Klassenerhalt

Baienfurts Ringer steigen in die 1. Bundesliga auf

Baienfurt / Lesedauer: 3 min

Meisterschaft der KG steht nach dem 21:16-Erfolg bei den Wrestling Tigers Rhein-Nahe fest
Veröffentlicht:05.12.2022, 09:55
Aktualisiert:05.12.2022, 17:50

Von:
Artikel teilen:

Was für ein Erfolg für die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt! Die Ringer, als Aufsteiger mit dem Ziel Klassenerhalt in die 2. Bundesliga gestartet, stehen zwei Kampftage vor dem Ende der Saison als Meister fest. In der kommenden Saison ringen die Oberschwaben damit in der 1. Bundesliga. Nach dem 21:16-Erfolg bei den Wrestling Tigers Rhein-Nahe in Bad Kreuznach ist die KG nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Seit dem ersten Kampftag an der Spitze der Tabelle

2021 sind die Baienfurter als Meister der Regionalliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen, dort haben die KG-Ringer nun tatsächlich einen Durchmarsch hingelegt. Seit dem Rundenauftakt im September hielten die Achringer die Spitzenposition der Tabelle. Dabei war die Zielsetzung der Vereinsleitung um den Vorsitzenden Markus Bohmeier, den Sportlichen Leiter Michael Merk und den Trainer Dariusz Jelen vom Kampf um den Klassenerhalt ausgegangen. Die Saison wurde jedoch zu einem absoluten Erfolgsjahr für die KG.

Ein Selbstläufer war der letztlich vorentscheidende Erfolg auf der Matte der Wrestling Tigers am Samstagabend allerdings nicht, auch wenn das Resultat deutlicher ausfiel als in der Begegnung in der Vorrunde in Baienfurt (16:15-Sieg der KG). Da Sohayb Musa bei den Baienfurtern fehlte, gab es in der 80-Kilogramm-Klasse eine Lücke im Kader der KG, andererseits hatten die Tigers ihre 66-kg-Kategorie nicht besetzt. Wieder traf es den griechischen Ausnahmeringer Georgios Pilidis, der erneut unfreiwillig zum Zuschauen verdammt war. Auf dem Papier startete die Partie also mit 4:4.

Gastgeber starten mit zwei klaren Siegen

Zum Auftakt gingen die Gastgeber aber in Führung. KG-Freistiler Alexander Tonn haderte erneut mit der klassischen Stilart und unterlag Ahmed Alfaraj technisch mit 0:16. Danach gab Timofei Xenidis gegen Erhan Georghe mit 0:15 alle Punkte ab. Der locker eingestellte Magomed Makaev brauchte wieder einen Anstoß, um nach lässig abgegebenen Wertungen seinen Gegner Mohamed Eslem doch noch zu schultern. Simon Weißhaar besorgte mit 19:4 über Alexander Mayer zuerst den Ausgleich (8:8), bevor Georgios Pilidis kampflos die Halbzeitführung der Baienfurter herstellte.

Das Geschehen nach der Pause startete unter umgekehrten Vorzeichen: Marcel Käppeler hatte seinen starken Kontrahenten Valerii Toderici bestens im Griff und siegte technisch mit 16:0 zum Zwischenstand von 16:8. Mit zwei Siegen zogen die Gastgeber aber wieder gleich. KG-Ringer Adrian Wolny kannte seinen Gegner Stefan Tonu von den Weltmeisterschaften der Kadetten. 2017 hatte Tonu den Titel errungen, Wolny war Dritter geworden. KG-Trainer Jelen erwartete daher ein offenes Duell, sah aber durch „einseitige Entscheidungen von Mattenleiter Lars Günthner“, wie es Jelen nannte, seinen Ringer benachteiligt. Die technische 1:16-Niederlage bezeichnete der Trainer daher als unter Wert zustande gekommen. Anschließend gingen kampflos vier Punkte an Vasli Taran, sodass beim 16:16 und noch zwei ausstehenden Kämpfen nichts entschieden war. Auch nicht nach Valeriu Todereans 14:0 gegen Vladislav Ivanov, denn abschließend durfte David Wolf beim KG-Vorsprung von 19:16 keine vier Punkte mehr abgeben.

Befürchtungen sind übertrieben

Die Befürchtungen von Jelen waren allerdings übertrieben und fast ein wenig anmaßend, denn auch wenn die Partie vonm Wolf gegen Magomed Balaev zunächst ziemlich ausgeglichen daherkam, steigerte sich der KG-Ringer im weiteren Verlauf und sicherte mit dem 6:2-Punktsieg den Gesamterfolg.

Dem Meisterschaftsfoto direkt auf der Matte in der Bad Kreuznacher Jahnhalle stand damit nichts mehr entgegen.