Kleiderladen

DRK eröffnet Kleiderladen in Überlingen

Überlingen / Lesedauer: 2 min

DRK eröffnet Kleiderladen in Überlingen
Veröffentlicht:29.09.2011, 18:10
Aktualisiert:25.10.2019, 15:00

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Vor fünf Jahren musste der Kleiderladen Überlingen in der Helltorstraße schließen – wegen Platzmangels. Doch der Bedarf steigt. Deshalb wird es in Kürze für Menschen mit geringem Einkommen wieder eine Anlaufstelle geben, wo sie Textilien günstig erwerben können.

„Wir sind froh, wieder etwas vor Ort zu haben“, sagt Karl-Heinz Jaekel vom Kreisverband Bodenseekreis des Deutschen Roten Kreuzes. Der Kleiderladen soll nach dem Vorbild der Läden in Uhldingen-Mühlhofen und Friedrichshafen nicht nur ein Treffpunkt für Menschen mit geringem Einkommen werden. Jeder, der sich für gut erhaltene Kleidung aus zweiter Hand interessiere, sei eingeladen, sagt Tobias Kaufmann , ebenfalls vom DRK-Kreisverband. Je nach Bedarf gebe es sogenannte Berechtigungskarten, ähnlich wie bei der Tafel, mit denen man zusätzliche 60 Prozent Preisnachlass bekomme. Dafür müsse man nicht den Gang zur Behörde wagen, der Bedarf wird vor Ort geprüft. 600 Berechtigungskarten allein bei der Überlinger Tafel sprechen laut Pastor Reiner Stahl für sich, er sieht an den bis zu 100 Nutzern der „Mahlzeit“ in seinen Räumlichkeiten, dass solche Angebote genutzt werden. Auch um der sozialen Armut zu entkommen.

Neben Kleidung für Frauen, Männer und Kinder wird es auch Bettwäsche und Schuhe geben – alles, was in den Containern des DRK landet, wird direkt vor Ort weitergegeben. Die Preisspanne reicht von 50 Cent bis 20 Euro.

Doch um Hilfe leisten zu können, braucht es Helfer. Daher sucht das Deutsche Rote Kreuz nach Ehrenamtlichen, die vier Stunden pro Woche einbringen möchten. Zu den Aufgaben zählen die Annahme, das Sortieren und Präsentieren der Textilien, zudem der Verkauf samt Beratung. Tobias Kaufmann bezeichnet es als „Aufruf an alle Überlinger guten Willens.“ Denn das Engagement der Bürger ist notwendig, um den Laden wie geplant fünf Tage in der Woche öffnen zu können. Es soll eine „geschlossene Kette“ mit solidarischem Grundgedanken sein, sagt Tobias Kaufmann: Stärkere geben ihre Kleidung oder Zeit an Schwächere, die Hilfe benötigen. Auch ökologisch sei das Konzept sinnvoll, denn Kleidung werde so als Ressource erkannt und wiederverwendet.

Für die ehrenamtlichen Helfer findet am 13. Oktober um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung in den Räumlichkeiten am Erlenbach 1 statt. Auch telefonisch kann man sich unter 07541/5040 informieren. Wer indirekt helfen möchte: Container finden sich in der gesamten Region, Textilien können auch direkt im Kleiderladen abgegeben werden.