Erwartbare Reaktion

Polizei-Einsatz im Jugendamt - Vater "rastet völlig aus"

Lindau / Lesedauer: 2 min

Die Lindauer Polizei ist am Freitagmittag zu einem Großeinsatz ins Jugendamt in der Bregenzer Straße ausgerückt. Ein Vater sei dort „völlig ausgerastet‟, wie die Polizei schreibt.
Veröffentlicht:17.03.2023, 13:57

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Die Lindauer Polizei ist am Freitag zu einem größerer Einsatz ins Jugendamt in der Bregenzer Straße ausgerückt. Ein Vater sei dort „völlig ausgerastet‟, wie die Polizei schreibt.

Die Mitarbeiter des Jugendamts hätten dem Mann  mitgeteilt, dass er seine Kinder nicht mehr sehen darf, sagt Polizeisprecherin Isabel Schreck im Gespräch mit der LZ. Dass die Situation heikel werden könnte, war offenbar absehbar. 

Das Gespräch beim Jugendamt war auf 10 Uhr angesetzt, wie es im Polizeibericht heißt. Dazu wurde ein Ehepaar vorgeladen. „Da der 35-Jährige als gewalttätig galt, bat das Landratsamt Lindau vorab um Unterstützung der Polizei.‟

35-Jähriger muss mit körperlicher Gewalt fixiert werden

Nachdem das Gespräch bis kurz vor 12 Uhr noch sachlich geblieben sei, sei der 35-Jährige im weiteren Verlauf "völlig ausgerastet". „Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und körperlicher Gewalt konnte der 35-Jährige fixiert werden.‟

Der Mann habe einem Polizeibeamten in die Hand gebissen und einem Beamten in die Rippen geschlagen. Zwei weitere Beamte wurden laut Polizeibericht durch den Einsatz von Pfefferspray an den Augen verletzt. „Als ob dies nicht ausreichte, mischte sich auch noch die Ehefrau des 35-Jährigen ein und griff eine Polizeibeamtin an‟, heißt es im Pressebericht weiter.

Rettungsdienst muss Polizisten versorgen

Nachdem Unterstützungskräfte der Lindauer Polizeiinspektion, Grenzpolizei und Bundespolizei eingetroffen waren, konnten die Beamten die Lage wieder beruhigen. Der Rettungsdienst musste auch anfahren, um die verletzten Polizeibeamten zu versorgen.

Der 35-Jährige wurde vorerst in einer Gewahrsamszelle der Polizeiinspektion Lindau untergebracht, zur Überprüfung seines Gesundheitszustandes dann jedoch in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand und vorsätzlicher Körperverletzung eingeleitet, ebenso gegen seine Ehefrau.