Kläranlage

Besucher erfahren mehr über die Kläranlage

Altshausen / Lesedauer: 2 min

Tag der offenen Tür beim Bauhof Altshausen – Besucher dürfen Radlader fahren
Veröffentlicht:30.05.2016, 18:40
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Das Bauhofteam um Leiter Thomas Trunz hat beim Tag der offenen Tür für Groß und Klein ein abwechslungsreiches Programm geboten. Es gab einen geführten Rundgang durch die Kläranlage, eine Fotoausstellung und einige Attraktionen, besonders für die jungen Besucher: So konnte man einen Radlader fahren oder mit dem Minibagger baggern. Häufig in Betrieb war auch das Drehleiter-Fahrzeug der Feuerwehr Altshausen. Von der ausgefahrenen Drehleiter hatten die Besucher einen tollen Ausblick auf die Umgebung.

Einer der Besucher war Hermann Oßwald aus Bad Saulgau mit seinem sechsjährigen Sohn Miko und seiner Schwägerin. Mikos Großvater ist Bauhofmitarbeiter Hubert Eisenbach. Wie andere Kinder auch setzte sich Miko in eines der ausgestellten Fahrzeuge. „Das gefällt den Kindern natürlich“, meinte sein Vater Hermann Oßwald.

Becken fängt Regenwasser auf

Zahlreiche Besucher zog der Rundgang durch die Kläranlage an, den Bauhofleiter Thomas Trunz, der zusammen mit Helmut Fürst und Ralf Kugler für die Kläranlage zuständig ist, leitete. Erste Station des Rundgangs war das Regenüberlaufbecken. Thomas Trunz machte deutlich, welch gewaltige Menge Wasser in kurzer Zeit bei starkem Regen in das Becken fließt: Während der sogenannte „Trockenwetterzufluss“ 15Meter pro Sekunde betrage, könnte der Zufluss bei starkem Regen schon mal 300 oder 400 Meter pro Sekunde sein.

„Maximal verschaffen wir 50 Liter pro Sekunde“, berichtete Trunz. Gibt es einen höheren Wasserzufluss, nimmt das Regenüberlaufbecken die Menge auf. Sollte die Kapazität des Beckens nicht ausreichen, wird das Wasser in den Mühlbach geleitet. Das Becken ist allerdings groß, zumindest, wenn man es mit dem alten Becken vergleicht: Trunz zeigte den Besuchern auch das alte Becken, das vor der Kläranlagen-Erweiterung als Überlaufbecken diente. Es ist im Vergleich zum jetzigen Becken fast schon winzig.

Anlage läuft 24 Stunden

Hebewerke, Rechen, Belebungsbecken, Nachklärbecken, Betriebsräume – Trunz zeigte den Besuchern die verschiedenen Bereiche der Kläranlage. Besonders wichtig sind beispielsweise die Rücklaufschlammpumpen oder die Gebläse. „Es gibt so ein paar Aggregate, die müssen 24 Stunden am Tag laufen“, bemerkte Trunz. Zum Job des Kläranlagen-Teams gehört auch reichlich Dokumentationsarbeit. „Es muss alles dokumentiert werden fürs Landratsamt, lückenlos“, erklärte Trunz.

Aus den Reihen der Besucher kam die Frage auf, wie die Kapazität der Kläranlage Altshausen ist. Die Kläranlage sei auf sogenannte 6800 Einwohnerwerte ausgelegt, erläuterte Trunz. Bei diesen Werten wird eine Gewichtung vorgenommen, so werden einem Industriebetrieb viel mehr solcher Werte zugeschrieben als einem Privathaushalt. Aktuell arbeitet die Kläranlage laut Trunz in einer Größenordnung von etwa 5000 Einwohnerwerten. Man habe also noch 1800 Einwohnerwerte „Luft“ nach oben.