Dobelmühle

Dobelmühle: Rat will Brücken-Neubau

Aulendorf / Lesedauer: 2 min

Dobelmühle: Rat will Brücken-Neubau
Veröffentlicht:22.01.2013, 19:55
Aktualisiert:25.10.2019, 03:00

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Brüchiges Geländer, aufgebrochender Beton und Risse: Die Brücke zur Dobelmühle in Steinenbach ist stark beschädigt und darf daher seit 2000 nur mit Fahrzeugen bis zu drei Tonnen befahren werden. Das soll sich nun ändern. Die Räte hatten bereits im April 2012 den Neubau beschlossen. Gleichzeitig hatten sie jedoch das Planungsbüro Assfalg Gaspard Partner (AGP) beauftragt, kostengünstige Alternativen zu prüfen. Frank Rauber von AGP stellte dem Gemeinderat fünf Varianten mit Kosten zwischen 202000 und 317 000 Euro vor.

AGP hatte dabei auch untersucht, ob der Sockel der Brücke wiederverwendet werden kann. „Wir empfehlen keine Wiederverwendung, da die Risse und Schäden sehr groß und durchgängig sind. Wenn der Sockel erhalten wird, dann ist das mit einer teuren und aufwendigen Untersuchung verbunden mit unsicherem Ergebnis“, sagte Rauber und verwies darauf, dass seit 2006 der Brückenneubau empfohlen werde. „Die Sanierungskosten liegen bei etwa 90 Prozent der Neubaukosten“, sagt Rauber. Das Planungsbüro hatte zudem geprüft, ob die Fahrbahnbreite reduziert werden kann. Die jetzige Brücke ist zwischen den Geländern sechs Meter breit. „Wenn Gegenverkehr zu erwarten ist, dann müsste die Brücke 6,5 Meter breit sein. Da es aber wenig Verkehr gibt, können wir die Breite reduzieren“, sagte Rauber. AGP empfiehlt eine Reduzierung auf 4,5 Meter. Hartmut Holder , Ortsvorsteher von Blönried, unterstrich die Bedeutung der Brücke an der Dobelmühle. „Sie sollte unbedingt erneuert werden“, sagte er. Holder wollte wissen, ob beim Neubau der Durchlauf für den Bach breiter wird. „Der Durchlauf wird breiter, denn das Landratsamt fordert rechts und links ein Rückzugsgebiet für Tiere“, sagte Rauber.

Er empfahl einen Neubau mit der Variante Bohrpfahlgründung mit Druckbalken und reduzierter Fahrzeugbreite. Die Kosten dafür liegen bei 202 000 Euro. Beim Neubau dieser Variante ohne reduzierte Fahrbahnbreite sei mit 219 000 Euro zu rechnen. Auch der Ausschuss für Umwelt und Technik empfahl mehrheitlich die von AGP favorisierte Variante. Der Gemeinderat schloss sich dem einstimmig an.