Progymnasium

Progymnasium will zurück zu G9

Altshausen / Lesedauer: 2 min

Kooperation mit Störck-Gymnasium soll ohne Hürden fortgesetzt werden
Veröffentlicht:31.07.2014, 18:03
Aktualisiert:24.10.2019, 11:00

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Für das Progymnasium Altshausen kann ein Antrag auf Einrichtung des Schultyps G9 gestellt werden. Das hat der Gemeinderat Altshausen bei seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Schulleiter Ralph Lange hatte dem Gremium zuvor die Gründe erläutert. Unter anderem der Elternwunsch und die bestehende Kooperation mit dem Störck-Gymnasium in Bad Saulgau seien ausschlaggebend gewesen.

G9 bedeutet, dass das Abitur nach neun Jahren gemacht wird. Derzeit wird am Progymnasium nach dem G8-Modell auf das Abitur vorbereitet, also so dass nach acht Jahren das Abitur abgelegt würde. Würde der Antrag auf G9 genehmigt, dann könnte es in Altshausen bis Klasse elf gehen. Dieser Jahrgang könnte aber auch bereits in Bad Saulgau angesiedelt werden.

Einen entsprechenden Antrag hatte das Progymnasium bereits vor einigen Jahren gestellt. Dieser wurde damals abgelehnt, der Antrag des Störck-Gymnasiums hingegen genehmigt. Damals hatten rund 90 Prozent der Eltern den neunjährigen Bildungsgang favorisiert. Beide Schulen haben seit langer Zeit eine enge pädagogische und schulorganisatorische Kooperation. Die Mehrheit der Schüler des Progymnasiums geht nach der zehnten Klasse in der Regel auf das Störck-Gymnasium. Dort gibt es seit drei Jahren nur noch G9-Anfangsklassen, da die Mehrheit der Eltern dies bevorzugt. „Eine Veränderung zeichnet sich für die nächsten Jahre nicht ab“, sagte Lange. Dass das Progymnasium nun nochmals einen Antrag stelle, solle auch ein deutliches Signal nach Stuttgart sein.

„Wir wollen den Antrag jetzt stellen, um weiterhin einen harmonischen Übergang zum Störck-Gymnasium zu haben“, sagte Lange. Wenn es beim Progymnasium bei G8 bleibe, würden Wechsel und Kooperation erschwert, da in Bad Saulgau in den vergangenen Jahren nur G8-Züge in der Jahrgangsstufe fünf entstanden sind.

Frank Binder ( CDU ) wollte wissen, wie viele Anmeldungen es für die fünfte Klasse gebe. Lange erläuterte, dass der Jahrgang nach den Ferien mit 22 Schülern starten werde. „Ich erwarte nicht, dass die Zahlen mit G9 signifikant steigen. Wir verlieren aber auch trotz des derzeitigen G8-Modells keine Schüler nach Bad Saulgau, weil deren Eltern sie lieber direkt auf ein G9-Gymnasium schicken wollen.“

Auf Gemeinde kommen keine Kosten zu

Martin Kiem (CDU) erkundigte sich nach Kosten für Gemeinde und Konsequenzen für die Lehrerschaft. Laut Lange würden keine Kosten entstehen. Die Umstellung könnte zudem sofort stattfinden. Auch bei der Lehrerschaft würde es voraussichtlich keine Veränderungen geben. Es müsse langfristig überlegt werden, ob die Klasse elf in Altshausen oder in Bad Saulgau angesiedelt werde.

Einstimmig war der Gemeinderat für die Einrichtung eines G9-Zuges am Progymnasium und beauftragte die Verwaltung damit, beim Kultusministerium den entsprechenden Antrag zu stellen.