StartseiteRegionalRegion LindauLindauJede Menge Regen in Lindau ‐ Feuerwehr mit 1000 Sandsäcken vorbereitet

Pegel steigen

Jede Menge Regen in Lindau ‐ Feuerwehr mit 1000 Sandsäcken vorbereitet

Lindau / Lesedauer: 3 min

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Dauerregen. Die Feuerwehr Lindau überprüft ihre Pumpen und legt Sandsäcke bereit. Wie sich Bewohner vorbereiten können.
Veröffentlicht:13.11.2023, 17:00

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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem Sturmtief über Lindau. Dabei könnte es zu Hochwasser kommen. Wie sich die Feuerwehr vorbereitet und wie das Wasserwirtschaftsamt die Lage sieht.

Das Wasserwirtschaftsamt beobachtet die Pegel. Fast stündlich würden Leiter Karl Schindele und sein Team eine Hochrechnung der Wasserstände durchführen, um schnell reagieren zu können. Stellenweise könne es zur Hochwasser-Meldestufe drei kommen. Das ist die zweithöchste Stufe.

Der Dauerregen könnte Folgen haben. „Wahrscheinlich werden ein paar Wiesen und landwirtschaftliche Flächen unter Wasser stehen aber keine bebauten Gebiete“, sagt Schindele.

Pumpen sind einsatzbereit

Die Lindauer Feuerwehr ist vorbereitet: 1000 Sandsäcke mit jeweils 15 Kilo lägen bereit. Wo diese zum Einsatz kommen könnten, kann Florian Kainz, Kommandant der Lindauer Feuerwehr nicht sagen. „Da gibt es keine vordefinierten Punkte. Das geht dann nach Bedarf.“

Die Sandsäcke der Feuerwehr Lindau sind bereit.
Die Sandsäcke der Feuerwehr Lindau sind bereit. (Foto: Feuerwehr Lindau)

Die Pumpen habe die Feuerwehr geprüft, um in Ernstfall schnell reagieren zu können. Dazu zählen neben den normalen Pumpen, die zum Inventar der Einsatzwägen gehören, auch spezielle Schmutzwasserpumpen für Hochwasser.

Vorbereitung für die Bevölkerung

Die freiwillige Feuerwehr Bösenreutin warnt im Internet vor dem „ergiebigen Dauerregen“. Es könne zu Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen, sowie Überflutungen von Straßen kommen, heißt es in einem Beitrag.

Der Lindauer Kommandant Florian Kainz appelliert aber auch an die Bevölkerung sich vorzubereiten. Man könne dafür sorgen, dass Abflüsse so frei wie möglich bleiben. Außerdem sollten sich Grundstücksbesitzer, die in der Vergangenheit schon Probleme mit Hochwasser hatten, um eine eigene Pumpe bemühen.

Anstieg der Wasserpegel

Er betont auch, dass die Feuerwehr bei zwei bis drei Zentimetern Wasserstand in Kellern nicht helfen könne, da die Pumpen dafür nicht konzipiert seien. „Da muss man sich selbst behelfen“, meint Kainz.

Die Hochwasservorhersagezentrale in Konstanz prognostiziert, dass der Pegel des Bodensees in den nächsten Tagen um bis zu 30 Zentimeter steigen könnte: Von 3,5 Meter auf 3,8 Meter.

Laut Zahlen des Hochwassernachrichtendiensts Bayern steigt auch der Wasserstand der Oberreitnauer Ach und der Leiblach sprunghaft an.

Lage momentan entspannt

Bis dato sei die Lage aber entspannt und die Pegelstände in Ordnung, sagt Karl Schindele. Er spricht von keiner aktuellen Gefahrenlage. Die Wasserrückhaltebecken seien noch nicht gefüllt worden. Das könne sich in den nächsten Tagen aber durchaus ändern.

Bis Mittwoch soll der Dauerregen in Lindau wahrscheinlich anhalten. Danach gehen die starken Niederschläge eher in Schauer über und es kann zeit- und gebietsweise Aufhellungen geben, wie die Wetterwarte Süd in Bad Schussenried berichtet.