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Reges Kommen und Gehen bei den EV Lindau Islanders

Lindau / Lesedauer: 3 min

Vier Kaderveränderungen beim Eishockey-Oberligisten. Ein Verteidiger und ein Goalie verlassen den Club - beide Positionen sind schon neu besetzt worden.
Veröffentlicht:27.11.2023, 18:54

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Zwei Neue und zwei Abgänge: Die EV Lindau Islanders haben am Montag über eine Anpassung ihres Kaders informiert. Beim Eishockey-Oberligisten unterzieht sich Verteidiger Robin Wucher einer Operation - danach wird er während seines Auslandssemesters eine Herausforderung bei einem finnischen Verein annehmen. Für ihn kommt mit Philipp Faulhaber vom Ligakonkurrenten Höchstadter EC ein junges Talent an den Bodensee. Der Tryout-Vertrag mit Goalie Matous Liemann wird beendet, dafür bekommt im Gegenzug Keanu Salmik aus Kaufbeuren eine Förderlizenz für die EV Lindau Islanders.

Der sicherlich größte Einschnitt bei den Kaderveränderungen der Islanders ist der Ausfall von Verteidiger Robin Wucher. Der Student spielte sich laut EVL-Mitteilung mit hervorragenden Leistungen in der Vorbereitung und in den bisherigen Saisonspielen in der Defensive fest. Er biss dabei auf Zähne, denn seit Beginn der Saison spielt der 20-Jährige mit einem Leistenbruch, der nun endgültig operativ behoben werden muss. Sein letztes Saisonspiel für die Lindauer bestritt er am Sonntag beim 1:4 bei den Heilbronner Falken als Kapitän. Mit Robin Wucher verliere der EVL „einen wahren Kämpfer“, sagt der Sportliche Leiter Milo Markovic bezogen auf seine Verletzungsgeschichte. „Sein Ausfall wiegt schwer. Er hat diese Saison eine großartige Entwicklung gemacht und sich in der Mannschaft festgespielt.“

Lindauer gönnen Robin Wucher das Stipendium

Er wünscht Robin Wucher nur das Beste in den kommenden Monaten. „Ich hoffe, dass Robin in Finnland die Möglichkeit bekommt, ab Januar wieder Eishockey spielen zu können und wir ihn dann kommende Saison wieder topfit und mit tollen skandinavischen Erfahrungen im EVL-Dress begrüßen zu dürfen“, wird Markovic zitiert. Nach der OP und erfolgreicher Regeneration heuert Robin Wucher während seines Auslandssemesters bei einem Verein in Finnland an. Dieses Stipendium ergab sich kurzfristig und passt in den dualen Weg, den die Lindauer gehen. „So einer großartigen Möglichkeit will natürlich niemand im Wege stehen“, betonen die Islanders in ihrer Mitteilung.

Diesen Verlust wollen die Lindauer Verantwortlichen mit einem jungen Verteidiger kompensieren. Vom Höchstadter EC schließt sich Philipp Faulhaber ab sofort den Islanders an. Der 19-jährige, der die Rückennummer 25 erhält, ist am Bodensee kein Unbekannter, war er doch in der Saison 2022/2023 schon für drei Partien per Förderlizenz vom Augsburger EV für Lindau auf dem Eis und erzielte dabei sogar einen Assist. „Der Kontakt ist nie abgebrochen“, sagt Markovic. Nach der Förderlizenz ging es dann fix von Augsburg zu den Alligators, dort sammelte der Verteidiger weitere Erfahrungen in der Oberliga. „Philipp ist ein talentierter Verteidiger, der einen guten ersten Pass spielt und in unser Konzept mit den jungen Spielern passt“, skizziert Markovic. Ausgebildet wurde der gebürtige Schwetzinger bei den Jungadlern Mannheim, beim EHC Nürnberg und beim Augsburger EV, alles nachweislich DEL-Standorte mit guter Nachwuchsarbeit. In Lindau will Faulhaber an seine ersten Einsätze für die Islanders anknüpfen und sich im Training und den Spielen für viele Einsätze empfehlen.

Keanu Salmik kann bei Bedarf abberufen werden

Bei der Besetzung des dritten Goalies haben sich die Islanders für eine andere Lösung entschieden. Das Tryout mit Liemann wird beendet und vom DEL2-Club ESV Kaufbeuren bekommt Keanu Salmik, der mit der Rückennummer 72 aufläuft, eine Förderlizenz für die EV Lindau Islanders. „Für Matous tut es mir leid. Er hat sich menschlich super in die Kabine eingefügt, aber es gab keine Möglichkeit, ihm die notwendigen Spiele zu geben“, sagt Markovic. „Mit Keanu bekommen wir einen sehr talentierten Torhüter per Förderlizenz, der im Spielbetrieb ist und bei Bedarf abberufen werden kann.“