Landesentwicklung

Ministerin Nicole Razavi informiert sich im Kloster Reute über das Projekt „Klosternahes Wohnen“

Bad Waldsee / Lesedauer: 3 min

Im Kloster entsteht neben Wohn- und Lebensraum für die Schwestern ein innovatives Konzept für nachhaltiges gemeinschaftliches Wohnen
Veröffentlicht:13.04.2022, 15:30
Aktualisiert:13.04.2022, 15:37

Von:
Artikel teilen:

Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, hat das Kloster Reute besucht. Die Franziskanerinnen realisieren dort ein Gesamtprojekt, das landesweit Beachtung findet. Im Kloster entsteht neben Wohn- und Lebensraum für die Schwestern ein innovatives Konzept für nachhaltiges gemeinschaftliches Wohnen, wie das Kloster in einem Presseschreiben mitteilt.

Wohnform

Neue Wohnformen und flexiblere Bauten: Kreative Ideen sollen Wohnungsnot lindern

qBad Waldsee

An zwei weiteren Orten am Klosterberg sind Quartiere für generationengerechtes und bezahlbares Wohnen geplant. Das Projekt des klosternahen Wohnens im Mutterhaus wird vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als herausragende Initiative im Rahmen der Patenschaft Innovativ Wohnen mit insgesamt 720 000 Euro finanziell unterstützt.

Razavi: „Die Franziskanerinnen öffnen ihr Haus für die Menschen“

Am Mittwoch, 13. April, machte sich Ministerin Razavi selbst ein Bild vom Projekt und den aktuellen Planungen, wie aus dem Pressescheiben weiter hervorgeht. „In einer Zeit, in der bezahlbarer Wohnraum auch hier in Reute knapp ist, ist dieses Projekt wegweisend“, wird die Ministerin in der Mitteilung zitiert. „Die Franziskanerinnen öffnen ihr Haus für die Menschen, die in Gemeinschaft leben möchten, integrieren dieses Projekt zugleich in die Entwicklung eines ganzen Quartiers und schaffen damit einen Wohn- und Lebensraum, der Menschen eine Heimat werden kann.“

Bürgerdialog gemeinsam mit Stadt und Ortschaft

Generaloberin Sr. Maria Hanna Löhlein hob laut Mitteilung die Bedeutung der Patenschaft Innovativ Wohnen für das Projekt hervor: „Die finanzielle Förderung des Landes ist eine wichtige Bestätigung unserer Ideen. Sie ermöglicht uns aber auch eine intensive Beteiligung der Bürger vor Ort und eine enge Anbindung des Projekts an die Ortschaft Reute-Gaisbeuren“. Davon zeuge der Bürgerdialog, den die Franziskanerinnen 2021 zusammen mit der Stadt Bad Waldsee und der Ortschaft Reute-Gaisbeuren gestartet haben und großen Zuspruch in der Bürgerschaft finde. Dies bestätigte auch CDU-Landtagsabgeordneter Raimund Haser, der das Vorhaben der Franziskanerinnen schon seit einiger Zeit begleite.

Architektenkammer

Architektenkammer kritisiert: Die Wohnungsnot „entsolidarisiert die Gesellschaft“

qBad Waldsee

Beim Rundgang der Besucher durch das Kloster und an die künftigen Quartiersflächen zeigte sich Ministerin Razavi laut Mitteilung des Klosters „beeindruckt“ vom Projekt und der Energie, mit der die Franziskanerinnen an ihr Projekt gingen. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt in der Förderung haben, denn es zeigt, wie mit Kreativität und Kooperation zukunftsweisendes geleistet werden kann“, wird Razavi in der Mitteilung weiter zitiert.

Zwischenstand der städtebaulichen Studie für das Areal der Schmidschen Höfe

In diese Kooperation seien im Rahmen eines Bürgerdialogs auf breiter Basis auch die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Bad Waldsee mit einbezogen. Dass es nach dem Bürgerdialog weiter vorangeht, zeigte Architekt Marcus Wörtz mit dem Zwischenstand der städtebaulichen Studie für das Areal der Schmidschen Höfe, wie das Kloster weiterhin mitteilt.

Das große Interesse an diesem Quartier im Herzen von Reute unterstrich laut Pressemitteilung Oberbürgermeister Matthias Henne, der mit Ortsvorsteher Achim Strobel ebenfalls zum Besuch der Ministerin ins Kloster gekommen war. Am Ende habe der OB noch eine Überraschung parat gehabt. Er habe die Baugenehmigung für die neue Aussegnungshalle auf dem Klosterfriedhof überreicht. Der Neubau ist laut Kloster notwendig, weil der bestehende Raum im Mutterhaus zum neuen Eingangsbereich für das klosternahe Wohnen umgebaut wird. „Jetzt kann es losgehen, das ist der Startschuss für den Umbau des Mutterhauses“, so Schwester Maria Hanna, die die Baugenehmigung von Matthias Henne entgegennahm.