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Islanders sind in einem hitzigen Eishockeyspiel erfolgreich

Lindau / Lesedauer: 5 min

Die EV Lindau Islanders haben in der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Bayreuth Tigers mit 3:0 gewonnen. Auf dem Eis gab es intensive Zweikämpfe und unschöne Momente.
Veröffentlicht:11.02.2024, 20:39

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In einem intensiv und teils überhart geführten Heimspiel haben sich die EV Lindau Islanders am Sonntag in der Eishockey-Oberliga Süd drei Punkte regelrecht erkämpft. Gegen die Bayreuth Tigers setzte sich die Mannschaft von Trainer John Sicinski mit 3:0 durch, festigte Rang zehn in der Tabelle und hat den Tabellensiebten EC Peiting noch nicht aus den Augen verloren. „Das erste Drittel war unser bestes Drittel, da haben wir viele Scheiben zum Tor gebracht“, meinte EVL-Trainer John Sicinski.

Ein Rückkehrer bereitet gleich das Tor vor

Der Freitag hatte bei den Islanders Spuren hinterlassen. Zum einen fand Sicinski die 1:5-Niederlage beim Spitzenreiter Blue Devils Weiden „zu hoch, weil meine Mannschaft alles gegeben hat“. Zum anderen gab es personell wieder Rückschläge. „Es sind wichtige Spieler ausgefallen, drei werden wohl auch am Sonntag fehlen“, meinte Sicinski. Letztlich waren es zwei: Damian Schneider und Zackary Bross.

Der nachverpflichtete US-Amerikaner hatte in Weiden in der Schlussphase eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Checks gegen das Knie bekommen. Gut für die Islanders war allerdings, dass sowohl Nicolas Strodel als auch Vincenz Mayer zurück im Kader waren. Der neue Förderlizenzspieler Ralf Rollinger von den Towerstars hatte in Weiden sein Debüt für die Islanders gegeben, am Sonntag war er aber wieder in der DEL2 am Puck.

Alle Kontingentspieler fehlen bei Bayreuth

Bei den Bayreuthern, die nach dem Insolvenzantrag einige Spieler verloren haben und die am Sonntag ohne Kontingentspieler antraten, stand zum zweiten Mal Alexander Rudkovski im Kader. Der 18-jährige Stürmer wurde von den Towerstars nach Bayreuth ausgeliehen - bei den Ravensburgern hat Rudkovski in dieser Saison zwölf DEL2-Spiele absolviert und Anfang Januar sein erstes Profitor erzielt.

Die Ausgangslage war klar: Die Bayreuther, die nicht an den Play-offs teilnehmen dürfen, wollen die Saison sportlich anständig über die Bühne bringen. Die Islanders brauchen jeden Punkt im Kampf um die beste Ausgangslage für die Pre-Play-offs. Wie gut den Lindauern die Rückkehr von Mayer tat, war nach anderthalb Minuten zu sehen. der erfahrene Stürmer sah den freien Lukas Bender auf der anderen Seite - und der Förderlizenzspieler der Towerstars traf aus spitzem Winkel über die Schulter von Goalie Lukas Schulte zum frühen 1:0.

Ein Treffer in Überzahl

Die Lindauer waren in der Folge um Kontrolle bemüht, die Bayreuther suchten oft den Abschluss aus der Distanz. Dabei versuchten die Tigers, dem Islanders-Goalie Tommi Steffen die Sicht zu nehmen. Die Defensive der Gastgeber war nicht immer hundertprozentig sicher, aber die Lindauer konnten hinten alles klären. Und vorne gab es nach einer schwachen ersten Überzahl im zweiten Powerplay das 2:0. Verteidiger Christian Obu zog aus der Distanz ab, der Puck ging an allen vorbei ins Bayreuther Tor.

Daran wollten die Islanders im zweiten Drittel anknüpfen. Schon am Freitag in Weiden hatten die Islanders ein starkes erstes Drittel gezeigt und waren durch Zachary Kaiser verdient mit 1:0 in die Kabine gegangen. „Im zweiten Drittel war es ein Spiel auf unser Tor, das muss man zugeben“, sagte Sicinski. Es gab aber nur das 1:1 durch Robert Hechtl.

Die Bayreuther sollten am Sonntag nicht mehr ins Spiel zurückkommen. In die Karten spielte den Lindauern eine große Strafe gegen Bayreuths Verteidiger Ole Krüger wegen eines Stockchecks ins Gesicht von Marc Hofmann. Doch das Powerplay war wieder einmal nicht gut und druckvoll genug.

62 Strafminuten in einer Szene

Bis auf die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Krüger war es ein recht ereignisloses Drittel. Torchancen bekamen die 671 Zuschauer kaum zu sehen. Bei Lindau schlichen sich einige Fehler ins Spiel ein, die Islanders wirkten irgendwie verhalten. In der 37. Minute waren zwei Lindauer dagegen übertrieben aggressiv. Eric Bergen prügelte sich mit Jayden Schubert und schlug auch noch auf ihn ein, als der Bayreuther bereits unter dem Linienrichter auf dem Boden lag. Maurice Becker lieferte sich einen Faustkampf gegen Lars Bergbauer. Die Folge waren zwei Spielausschlüsse für Bergen und Schubert sowie satte 62 (!) Strafminuten - nur in diesen Szenen. Wieder hatten sich die Islanders geschwächt.

Die Tigers hätten sich ein Tor verdient gehabt, weil sie nun die klar bessere Mannschaft waren. Aber vor dem Schlussdrittel hieß es immer noch 2:0 für Lindau. Die Gastgeber mussten sich allerdings wieder viel mehr auf ihr Spiel und weniger auf Nebensächlichkeiten konzentrieren. Das klappte - auch dank einer erneuten unnötigen Strafe, dieses Mal gegen Bayreuth. In Überzahl nahm Hofmann dem Bayreuther Goalie Schulte die Sicht, Patrick Raaf-Effertz, der gerade erst seinen Vertrag verlängert hat, erzielte das beruhigende 3:0. Das brachten die Islanders über die Zeit und verhalfen ihrem Goalie so zu einem Shut-out. „Lindau hat gut verteidigt“, sagte Bayreuths Trainer Rich Chernomaz. „Und der Torwart war immer zur Stelle.“

Oberliga Süd, 41. Spieltag:

Blue Devils Weiden - EV Lindau Islanders 5:1 (0:1, 1:0, 4:0). - Tore: 0:1 (3:25) Zachary Kaiser (Sommer, Becker), 1:1 (22:44) Robert Hechtl (Bruch, Voit), 2:1 (50:55) David Elsner (Rubes, Gläser), 3:1 (53:07) Tyler McPhee-Ward (Samanski, Bettauer), 4:1 (57:07 empty net) David Elsner (Rubes, Gläser), 5:1 (59:37) Maximilian Kolb (McPhee-Ward, Filin) - Strafen: Weiden 7 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Markus Eberhardt, Lindau 9 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Zackary Bross - Zuschauer: 1984.

Oberliga Süd, 42. Spieltag:

EV Lindau Islanders - Bayreuth Tigers 3:0 (2:0, 0:0, 1:0). - Tore: 1:0 (1:39) Lukas Bender (Mayer), 2:0 (18:29 ÜZ) Christian Obu (Kaiser), 3:0 (41:36 ÜZ) Patrick Raaf-Effertz (Mayer, Hofmann) - Strafen: Lindau 18 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Eric Bergen, Bayreuth 25 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Ole Krüger und Jayden Schubert - Zuschauer: 671.