Pressegespräch

„Ich fühle mich wohl beim Thema EBC“

Hagnau / Lesedauer: 3 min

Verantwortliche sprechen in Hagnau über die EBC – Echt Bodensee-Bus ab Sommerferien 2017
Veröffentlicht:31.05.2016, 18:09
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Die Echt Bodensee Card (EBC), ihre Vorteile und Kooperationen haben am Montag im Mittelpunkt eines Pressegesprächs in Hagnau gestanden.

„Ich fühle mich wohl beim Thema EBC“, sagte Landrat Lothar Wölfle. Mit der Einführung der Karte werde das getan, „was wir schon längst hätten tun sollen.“ Einen Seitenhieb hatte er für die Kritiker parat, deren Vorwurf es ist, dass mit den 75 Cent Abgabe an Bodo der Verkehrsverbund subventioniert werde: „Wer das behauptet, der hat keine Ahnung, wie bei uns ÖPNV funktioniert.“ Denn damit solle nicht nur in das bestehende, sondern auch in zusätzliche Angebote investiert werden. So beispielsweise in den Echt Bodensee-Bus, der über die Sommerferien des kommenden Jahres im Stundentakt von Langenargen bis Bodman-Ludwigshafen fährt. Bernd Hasenfratz vom bodo Verkehrsverbund ergänzte, dass Euregio Bodensee derzeit an einem Zusatzangebot für die EBC arbeite.

BEK kann auf Karte aufgebucht werden

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Kooperation zwischen der EBC und der Bodensee Erlebniskarte (BEK). Künftig soll die von der Internationalen Bodensee GmbH mit Sitz in Konstanz vertriebene Karte auf die EBC aufgebucht und die Angebote beider Karten miteinander verbunden werden können. Damit seien auch die Bodensee Klassiker, also die Top 10, die bei der EBC nicht teilnehmen, für die Gäste mit dabei.

Sarah Lade, Leiterin der Tourist-Info in Hagnau, betonte, dass die Region in einem „enormen touristischen Wettbewerb“ stehe. Die Gäste würden diese Art von Modell aus anderen Destinationen kennen und daher immer wieder danach fragen. Gerade das vom Verkehr gebeutelte Hagnau begrüße das Angebot der kostenfreien Nutzung des ÖPNV. „Wir sind froh über jeden Gast, der das Auto stehen lässt“, sagte sie. Den Nachhaltigkeitsgedanken sprach auch Bernd Hasenfratz an. 1900 Gäste seien in einer Umfrage nach ihrem Mobilitätsverhalten gefragt worden, 49 Prozent der Befragten hätten gesagt, dass sie einen kostenlosen ÖPNV nutzen würden. Aber dieser „muss flexibler sein“, sagte er.

Nutzungsdaten geben Auskunft über Bewegung der Gäste

Mit der Chipkarte könnten beim Check-in und Check-out die Nutzungsdaten Auskunft über die Bewegung der Gäste geben. Durch dieses „BigData-System“ könne dann beispielsweise erkannt werden, wo noch Kapazitäten und Bedarf zur Nachbesserung bestünden.

Enrico Heß, Geschäftsführer der DBT, die die EBC künftig betreibt, gab Einblicke in die Anlaufkosten des Projekts: 1,2 Millionen Euro werden investiert für beispielsweise Hardware und Chipkarten. Die Technik werde den Gastgebern von der DBT kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die EBC wird voraussichtlich ab 2017 in Hagnau, Langenargen, Uhldingen-Mühlhofen, Überlingen, Eriskirch, Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen eingeführt. Diese Gemeinden zählen laut Enrico Heß zusammen 1,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr.

Weitere Informationen gibt es unter

echt-bodensee-card.de