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Bad Waldsees Volleyballer schlagen sich achtbar

Bad Waldsee / Lesedauer: 3 min

Die TG verliert in der Regionalliga beim Tabellenführer FT 1844 Freiburg II mit 1:3, zeigt aber ein gutes Spiel. Dennoch stecken die Oberschwaben tief im Tabellenkeller.
Veröffentlicht:28.11.2023, 16:00

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Das Endergebnis von 3:1 (23:25, 25:21, 25:20, 25:22) hat die Qualität des Tabellenführers FT 1844 Freiburg II bestätigt. Dass die Trauben im Badischen für die Volleyballer der TG Bad Waldsee sehr hoch hängen würden, wusste das Team von Trainerin Evi Müllerschön. Die zweite Mannschaft der Freien Turnerschaft belegt nicht ohne Grund den Spitzenplatz in der Regionalliga und stellte ihr Können auch gegen die Oberschwaben unter Beweis.

Engagierter Auftritt des Zuspielers

Immerhin gelang den Bad Waldseern das Kunststück, wenigstens einen Satz für sich zu verbuchen und sich - auch aufgrund der meist knappen Satzergebnisse - überaus achtbar aus dem ungleich erscheinenden Geschehen zu ziehen. Zwar steht die TG mit leeren Händen da und spürt immer deutlicher den Abstiegsdruck, dennoch gibt es hoffnungsvolle Ansätze, die als Ergebnis der engagieren Trainingsarbeit zählen. Dazu zählt vor allem der gelungene und engagierte Auftritt des Zuspielers Dietrich Paul, dessen Zuspielqualität auch aus Defensivsituationen glänzte. Seine Wahl zum wertvollsten Spieler der TG war mehr als verdient.

Mit einem 4:1-Vorsprung begann die TG das Match, ehe die Gastgeber ausglichen. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein munteres Spiel, durchweg mit leichten Führungen des Favoriten. Im letzten Satzdrittel drehte sich das Geschehen aber zu Gunsten der TG, die in dieser Phase von der zeitweisen Siegesgewissheit und Lethargie der Freiburger profitierten. Doch die Gastgeber schüttelten sich und kamen mit drei Punkten in Serie zum 23:23. Evi Müllerschön reagierte und nahm ihre letzte Auszeit dieses Satzes. Wieder hatte ihre deutliche Ansprache Erfolg. Den ersten Satzball verwandelte die TG.

Am Ende zieht der abgekochte Spitzenreiter davon

Unverändert ging Bad Waldsee in den zweiten Durchgang. Simon Bergmann und Tim Knaus agierten in der Mitte des Netzes, auf der Diagonalen Lennart Littmann und im Zuspiel der frisch getraute Dietrich Paul (früher Penner). Auf den Außenpositionen liefen Andreas Beck und Kirill Penner auf, während Routinier Pascal Eisele die Abwehrorganisation übernahm. Inzwischen war den Freiburgern klar geworden, dass sich die TG nicht als Fallobst präsentierte. Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber stets souverän einen deutlichen Abstand zum Gegner, den sie mit dem knapp erscheinenden Vorsprung von 25:22 zu Hause behielten. Zahlreiche Satzbälle hatte die FT zunächst vergeben.

Auch im dritten Durchgang legte die TG zu Beginn vor, ohne jedoch einen entscheidenden Vorsprung zu erzielen. Ab der Satzmitte zogen die Breisgauer dann aber deutlich davon und freuten sich schlussendlich über das Satzergebnis von 25:21. Im vierten Durchgang versuchte Müllerschön mit dem eingewechselten Nico Bloching zu reagieren. Doch gleich zu Beginn lag die TG deutlich zurück. Bad Waldsee fing sich zur Satzmitte hin und übernahm selbst noch einmal die Führung. Erst ab dem 18:18 entglitt den Oberschwaben das Gesetz des Handelns, dann zog der abgekochte Spitzenreiter davon und gewann mit 25:22.

Das Fazit der TG-Trainerin klang dennoch zufriedenstellend. Die kämpferische Leistung des etwas ersatzgeschwächten Teams stimmte und Müllerschön freut sich mit den Bad Waldseer Fans auf die kommenden Wochen. Dann weist die doch etwas eigenartige Terminplanung zu Beginn der Rückrunde wieder Heimspiele auf. Am Samstag, 9. Dezember (19 Uhr), kommt es in der Eugen-Bolz-Halle zum Duell mit dem Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, der TSG Tübingen.