Wohnraumschaffung

Stärkung Innenstädte und Wohnraumschaffung: Waldsee und Aulendorf erhalten hohe Fördergelder

Bad Waldsee / Lesedauer: 3 min

Ziel: Stärkung der Innenstädte und Wohnraumschaffung – Auch Wolfegg profitiert und bekommt eine halbe Million Euro
Veröffentlicht:12.06.2022, 17:00

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Der Wahlkreis Wangen-Illertal erhält zur Stärkung der Innenstädte und für bezahlbaren Wohnraum über vier Millionen Euro von Land und Bund. Davon profitieren unter anderem Aulendorf und Bad Waldsee sowie Wolfegg. Das teilen die beiden Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) und Raimund Haser (CDU) in einem gemeinsamen Presseschreiben mit.

Fünf Städte und Gemeinden des Wahlkreises Wangen-Illertal werden innerhalb der Förderung berücksichtigt: Aulendorf und Erolzheim erhalten jeweils eine halbe Million Euro. Die Große Kreisstadt Bad Waldsee erhält weitere 1,2 Millionen Euro für die bauliche Erneuerung des denkmalgeschützten Verwaltungsgebäudes zu einer Gemeinbedarfseinrichtung.

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Wolfegg erhält eine Finanzhilfeerhöhung von 450 000 Euro für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet. Die Finanzhilfe für die Große Kreisstadt Wangen im Allgäu für die Sanierung des „Alten Feuerwehrhauses“ sowie die Platzgestaltungen und private Modernisierungen wird um 1,4 Millionen Euro erhöht.

„Wir freuen uns, dass im Rahmen der Städtebauförderung 2022 insgesamt 4,05 Millionen Euro an den Wahlkreis Wangen-Illertal fließen. Diese Fördermittel erleichtern es den Kommunen ihre Projekte trotz steigender Baukosten jetzt anzupacken“, werden Haser und Krebs in der Mitteilung zitiert.

Ministerium stellt insgesamt 237,19 Millionen Euro zur Verfügung

Hintergrund: Insgesamt stellt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in diesem Jahr rund 237,19 Millionen Euro für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen zur Verfügung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Davon kommen rund 76 Millionen Euro vom Bund. Gefördert werden laut Presseschreiben insgesamt 313 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen. Darunter seien 51 neue sowie 262 Maßnahmen, für die weitere Mittel freigegeben werden.

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Schwerpunkte der Städtebauförderung seien Innenstadt- und Ortskernprogramme, Wohnraumschaffung und Maßnahmen zum Schutz des Klimas. „Um die Folgen der Pandemie zu bewältigen, werden die Städte und Gemeinden verstärkt dabei unterstützt, ihre Innenstädte lebendig zu halten. Beim Klimaschutz geht es vor allem um die energetische Sanierung von Altbauten, die Reduzierung von Lärm und Abgasen oder die Unterstützung des Holzbaus“, heißt es in dem Presseschreiben weiter.

Kernaufgabe ist bezahlbarer Wohnraum

Eine der Kernaufgaben der Städtebauförderung sei es, bezahlbaren Wohnraum für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen zu schaffen und den Bewohnerinnen und Bewohnern ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld zu erhalten. „Mit den Fördermitteln werden Wohnungen unter anderem modernisiert, um sie energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen und Barrierefreiheit zu ermöglichen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, historische Bausubstanz zu erhalten“, teilen Krebs und Haser in dem Schreiben mit.

Nach neustem Stand sollen laut Pressemitteilung in den neu aufgenommenen Sanierungsgebieten in den nächsten Jahren insgesamt rund 2500 neue Wohnungen entstehen, rund 2.400 sollen modernisiert werden. In den Sanierungsgebieten, für die weitere Mittel freigegeben wurden, könnten rund 10 900 neue Wohnungen entstehen und rund 8000 modernisiert werden, so die beiden Abgeordneten.

Städtebauförderung als Wirtschaftsmotor

Besondere Planungssicherheit für die Kommunen biete die Städtebauförderung durch die Bewilligung von Finanzhilfen über Zeiträume von in der Regel acht bis zwölf Jahren. Die Städtebauförderung wirke auch als Wirtschaftsmotor, da jeder eingesetzte Fördereuro durchschnittlich acht Euro an öffentlichen und privaten Folgeinvestitionen auslöse. Davon würden das regionale Baugewerbe und das Handwerk profitieren.