StartseiteRegionalRegion LindauLindauAlgenteppiche am Bodensee - Wie sieht es am bayerischen Bodenseeufer aus?

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Algenteppiche am Bodensee - Wie sieht es am bayerischen Bodenseeufer aus?

Lindau / Lesedauer: 2 min

Große Algenteppiche und viel Gestank sorgten bei Langenargen für Aufregung – Wie die Lage in Lindau ist
Veröffentlicht:15.08.2022, 12:00

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Große Algenteppiche und viel Gestank am baden-württembergischen Bodenseeufer bei Langenargen sorgten in den vergangene Tagen für Aufregung. Auch vor Lindaus Ufer haben sich Algenteppiche gebildet.

Aber trotz des aktuellen Niedrigwassers sind es nicht mehr als in den vergangenen Jahren, schreibt Karl Schindele , Behördenleiter beim Wasserwirtschaftsamt in Kempten. Ganz ausschließen, dass sich noch mehr Algenteppiche in beruhigten Zonen bilden, kann er nicht.

 Auch am Lindauer Ufer gibt es jede Menge Algen.
Auch am Lindauer Ufer gibt es jede Menge Algen. (Foto: rst/Schwäbische.de)

Schon jetzt sind einige Flachwasserbereiche und Buchten vor Lindau sehr trocken. Gerade in der Reutiner Bucht hat das Niedrigwasser einen ganzen Strand freigelegt. Man kann sogar bis zur Insel Hoy laufen. Das geht sonst nur im Winter.

Dort haben sich mittlerweile auch Algenteppiche gebildet. Sie breiten sich am Ufer aus. „Je nach Witterung und Windrichtung und -stärke werden diese verfrachtet und können täglich ein neues Bild ergeben“, schreibt Schindele.

Niedriges Wasser und Trockenheit sorgen für Algen

Begünstigt werde die Entwicklung von Algen durch die lange Schönwetter-Periode: viel Licht, erhöhte Luft- und damit auch erhöhte Wassertemperaturen sorgen für schnelleren Stoffumsatz.

Gefährlich sind die Algen und Seegräßer nicht. Bei Langenargen handele es laut Schindele sich um eine Grünalge, mit dem Namen „Wassernetz“. In Lindau handelt es sich laut auch um Grünalgen, sagt Claudia Grießer, die Geschäftsführerin des Bund Naturschutzes in Lindau. Die gefährliche Sorte seien die Blaualgen. Aber dass die hier auftauchen, sei ihr nicht bekannt.

Leichtkräuter im Wasser

Was Schwimmer an den Beinen spüren, seien die Leichtkräuter, die unten im See Wurzeln schlagen. Die sind laut Gieser ganz normal und wichtig für das Ökosystem – wegen des extrem niedrigen Wasserstands in diesem Jahr vielleicht besonders zu spüren.

Auch im Lindauer Hafen hat sich in den vergangenen Wochen jede Menge Seegras angesammelt. Schon zum zweiten Mal musste das vergangene Woche gemäht werden. Laut Hafenmeister ist es aber nicht mehr als in den Jahren zuvor.