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Neue Leitung

Zwei Lindauer an der Spitze der Volkshochschule

Lindau / Lesedauer: 3 min

Mario Frick soll nun überlegen, wie die Zusammenarbeit mit der VHS Lindenberg vertieft werden soll. Eine Fusion ist also noch nicht vom Tisch.
Veröffentlicht:03.12.2023, 08:00

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Die Volkshochschule Lindau bekommt eine neue Leitung. Mario Frick wird der Nachfolger von Horst Lischinski, die pädagogische Leitung liegt künftig in den Händen von Emel Kücükosman. Was bedeutet die neue Personalie für die Fusionspläne mit Lindenberg?

Das Lindauer Kulturamt hatte Ende Januar überraschend angekündigt, dass die Volkshochschulen Lindau und Lindenberg über eine Fusion nachdenken. Im Westallgäu gibt es inzwischen einen entsprechenden Beschluss. In Lindau wird noch geprüft, ob das ein Weg sein könnte.

Kritiker, die eine Auflösung der Lindauer Volkshochschule befürchteten, dürfte die Nachricht beruhigen: Die Volkshochschule Lindau geht mit einem neuen Leitungsteam in die Zukunft. Für Horst Lischinski, der sich im Oktober in den Ruhestand verabschiedete, wurde „ein Nachfolger gesucht und gefunden“, schreibt die Pressesprecherin der Stadt Bettina Wind.

Das sei auch deshalb wichtig, „damit er den Prüfprozess, wie eine künftige Zusammenarbeit der VHS Lindau und Lindenberg aussehen kann, begleiten kann“.

Weitere Gespräche mit Lindenberg

Die Fusion ist also noch nicht vom Tisch. Im Herbst hätten weitere Gespräche mit Lindenberg stattgefunden, auf deren Grundlage sich der Stadtrat im neuen Jahr mit dem Thema befasst, schreibt Wind auf Nachfrage der Lindauer Zeitung. „Nun soll jedoch die neue VHS-Leitung erst einmal Gelegenheit haben, in der VHS Lindau anzukommen, um die Stadtratsbefassung vorzubereiten.“

Wir möchten in einer Welt, die immer komplexer wird, Orientierung anbieten.

Mario Frick

Der neue Leiter Mario Frick (39 Jahre) ist in Lindau geboren und hat Politikwissenschaft, Pädagogik, Deutsch als Fremdsprache und Sprecherziehung in Regensburg und Istanbul studiert. Nach beruflichen Stationen als Sprachassistent in Malta und als kommunaler Integrations- und Inklusionsberater der Stadt Waldkirch arbeitete er zuletzt als Leiter des Fachbereichs Deutsch an der Volkshochschule Weingarten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Ein Angebot für alle Menschen“

Für ihn sei die Volkshochschule ein Begegnungsort in Lindau, an dem Menschen zusammenkommen und sich austauschen können. „Die VHS ist ein Angebot für alle Menschen“, wird Frick zitiert, der seine Stelle zum 1. Dezember antreten wird. Deshalb sei ihm wichtig, vielfältige Kurse anzubieten, die möglichst viele Menschen ansprechen.

„Wir möchten in einer Welt, die immer komplexer wird, Orientierung anbieten“, sagt Frick. Ein Anliegen von ihm sei es daher, die Bereiche Junge Volkshochschule und Gesellschaft und Politik, vor allem die Verbraucherbildung, in der VHS zu stärken. Auch die Sprachen will er fördern: „Sie sind für mich der Schlüssel zur Integration und dem Verständnis für andere Kulturen.“

Emel Kücükosman, 24, hat bereits zum 1. Oktober ihre Position als stellvertretende Leitung angetreten. Die Lindauerin hat Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen studiert und bereits berufliche Erfahrung in der Ausstellungskonzeption im Tübinger Stadtmuseum gesammelt.

„Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der VHS“ im Blick

Beide freuen sich, dass sie bei der VHS Lindau auf ein eingespieltes Team treffen. „Uns ist es wichtig, bisher gut laufende Angebot fortzuführen, aber auch neue Angebote zu schaffen“, so Frick weiter. „Wir sind offen für neue Ideen und freuen uns, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Zu Fricks Aufgaben gehöre aber auch, über die „Zukunftsfähigkeit“ und „Wirtschaftlichkeit der VHS“ nachzudenken, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. „Die Vertiefung der schon jetzt über ein gemeinsames Programm erfolgenden Zusammenarbeit mit der VHS Lindenberg wird dabei Gegenstand der Überlegungen sein.“