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Aulendorf

Naturhecke für Artenvielfalt und Klimaschutz

Aulendorf / Lesedauer: 2 min

Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen pflanzte die BUND-Kindergruppe unter Mithilfe von vielen Helfern der Ortsgruppe Aulendorf eine Naturhecke an. Mit Schaufel und Spaten sowie kräftezehrendem Pflanzlochbohrereinsatz wurden in circa drei Stunden 130 heimische Sträucher und drei Walnussbäume sowie drei Traubenkirschen gepflanzt.
Veröffentlicht:13.02.2024, 10:29

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Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen pflanzte die BUND-Kindergruppe unter Mithilfe von vielen Helfern der Ortsgruppe Aulendorf eine Naturhecke an. Mit Schaufel und Spaten sowie kräftezehrendem Pflanzlochbohrereinsatz wurden in circa drei Stunden 130 heimische Sträucher und drei Walnussbäume sowie drei Traubenkirschen gepflanzt.

Eine Hecke hat vielfältige positive Effekte für die Landwirtschaft, den Klimaschutz und die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Zur Verbesserung der Fruchtbarkeit und der Wasserspeicherung in der Fläche wurde zusätzlich „Pflanzenkohle“ eingesetzt.

Feldhecken sind ein bedeutender Bestandteil der Kulturlandschaft und haben auch positive Effekte für die Landwirtschaft. Sie schützen vor Wind- und Wassererosionen und haben an heißen Tagen eine kühlende Wirkung. Das Mikroklima ändert sich. In Trockenperioden wird der Wasserverlust des Bodens verzögert. Aus dem Laub der Sträucher entsteht Humus, der die Bodenqualität verbessert. Zudem können Hecken Gewässer und empfindliche Kulturen vor dem Eintrag von Nähr- und Schadstoffen schützen, indem sie Staub und andere Partikel aus der Luft filtern.

Nicht zuletzt bietet eine Hecke aus Sträuchern und Bäumen mit Krautsaum vielen Nützlingen einen Lebensraum mit wertvollen Nahrungs-, Nist-, Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten in der (oft ausgeräumten) Agrarlandschaft. Sie ist eine Bereicherung für die Artenvielfalt. Auch hiervon können Landwirtinnen und Landwirte profitieren, wenn zum Beispiel Singvögel gefördert werden, die sich überwiegend von Insekten - insbesondere Schädlingen - ernähren.

Weil die Feldhecke aus vielen unterschiedlichen einheimischen Sträuchern und Bäumen besteht, die an die regionalen Bedingungen angepasst sind, ist sie Lebensraum für wirklich viele Pflanzen- und Tierarten und hat damit eine große Bedeutung für den Schutz und die Erhaltung von Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Kleinsäugern. Es wurden Weißdorn, Haselnuss, Pfaffenhütchen, Hundsrose, Heckenkirsche, Kriechrose, Schlehe, Traubenkirsche und Walnuss angepflanzt. Die Anpflanzung der unterschiedlichen Sträucher bietet ein weites Blüten- und Fruchtangebot.