Menschenrechtsladen

Waldseer Global unterstützt zwei wichtige Hilfsprojekte

Bad Waldsee / Lesedauer: 2 min

„Karawane der Menschlichkeit“ und „SOS Balkanroute“ werden von Bad Waldsee aus gefördert
Veröffentlicht:12.12.2022, 17:00
Aktualisiert:12.12.2022, 17:01

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Der Waldseer Menschenrechtsladen Global unterstützt in diesem Jahr zwei Projekte. Einerseits die „Karawane der Menschlichkeit“, anderseits die „SOS Balkanroute“. Was sich hinter den Projekten verbirgt.

Karawane der Menschlichkeit: Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos entschloss sich der Reisefotograf Pascal Violo, die Menschen im zerstörten Flüchtlingslager zu unterstützen, teilt Global-Vorsitzender Ulrich Bamann mit. Das sei die Geburtsstunde der „Karawane der Menschlichkeit“ gewesen. Drei Wirkungssäulen zeichnen die Karawane aus: Den notleidenden Menschen wird durch Geldspenden, Hilfsgüter und Lebensfreude geholfen. „Überbringer“ der Lebensfreude sei die sogenannte „Karawane der Clowns“.

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Geflüchtete versorgen ihre verletzten Füße auf einer Straße in Tuzla in Bosnien und Herzegowina. (Foto: SOS Balkanroute/Schwäbische.de)

Ein wichtiges Hilfsteam

„Das Hilfsteam vor Ort wird meist von professionellen Clowns, Akrobaten und Künstlern begleitet, die durch ihre Vorstellungen gute Laune und wichtige Abwechslung in den tristen Alltag der Geflüchteten in den Camps bringen“, erläutert Bamann. Auf diese Weise sei es möglich, den Menschen in den Flüchtlingslagern auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen nicht das klassische Bild von „Geben und Nehmen“ zu vermitteln. Aktuelle Projekte der Karawane seien Hilfen für syrische Kriegswaisen im Libanon und der Türkei, für Geflüchtete in Calais/Frankreich, auf Lesbos /Griechenland und in Italien.

Alles Wichtige zur SOS Balkanroute

SOS Balkanroute: Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Österreich leistet seit 2019 nicht nur überlebenswichtige humanitäre Notversorgung, sondern auch öffentlichkeitsschaffende Pionierarbeit, wenn es um Zustände für Geflüchtete entlang der Balkanroute geht, verdeutlicht Bamann die Hilfeleistung: „Bis 2019 war im deutschsprachigen Sprachraum völlig unklar, was seit der sogenannten Schließung der Balkanroute mit den Menschen auf der Flucht passiert ist.

Seit der erstmaligen Aufdeckung der Zustände rund um das Horrorcamp Vučjak – bekannt geworden als die Zeltstadt auf der Müllhalde neben dem Minenfeld – führt SOS Balkanroute den täglichen Kampf gegen die Welt der hässlichen Bilder und klärt über die rechtswidrigen Zurückweisungen an den EU-Grenzen auf.“ Zur Notversorgung würden unter anderem Verteilung von Kleidung und Lebensmitteln, Errichtung von Notküchen und ambulanter medizinischer Hilfe gehören. Dabei lege die Organisation großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den kleinen, lokalen Netzwerken, wie zum Beispiel in Bosnien und Herzegowina.