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Rothfuß will AfD-Ortsverband Lindau gründen

Lindau / Lesedauer: 3 min

Partei sucht Kandidaten, die in einem Jahr bei den Wahlen für Stadtrat und Kreistag antreten
Veröffentlicht:28.01.2019, 16:52

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Die AfD will nach den Wahlen in etwa einem Jahr im Lindauer Stadtrat und im Kreistag sitzen. Rainer Rothfuß bereitet die Gründung eines Ortsverbands Lindau seiner Partei vor und sucht nach Kandidaten, die auf einer oder auf beiden Listen antreten wollen.

Zunächst kandidiert Rothfuß bei der Europawahl Ende Mai auf Listenplatz 21. Doch nach derzeitigen Umfragen hat der Lindauer damit keine Chance, tatsächlich ins Europa-Parlament einzuziehen. So kündigt Rothfuß jetzt in einer Pressemitteilung die Gründung eines Ortsverbands Lindau der AfD an, der auch die umliegenden Gemeinden umfassen soll.

Der Ortsverband solle Schritt für Schritt Kompetenzen „für eine fundierte kommunalpolitische Themenarbeit in Lindau aufbauen“. Rothfuß beschreibt die Etappenziele wie folgt: „Von Anfang an wollen wir Themen behandeln, die den Lindauer Bürgern auf den Nägeln brennen. Eine kompetente und konstruktive Arbeitsweise steht für mich im Vordergrund.“ Im Vordergrund stünden die Interessen der Bürger „und ein faires Miteinander der örtlichen Parteien“. Im Frühjahr will Rothfuß den AfD-Ortsverband Lindau offiziell gründen. Für die Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 strebt Rothfuß eine Liste für den Stadtrat und – in enger Abstimmung mit dem Kreisverband – möglicherweise auch für den Kreisrat an.

Rothfuß bemängelt die Sicherheit der Schulwege in Lindau

Als erstes Thema befasst sich Rothfuß mit der Verkehrssicherheit im Umfeld der Lindauer Schulen. Anlass ist ein Unfall am 14. Januar. Wie berichtet, hat an der Ecke Steigstraße / Schulstraße ein Auto von hinten eine links abbiegende Radfahrerin mit Kinderanhänger erfasst. Die Einmündung an der Steigapotheke sei „als gefährlicher Abschnitt der Steigstraße bekannt“, insbesondere wenn morgendlicher Berufs- und Schulverkehr dort neben parkenden Autos auf zahlreiche Schüler treffe. Rothfuß kritisiert, dass Tempo 30 in der Steigstraße nur auf Höhe des Kindergartens St. Verena gilt. Im Einmündungsbereich sollte die Stadt zudem auf der Fahrbahn eine Abbiegespur zumindest für Radfahrer markieren.

Die Fußgängerampeln am Kindergarten und bei der Schule seien zudem so einzustellen, dass beim Betätigen der Taste sofort das Lichtsignal für die Autofahrer zuerst auf Grün und dann auf Rot schaltet. „Bisher wird den Fußgängern jedes Mal eine sinnlose Wartezeit von zehn Sekunden abgenötigt, bis die Ampel für die Autofahrer überhaupt angeht“, kritisiert Rothfuß. Diese Wartezeit verleite Kinder und Erwachsene dazu, die Straße schnell ohne Betätigen der Ampel zu queren und sich in Gefahr zu bringen.

Rothfuß fordert auch die Prüfung anderer Schulwege der Kinder in Lindau. „Unnötige Gefahrenherde sollten umgehend und unbürokratisch behoben werden, bevor weitere Unfälle passieren.“ Als beispielhaft nennt er die Einmündung der Straße Wannental in die Bayerstraße: Radfahrer und Autofahrer seien dort wegen parkender Autos direkt vor der nicht einsehbaren Einmündung gezwungen, auf die Gegenfahrbahn zu wechseln. „Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis hier ein schwerer Frontalzusammenstoß mit einem abbiegenden Fahrzeug geschieht.“

Dass der kürzliche Unfall einen Ausnahmefall bildet, schreibt Rothfuß nicht. Seit Jahren berichtet die Polizei in Lindau über sehr niedrige Unfallzahlen auf den Schulwegen. Es gibt demnach keine Unfallschwerpunkt, vielmehr bildet jeder Unfall eine Ausnahme, die meist auf menschliches Fehlversagen zurückzuführen sei.