StartseiteRegionalRegion LindauLindauFünf Männer müssen nach Albanien zurück

Lindau

Fünf Männer müssen nach Albanien zurück

Lindau / Lesedauer: 2 min

Die Bundespolizei hat in der Nacht auf Sonntag, 26. November, fünf Albaner gefasst, die sich seit Wochen unerlaubt im Schengenraum aufgehalten hatten.
Veröffentlicht:28.11.2023, 10:32

Artikel teilen:

Die Bundespolizei hat in der Nacht auf Sonntag, 26. November, fünf Albaner gefasst, die sich seit Wochen unerlaubt im Schengenraum aufgehalten hatten. Die Migranten, die zum Teil der deutschen Justiz und den Ausländerbehörden keine Unbekannten waren, mussten am Folgetag zurück in ihr Heimatland fliegen. Das berichtet die Bundespolizei.

Lindauer Bundespolizisten stoppten einen Transporter mit albanischer Zulassung, welcher auf der Autobahn 96 in Richtung Österreich unterwegs war, und kontrollierten die neun albanischen Insassen. Bei einem 36-Jährigen stellten die Beamten fest, dass das Ausländeramt Esslingen seit Februar 2022 aufgrund einer Straftat auf der Suche nach dem Mann war.

Durch die Überprüfung der Einreisestempel in den Pässen der anderen fünf Mitfahrer fanden die Polizisten hingegen heraus, dass die Albaner ihre erlaubte visafreie Kurzaufenthaltsdauer von über 7 bis hin zu fast 33 Wochen überschritten hatten. Außerdem ermittelten die Bundespolizisten, dass gegen einen dieser Männer seit Juni 2023 ein zweijähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot besteht. Der 28-Jährige hatte bereits 2015 in Deutschland einen Asylantrag gestellt, welcher abgelehnt worden war. Zudem schlug der Fahndungscomputer bei der Überprüfung des Mannes an. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Diebstahls vor. Der Albaner konnte die ausstehende Geldstrafe in Höhe von 245 Euro zahlen, jedoch nicht die fast sechsmal so hohen Verfahrenskosten.

Im Gepäck eines 35-Jährigen fanden die Bundespolizisten einen weiteren Reisepass, in dem die Lichtbildseite entfernt worden war, weswegen ihn die Beamten wegen Veränderns von amtlichen Ausweisen anzeigten. Die fünf Männer im Alter von 20 bis 53 Jahren erhielten Anzeigen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes. Vier von ihnen mussten eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 300 bis 800 Euro hinterlegen.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den einschlägig polizeibekannten Fahrzeuglenker wegen Einschleusens von Ausländern. Der Beschuldigte kam später auf freien Fuß. Für die anderen fünf Albaner ging es am Montagvormittag, 27. November, vom Flughafen Memmingen zurück nach Tirana.