Interessengemeinschaft

Vertrauen der Interessengemeinschaft L285 ist „schwer erschüttert“ – das ist der Grund

Bad Waldsee / Lesedauer: 2 min

Der Ärger ist groß. Woran das liegt? Es hängt mit der Kommunikation und dem Lärmaktionsplan zusammen.
Veröffentlicht:05.04.2022, 11:37
Aktualisiert:05.04.2022, 11:46

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Dass die Bürgerinfo zum Lärmaktionsplan verschoben wurde, hat die Interessengemeinschaft L285 aus der Zeitung erfahren – das und die Begründung sorgen für Unverständnis und Ärger, wie aus einer Stellungnahme der IG-L285 hervorgeht.

„Was für eine Logik?“

Erst durch die „ Schwäbische Zeitung “ habe die Interessengemeinschaft von der geplanten Informationsveranstaltung am 28. April in der Durlesbachhalle in Reute erfahren, die nun voraussichtlich in den Mai verschoben wird. „Als Grund der Verschiebung wird angegeben, dass, wenn Reute-Gaisbeuren Tempo 30 bekommt, es ja dann zu mehr Verkehr von Aulendorf-Haslach-Schlupfen kommt. Was für eine Logik? Hier sollen 750 bis 800 Anwohner, die direkt an der L285 in der ersten und zweiten Reihe wohnen (gesamt Einwohner-Reute Gaisbeuren 4200) den Lärm der 9000 bis 10 000 täglich fahrenden KFZ ertragen, da sonst die KFZ eine schnellere Strecke befahren. Unfassbar.“, heißt es in der Stellungnahme.

Lärmaktionsplan

Bürgerinfo zum Lärmaktionsplan erst im Mai

qReute-Gaisbeuren

Erschütterungen der Lastwagen spürbar

Die IG L285 weist darauf hin, dass sie Tempo 30 für die Durchfahrt Reute-Gaisbeuren nur nachts fordert. Darüber hinaus aber zusätzlich Blitzer, um „endlich den unsäglichen Lärm zu mindern. Lärm macht krank“, finden die geplagten Anwohner klare Worte. Schlaf sei an dieser Straße nur mit geschlossenen Iso-Fenstern möglich, aber durch die Erschütterungen sei jeder Lastwagen nachts spürbar.

Straße sei schwer beschädigt

Die Straße ist laut der Interessengemeinschaft durch die jahrelangen Erschütterungen schon schwer geschädigt und verstärke den Lärm. „Die Kanaldeckel knallen, die direkt an der Straße stehenden Häuser haben zum Teil Risse, Emissionen steigen mit zunehmendem Verkehr weiter.“ Die IG-L285 habe monatelang gegenüber der Stadt und der Ortschaftsverwaltung die Füße still gehalten, da es laut der Stellungnahme hieß: „Alles läuft. Der Lärmaktionsplan, der 2020 vom Gemeinderat beschlossen wurde, wird zügig vorangetrieben. Wartet ab.“

Vertrauen ist erschüttert

Die nun veröffentlichen Informationen rund um die Bürgerinfo „erschüttert schwer das Vertrauen der IG-L285“. Nicht nur die Stadt solle verkehrsberuhigt werden, sondern auch alle Ortschaften. Die IG-L285 fordert eine gleichberechtigte Behandlung von Stadt und Ortschaften. „Bei Nichteinhaltung der vom Land vorgegeben Dezibel von tags und nachts, müssen Maßnahmen getroffen, welche durch ein Lärmgutachten festgestellt werden können.“

Weitere Informationen gibt es unter: www.ig-l285.de