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Großer Supermarkt 

Außergewöhnlicher Edeka in Hege: Neue Infos zum Bau in Kuchenstück-Form

Wasserburg / Lesedauer: 3 min

Der Neubau mutet wie das Stück eines Kuchens an. Wann Startschuss ist und was dort neben einem Vollsortimenter und der Genusswelt sonst noch alles geplant ist.
Veröffentlicht:12.02.2024, 05:00

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Die Firma Neukauf Hellstern will am Ortsrand von Hege einen neuen Edeka-Markt bauen und damit den alten im Ortskern am Bahnhof ersetzen. Nachdem die Firma vergangenen Sommer ihre Pläne im Gemeinderat vorgestellt hatte, hat sie nun den Zeitplan präsentiert. Und eine Neuigkeit verkündet.

Im Frühjahr 2027 soll der neue Edeka-Markt in Hege fertig sein. So sieht zumindest der Zeitplan der Firma Neukauf Hellstern aus, den Bauamtsleiter Jens Müller auf der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte. Demnach ist angedacht, ab 2024 den Bebauungsplan aufzustellen. Baustart könnte 2025 sein, damit ungefähr im Frühjahr 2027 der Markt eröffnet werden kann.

Die Firma, die bereits in Wasserburg einen kleinen Edeka-Markt betreibt, plant, das Geschäft am Bahnhof aufzugeben und stattdessen nach Hege umzuziehen. Am Rande des Gewerbegebietes, auf der Fläche zwischen der Schreinerei Rechtsteiner und der Auffahrt zur LI 16, soll ein Vollsortimenter entstehen mit einer Verkaufsfläche von höchstens 1200 Quadratmetern.

Das hat der neue Markt zu bieten

Hier sollen sowohl hochwertige Produkte als auch Discounter-Ware verkauft werden. Insgesamt um die 30.000 Artikel sollen hier angeboten werden, statt der sonst üblichen 18.000 bis 20.000. Zudem wollen Wolfgang Hellstern und sein Sohn Philipp in dem neuen Gebäude eine „Genusswelt“ einrichten, in der es auf maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche Weine aus der Region, vor allem vom Bodensee, und Spezialitäten aus Schokolade geben wird.

Denn die Firma Hellstern ist auch Eigentümerin der traditionsreichen Confiserie Bosch. Zwischen 60 bis 70 Arbeitsplätze werden hier geschaffen.

Neu ist, dass zu diesen ursprünglichen Plänen jetzt auch ein „ kleiner Backshop“ kommen soll, wie der Bauamtsleiter dem Gremium erklärte. Der soll in die Genusswelt integriert werden, damit die Quadratmetergrößen der Verkaufsflächen nicht überschritten werden.

Außergewöhnliches Gebäude

Auf der Sitzung im vergangenen Sommer hatten die Hellsterns den Wasserburgern ein „außergewöhnliches Gebäude“ versprochen. Eine Visualisierung dessen, was geplant ist, zeigte den Räten, dass dies tatsächlich der Fall ist. Das kuchenstückartige Gebäude mit begrüntem Flachdach soll eine Holzfassade bekommen.

Allerdings braucht das ganze Vorhaben noch ein wenig Vorarbeit. Wie Städteplaner Werner Dehm erklärte, müssen noch verschiedene Voraussetzungen mit dem Landratsamt Lindau abgeklärt werden. So wie etwa Fragen zum Arten-, Immissions- und Lärmschutz, zum Niederschlagswasser und zur Verkehrslenkung. Fragen zur Anlieferung wie auch zu den Stellplätzen müssten hingegen noch mit der Gemeinde geklärt werden.

„Der Entwurf ist sehr attraktiv“, fand Stefan Hanser (CSU) und wollte diesen im Bebauungsplan auch genauso „festgezurrt“ wissen. „Damit dort wirklich auch so ein attraktives Gebäude entsteht, weil es doch eine interessante und sehr gute Lage ist für einen Vollsortimenter.“

Das heißt, die Gemeinde kann da sehr fein steuern.

Werner Dehm

Dass dies möglich sei, versicherte ihm der Städteplaner. Er erklärte, dass der vorhabenbezogene Unterstützungsplan, den die Gemeinde aufstellen will, die Qualitäten regle und der Vorführungsvertrag die Rechte und Pflichten. „Das heißt, die Gemeinde kann da sehr fein steuern.“

Gemeinderätin Beate Meßmer (CSU) wünschte sich zudem ein Phantomgerüst, um die Dimension und die Höhenentwicklung am Ortseingang darzustellen.