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Ermittlungsgruppe eingerichtet

Polizei gibt neue Details zu Schüssen in Lustenau bekannt

Lustenau / Lesedauer: 2 min

Drei Männer waren am Samstagabend von einem Unbekannten mit Schüssen angegriffen worden. Der Täter konnte flüchten. Doch die Polizei hat schon einige Erkenntnisse sammeln können. 
Veröffentlicht:29.01.2024, 12:46

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Die Polizei hat am Montagmittag, 29. Januar, neue Erkenntnisse zu den Schüssen vor einem Lustenauer Nachtlokal am Samstag, 27. Januar, bekannt gegeben. Drei Männer im Alter von 31, 32 und 42 hatten das Lokal gegen 23.30 Uhr betreten wollen. Der Zutritt wurde ihnen jedoch von den Security-Mitarbeitern verwehrt. Daraufhin begaben sie sich zurück zum auf der gegenüberliegenden Seite gelegenen Parkplatz.

An Arm und Bein getroffen

In dem Moment, als die drei die Straße überquerten, näherte sich ein bislang unbekannter Täter zu Fuß und schoss gezielt auf sie. Ein Mann wurde am Arm, ein anderer am Bein getroffen und schwer, aber nicht lebensgefährlich, verletzt. Aufgrund der am Tatort sichergestellten Patronenhülsen gehen die Ermittler davon aus, dass der Täter zumindest sechs Schüsse abgab. Er konnte unerkannt in Richtung Lustenau flüchten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter Komplizen hatte, die ihm zur Flucht verhalfen, heißt es weiter vonseiten der Landespolizeidirektion Vorarlberg.

Die etwa 200 Gäste, welche sich zum Tatzeitpunkt im und um das Lokal befanden, wurden von der Polizei befragt. Beide Opfer konnten sind zudem mittlerweile zum Sachverhalt befragt worden. Die Gespräche brachten den Ermittlern jedoch keine Erkenntnisse zur Identifizierung des Täters. Eine Täterbeschreibung liegt somit nicht vor. Die Opfer werden in den nächsten Tagen erneut zum Sachverhalt befragt werden, wie die Polizei ankündigt.

Die Erhebungen gestalten sich für die Polizei aktuell schwierig, da die Kooperation vonseiten verschiedener Zeugen, aber auch aus dem Umfeld der Opfer nur sehr verhalten vorliegt. Dennoch konnten bereits einige Hinweise erlangt werden, die für die Kriminalisten entsprechende Ermittlungsansätze bieten. Nähere Details können diesbezüglich derzeit aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben werden.

Was über die Waffe bekannt ist

Die Spezialisten der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Vorarlberg sicherten am Tatort bis in die frühen Morgenstunden Spuren und stellten Beweismittel sicher. Die kriminaltechnische Auswertung läuft derzeit auf Hochtouren und wird einige Tage in Anspruch nehmen. Fest steht, dass mindestens sechs Schüsse aus einer Waffe des Kalibers 9 mm abgegeben wurden.

Das Landeskriminalamt Vorarlberg geht davon aus, dass es eine Beziehung zwischen den Opfern und dem Täter gibt. Trotzdem wird weiter in alle Richtungen ermittelt und jeder Hinweis verfolgt. Dass willkürlich Personen angeschossen worden sind, schließen die Ermittler derzeit aus. Ein Opfer verfügt über die tschechische, das zweite Opfer über die österreichische Staatsbürgerschaft. Der dritte Beteiligte, welcher unverletzt blieb, ist ebenfalls österreichischer Staatsbürger.

Beim Landeskriminalamt Vorarlberg wurde eine Ermittlungsgruppe für die weiteren Nachforschungen zu den Hintergründen der Tat und zur Ermittlung des Täters sowie möglicher Komplizen eingerichtet. Sobald weitere Erkenntnisse zur Tat vorliegen, werden diese in Form einer weiteren Pressemitteilung bekannt gegeben werden.