit mehr als gelohnt“, verdeutlicht der 45-Jährige. Unzählige Gespräche, die Erarbeitung einer Satzung und die Erstellung einer Geschäftsordnung liegen hinter den Genossenschaftsmitgliedern, die sich aufgrund ihrer Einzigartigkeit in Baden-Württemberg an keinerlei Vorlagen orientieren konnten. Glücklicherweise befindet sich unter den Gründungsmitgliedern auch ein Notar, der die vier Vorsitzenden, darunter der sehr engagierte Arthur Pfau, tatkräftig unterstützte.

Bad von der Gemeinde gepachtet

Die Genossenschaft hat die Badestätte von der Gemeinde gepachtet und ist fortan für den Betrieb verantwortlich. „Unser Ziel ist es, das Bad so zu erhalten, wie es jetzt nach der umfangreichen Renovierung, vorzufinden ist“, erklärt Brauchle die oberste Maxime des Privatunternehmens – neben dem wirtschaftlichen Erfolg. Erweiterte Kursangebote, angefangen von Aqua-Fitness über Babyschwimmen bis hin zu karibischen Nächten, sollen das Hallenbad zusätzlich beleben. Ein besonderer Höhepunkt stellt darüber hinaus die neu installierte Unterwasserbeleuchtung dar, die dem Bad eine farbenfrohe Atmosphäre verleiht. „Dadurch wird Schwimmen bei uns zum Erlebnis“, schwärmt der frühere und zukünftige Badeleiter Brauchle, der die Tage bis zur Wiedereröffnung am Sonntag, 3. März, bereits zählt. Einerseits, weil die Bauarbeiten bis zum letzten Tag noch andauern werden („An der Eröffnung werden die Handwerker durch die Hintertür rausgehen und die Besucher gleichzeitig durch die Vordertür reinkommen“), andererseits steigt die Vorfreude immer weiter an: „Wir fiebern, nein, wir brennen auf die Eröffnung hin und wir sprühen alle vor Energie, das ist unbeschreiblich“, fasst der Badeleiter die Aufbruchsstimmung in Worte.

Dass dieses Konzept überhaupt umgesetzt werden konnte, ist vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und ihren Räten, den euphorischen Bürgern sowie die DLRG-Mitglieder zurückzuführen. Allen Beteiligten war und ist daran gelegen, den Betrieb im Hallenbad aufrecht zu erhalten und den Badespaß zu ermöglichen.