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Schießanlage

Kugel trifft ihn in die Brust: 52-Jähriger in Schießanlage schwer verletzt

Sigmarszell / Lesedauer: 2 min

Dort wurde mit scharfer Munition geschossen – Der 52-Jährige kommt in Schweizer Klinik – Kriminalpolizei ermittelt
Veröffentlicht:03.11.2022, 14:34

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Ein 52-jähriger Mann ist am Mittwochabend in einer Schießanlage in Sigmarszell schwer verletzt worden. Dort wurde mit scharfer Munition geschossen, eine Kugel traf ihn in die Brust. Kriminalpolizei und Gutachter ermitteln.

Der Unfall passierte während des normalen Schießbetriebs. In der Anlage trainieren nicht nur Sportschützen, sondern auch regelmäßig Jäger. So offenbar auch am Mittwochabend. „In der Schießanlage wurde mit Jagdgewehren mit scharfer Munition geschossen“, sagt Polizeisprecher Dominic Geißler auf Nachfrage der LZ. „Das waren Gewehre, mit denen man sonst Wildschweine erschießt.“ Der Unfall hätte auch tödlich ausgehen können.

Der Notruf über „eine Person mit Schussverletzung“ ging gegen 21 Uhr ein, wie die Polizei in ihrem Pressebericht schreibt. Der 52-Jährige war im Brustbereich getroffen worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn sofort in eine Schweizer Klinik.

„Er wurde schwer verletzt, befindet sich aber mittlerweile außer Lebensgefahr“, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Entgegen erster Befürchtungen sei eine Not-Operation am Mittwochabend nicht notwendig gewesen, sagt Geißler im Gespräch.

52-Jähriger hat wohl nicht selbst geschossen

Die ersten Ermittlungen am Mittwochabend übernahmen Beamte der Lindauer Polizeiinspektion und des Kriminaldauerdienstes der Kripo Memmingen. Mittlerweile kümmert sich die Lindauer Kriminalpolizei gemeinsam mit einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes um den Fall. Denn noch ist unklar, was genau passiert ist.

Es ist noch nicht sicher, ob es ein Querschläger war.

Dominic Geißler

Fest steht laut Geißler bisher, dass in der Schießanlage mehrere Personen waren. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen habe nicht der verletzte 52-Jährige selbst, sondern jemand anderes geschossen. „Es ist noch nicht sicher, ob es ein Querschläger war“, erklärt Geißler.Die Polizei muss jetzt unter anderem herausfinden, ob der Schuss irgendwo abgeprallt sein könnte. Dafür wird es eine Begehung der Schießanlage geben, bei der ein Gutachter dabei sein wird.