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Papier, Holzgabeln, Tüten

Mülleimer auf der Hafenweihnacht quellen über - Eventmanager macht Ansage

Lindau / Lesedauer: 2 min

Übervolle Mülleimer und jede Menge Verpackung auf dem Boden: Das trübt die Stimmung der Hafenweihnacht. Warum es am kommenden Wochenende besser werden soll.
Veröffentlicht:30.11.2023, 12:00

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Das Ambiente am ersten Hafenweihnachts-Wochenende war besinnlich - so lange man nicht auf die Mülleimer geachtet hat. Einige von ihnen quollen über, der Abfall lag drum herum am Boden. Das ist nicht nur Lindauerinnen und Lindauern aufgefallen, sondern auch Arnold Weiner vom Kulturamt. Er hat den Budenbetreibern eine Ansage gemacht und hofft, dass es am kommenden Wochenende kein Müllproblem mehr gibt.

20.000 bis 30.000 Besucher zählt die Lindauer Hafenweihnacht am Tag. Das bedeutet auch: Zehntausende Tüten, Holzgabeln und Pappschalen, die irgendwann im Müll landen. Im besten Fall.

Die Müllereimer haben ihr Fassungsvermögen eindeutig überschritten. Und nicht nur auf der Hafenweihnacht selbst wird der Müll zum Problem: Auch die Mülleimer an anderen Orten der Insel quellen über, weil sie so voller Weihnachtsmarkt-Müll sind (rechtes Bild).
Die Müllereimer haben ihr Fassungsvermögen eindeutig überschritten. Und nicht nur auf der Hafenweihnacht selbst wird der Müll zum Problem: Auch die Mülleimer an anderen Orten der Insel quellen über, weil sie so voller Weihnachtsmarkt-Müll sind (rechtes Bild). (Foto: Julia Baumann/Yvonne Roither)

Um die Hafenweihnacht sauber zu halten, habe das Kulturamt zusätzlich zu den Tonnen der Budenbetreiber noch 25 weitere Mülleimer in weihnachtlicher Holzoptik aufgestellt, sagt Arnold Weiner, der als Eventmanager verantwortlich für die Hafenweihnacht ist. Insgesamt gibt es auf der Hafenweihnacht damit 45 Mülleimer.

Kulturamt wird weiter kontrollieren

Der Bauhof leert nur die Eimer, die an den Eingängen des Lindauer Weihnachtsmarkts stehen. „Um die anderen müssen sich die Händler selbst kümmern“, sagt Weiner. Dafür stehen am Biergarten zwei große Presscontainer. Einer ist für Pappe, einer für Restmüll. Sie sind jeweils morgens und abends eine Stunde geöffnet.

„Aber wenn ein Mülleimer zwischendurch voll ist, kann man den vollen Sack auch mal hinter der Bude bunkern“, sagt Weiner.

Eventmanager Arnold Weiner ist verantwortlich für die Lindauer Hafenweihnacht.
Eventmanager Arnold Weiner ist verantwortlich für die Lindauer Hafenweihnacht. (Foto: Susi Donner)

Auch ihm ist am Sonntagabend aufgefallen, dass offenbar nicht alle Mülleimer regelmäßig geleert wurden - und manche regelrecht überquollen. Den betreffenden Händlern habe er eine Ansage gemacht. Weiner hofft, dass sich das Müllproblem damit erledigt hat. „Wir werden es aber weiter kontrollieren.“

Lässt sich der viele Müll vermeiden?

Schließlich sei eine saubere Hafenweihnacht im Interesse aller. „Wir brauchen nicht wunderschöne Stände aufbauen, wenn drum herum alles voller Müll ist.“

Das müsse neben all dem Stress, den die Budenbetreiber zum Teil haben, auch während des laufenden Geschäfts klappen. Zusätzlich kommen Mitarbeiter des Bauhofs nach Marktabenden morgens um 6 Uhr zur „Generalreinigung“ an den Hafen.

Doch ließe sich nicht vermeiden, dass die Hafenweihnacht überhaupt so viel Müll produziert? Wie auf anderen Weihnachtsmärkten auch, werden Getränke auf der Hafenweihnacht natürlich in der Pfand-Tasse ausgeschenkt. Beim Essen sei Mehrweggeschirr aber keine Option, so Weiner. „In der Größenordnung bekommt man das nicht hin, das ist nicht zu schaffen.“

Immerhin: Auf der Hafenweihnacht gibt es kein Plastik. Die Bratwurst gibt’s mit Serviette auf die Hand, Schokofrüchte am Holzspieß und Kässpätzle oder Flammlachs in der Pappschale. Die Abfälle landen dann im Restmüll. Oder daneben.