Bad Waldsee

Zuschauer genießen„Italienische Nacht“

Bad Waldsee / Lesedauer: 2 min

Konzert im Haus am Stadtsee
Veröffentlicht:30.03.2014, 18:15
Aktualisiert:24.10.2019, 15:00

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Bad Waldsee - Das Ensemble „IlCanto“ mit Ruxandra Voda (Sopran), Harrie van der Plas (Tenor) und dem Bariton Gay Martin bot mit dem Pianisten Kurt Weiler ein zweistündiges Programm mit Arien aus Opern, Operetten und Musicals im Haus am Stadtsee. Ihr Rüstzeug, ihre musikalische Ausbildung und Erfahrung haben die Solisten unter anderem an der „Met“ (Gary Martin), an der Staatsoper München, Berlin und Amsterdam (Ruxandra Voda) und in München, Hannover und Leipzig (Harrie van der Plas) erhalten.

Die „Italienische Nacht“ eröffnete Gary Martin mit der temperamentvollen Rossini-Arie „Ich bin das Faktotum der schönen Welt". Ruxandra Voda konterte mit der Arie „Una voce poco fa“. Mit „La donna è mobile“ aus Rigoletto vertiefte Harrie van der Plas das Thema „Umgang mit den Frauen“, das auch die folgenden Arien „Reich mir die Hand“ aus Don Giovanni (Harrie van der Plas), die „Habanera“ aus Carmen (Ruxandra Voda) und die „Blumenarie“ (Harrie van der Plas) wieder aufnahmen.

„Parigi o cara“ aus La Traviata, ein inniges Liebesduett für Sopran und Tenor, versprach Seelenharmonie. Mit zwei Puccini-Arien, „Nessum dorma“, und dem ausgelassenen „Libiamo“ aus La Traviata setzten die drei Sänger einen Höhepunkt im Opernteil.

Nach der Pause wurden eher die zarten und liebenswerten Seiten des Lebens besungen. So mit „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus Giudita oder „Meine Lippen, die küssen so heiß“. Die Schönheit Venedigs wurde hörbar im „Lagunenwalzer“ von J. Strauß. „Weißt du es noch?“ aus der Csárdásfürstin, „Dunkle Rosen“ von Carl Millöcker (Gary Martin) und das Duett „Lippen schweigen“ zwischen Tenor und Sopran gingen zu Herzen.

Nach zwei Stunden gefühlvoller Enttäuschungen, aber auch inniger Liebesgeständnisse ging die „Italienische Nacht" mit dem Terzett „Im Feuerstrom der Reben“ aus der Fledermaus zu Ende. Meisterlich und stimulierend am Flügel gestaltete der künstlerische Leiter Kurt Weiler diesen musikalischen Reigen zwischen Höhen und Tiefen menschlicher Beziehungen.

In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen „spendierten“ die Musiker dem beifallfreudigen Publikum noch einige Zugaben, was dankbar beklatscht wurde.